Sie sind hier: > Startseite > Gesundheit > Zähne > Zahnerkrankungen > Karies
Zwei Zahnärzte behandeln eine Patientin
Kostenloses Servicetelefon
0800 - 88 33 244
Mo - Fr 8-19 Uhr


DE-Mail schicken

Karies – die gefürchteten Löcher im Zahn 

Karies, im Volksmund auch Zahnfäule genannt, stellt die häufigste Infektionskrankheit der Zähne in der industrialisierten Welt dar. Auslöser für Karies ist ein Bakterium mit dem Namen Streptococcus mutans. Dieses Bakterium gehört nicht zur normalen Flora der Mundhöhle. Es wird im Laufe des Lebens von Mensch zu Mensch übertragen. Das Bakterium allein verursacht allerdings noch keine Karies.

Zahnbelag und Zucker: eine gefährliche Kombination

Die Bakterien der Mundhöhle bilden innerhalb kurzer Zeit einen Biofilm auf den Zähnen, der durch Stoffwechselprodukte zu Zahnbelag anwächst. Dabei entsteht durch die Verstoffwechselung von Zucker aus Nahrung und Getränken Säure, die den Zahnschmelz angreift. Die ersten Karies-Symptome sind helle oder bräunliche Flecken an den Zähnen. Durch den beständigen Säureangriff verliert der Zahnschmelz Mineralien und wird weich. Diese Initialkaries kann meist noch ohne Bohren behandelt werden. Im Anfangsstadium lässt sich Karies durch Remineralisierung der Zähne entfernen. Denken Sie daher immer an die jährliche Kontrolluntersuchung bei Ihrem Zahnarzt!

Die Stadien einer Karies-Erkrankung

Karies ist eine Zahnerkrankung, die lange unbemerkt bleiben kann. Schmerzt der Zahn, oder ist ein Loch sicht- und fühlbar, ist das Problem bereits weit fortgeschritten.

  • Ohne Behandlung dringen die Bakterien in den geschwächten Zahnschmelz ein und schädigen ihn weiter.
  • Über Monate oder Jahre entsteht ein Loch im sehr harten Zahnschmelz und die Infektion erreicht das weichere Dentin. Dieses Material ist viel weicher als der Zahnschmelz und bietet den Bakterien mit seinen kleinen Kanälchen ideale Lebensbedingungen.
  • Unter der Zahnoberfläche breitet sich die Karies unbemerkt aus und verursacht die ersten Schmerzen. Oft brechen die Zähne beim Kauen plötzlich ein.
  • Erreicht die Karies die Pulpa, umgangssprachlich auch Nerv genannt, leidet der Patient unter heftigen Zahnschmerzen.
  • Nun können sich Bakterien ungehindert im umgebenden Kiefer ausbreiten. Es entsteht eine schmerzhafte Entzündung mit Abszess. Der betroffene Zahn kann ausfallen.

Karies entfernen und Zähne erhalten

Ist ein Loch im Zahn entstanden, entfernt der Zahnarzt das befallene Zahnmaterial mit dem Bohrer. Mittlerweile kann auch ein Laser zum Einsatz kommen. Nach der Behandlung erfolgt die Füllung des Defekts mit Füllmaterialien wie Amalgam oder einem Komposit aus Kunststoff. Inlays oder Onlays aus Keramik oder Metall sind eine weitere vergleichsweise kostenintensive Möglichkeit. Hat die Karies die Pulpa erreicht, kann eine Wurzelbehandlung den Zahn eventuell retten. Ob diese Behandlungsmöglichkeit sinnvoll ist, hängt vom individuellen Einzelfall ab.

Karies vermeiden und unbeschwert lächeln

Mit konsequenter Zahnpflege halten Sie die Karies in Schach. Auch kleine Änderungen im Ess- und Trinkverhalten können viel bewirken.

  • Mindestens zweimal täglich die Zähne zu putzen ist ein effektiver Schutz gegen Karies. Zahnseide reinigt die Stellen, die Sie mit der Bürste nicht erreichen.
  • Nehmen Sie die Vorsorgetermine bei Ihrem Zahnarzt wahr.
  • Eine Pause von etwa 30 Minuten zwischen der Mahlzeit und der Zahnpflege gibt dem Speichel Zeit, den Zahnschmelz wieder zu härten. Putzen direkt nach dem Essen ist nicht sinnvoll.
  • Genießen Sie zuckerhaltige Speisen bewusst. Hier ein Schluck Limo und dort ein Weingummi belasten die Zähne sehr. Trinken Sie lieber gezielt ein Glas oder gönnen Sie sich eine Portion Süßigkeiten.
  • Lecken Sie Schnuller und Löffel von Babys und Kleinkindern nicht ab.