Wie Sie Ihre Vorsätze wirklich umsetzen
Sie tauschen das Sofa gegen Laufschuhe, nehmen sich ein tägliches Workout vor oder wollen endlich mit dem Rauchen aufhören und geben doch nach kurzer Zeit wieder auf? Damit sind Sie nicht allein: Studien zeigen, dass rund 70 % der Menschen ihre Ziele nur wenige Tage oder Monate verfolgen. Etwa 30 % setzen sie langfristig um. Das ist frustrierend, aber vermeidbar. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Vorsätze realistisch planen und nachhaltig umsetzen. Entdecken Sie außerdem, wie Sie Ihren Alltag gesünder gestalten können.
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Beliebteste Vorsätze für 2026
Zu den beliebtesten Vorsätzen für 2026 gehören vor allem Ziele rund um Gesundheit, Beziehungen und persönliche Entwicklung – also genau die Bereiche, in denen sich viele Menschen spürbare Veränderungen wünschen, aber oft an der Umsetzung scheitern (1):
- Stress vermeiden oder abbauen (ca. 52 %)
- Sport treiben (ca. 45 %)
- mehr Zeit für Familie / Freunde (ca. 43 %)
- gesünder ernähren (ca. 40 %)
- mehr Zeit für sich (ca. 39 %)
- abnehmen (ca. 27 %)
- weniger Zeit in sozialen Medien / am Handy verbringen (24 %)
- sich weiterbilden (ca. 19 %)
- beruflich weiterkommen (ca. 19 %)
- sparsamer sein (ca. 18 %)
10 Tipps, Vorsätze tatsächlich umzusetzen
Wie lassen sich diese Ziele tatsächlich erreichen? Unsere Tipps auf Basis psychologischer Erkenntnisse zu Zielen, Motivation und Verhaltensänderung unterstützen Sie dabei, persönliche Ziele dauerhaft zu verwirklichen.
1. Wenige (Teil-) Ziele setzen
Planen Sie kleine Schritte zur Umsetzung und nehmen Sie sich nicht zu viele Veränderungen gleichzeitig vor. Es kann beispielsweise schwierig sein, mit dem Rauchen aufzuhören und gleichzeitig seine Ernährung umzustellen.
Setzen Sie sich lieber wenige realistische Ziele. Wenn Sie Vorsätze schrittweise umsetzen, erhöhen Sie die Chance, dass sie diese wirklich schaffen. Das Erreichen von Teilzielen motiviert und lässt Sie größeren Zielen näher kommen.

2. Smarte Ziele formulieren
Formulieren Sie konkrete Ziele und einen realistischen Zeithorizont: Was genau möchten Sie wann erreichen und welche (Teil-)Schritte sind dafür erforderlich? Ein Vorsatz ohne Definition bleibt oft ein Wunsch.
Laut einer Studie der British Psychological Society sind Menschen, die sich smarte Ziele setzen, zufriedener. (2) Die Abkürzung „smart“ beschreibt Eigenschaften, die ein Ziel erfüllen sollte:
- s = spezifisch
- m = messbar
- a = erreichbar (engl. attainable)
- r = realistisch und
- t = zeitbezogen (engl. timed) sein.
Beispiele für smarte Ziele:
- „Ich melde mich Montagfrüh im Verein zum Tanzen an. Ab dann werde ich jeden Freitag von 17 – 19 Uhr tanzen gehen.“
- "Ich reduziere meine Zigaretten auf maximal 2 pro Tag und höre innerhalb von 3 Monaten auf, indem ich gesunde Ersatzstrategien nutze."
- „Ich nehme mir ab morgen jeden Abend unter Woche (Montag bis Freitag) vor dem Abendessen ein 20 Minuten Home-Workout vor."
- „Ich schaue pro Tag eine Stunde weniger Fernsehen und nutze die gewonnene Zeit für das Lesen von Büchern, die mir Impulse für meine persönliche und berufliche Entwicklung geben."
- „Ich kaufe mir ein Kochbuch mit gesunden Gerichten und suche mir viermal in der Woche ein Rezept aus, das ich mit frischen Zutaten nachkoche, um mich in einem Monat vitaler zu fühlen."
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3. Früh anfangen
Je länger wir Vorhaben vor uns herschieben, desto weniger wichtig wirken sie im Alltag. Studien zeigen, dass wir Aufgaben, die weit in der Zukunft liegen, leichter aufschieben, weil ihr Nutzen für uns nicht greifbar ist. Beginnen Sie deshalb so früh wie möglich. Planen Sie erste Schritte direkt in den kommenden Tagen ein. So ist Ihr Vorsatz konkreter, greifbarer und die Chancen steigen, dass Sie langfristig dranbleiben.
4. Den Blick auf das Positive richten
Fokussieren Sie sich auf das, was Sie erreichen wollen, statt auf das, was Sie vermeiden möchten. Eine schwedische Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Art der Vorsätze entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis hat. (3) So ist es schwieriger, schlechte Angewohnheiten zu reduzieren und auf Dinge zu verzichten als positive Ziele zu setzen, mit denen Sie sich Ihrem persönlichen Idealzustand nähern.
Beispiel: Ein Ziel wie „einmal pro Woche joggen“ ist in der Umsetzung oft erfolgreicher als „keine Süßigkeiten mehr essen“, weil positive, erreichbare Handlungen leichter in Routinen integriert werden.
5. Eine Motivationsliste schreiben
Führen Sie eine schriftliche Liste Ihrer persönlichen Motivationsgründe. Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihre persönlichen Ziele bereits erreicht:
- Wie fühlt sich das an?
- Welche Vorteile hat die Umsetzung?
- Was empfinden Sie umgekehrt, wenn Sie daran denken, dass alles beim Alten bleibt?
Notieren Sie die positiven Folgen. Das kann motivieren, Vorhaben wirklich umzusetzen.
Wenn Sie sich bei dem Gedanken an eine Veränderung eher unwohl fühlen, sollten Sie gedanklich einen Schritt zurückgehen:
- Ist es vielleicht das falsche Ziel?
- Was möchten Sie wirklich?
- Welche Vorhaben und Aktivitäten passen zu Ihnen und können Sie diese schaffen?
6. Verbündete suchen
Suchen Sie sich „Verbündete“. Gemeinsame Vorhaben machen in den meisten Fällen mehr Spaß und helfen den inneren Schweinehund zu überwinden, um Verabredungen einzuhalten. So lassen sich auch gleich mehrere Vorhaben verbinden – beispielsweise, wenn Sie mit der Familie spazieren oder mit Freunden zum Sport gehen. Das motiviert zusätzlich.

7. Kleine Rituale in den Alltag einbauen
Ab Tag X keine Zigarette mehr, tägliches Training im Fitnessstudio und jeden Tag eine Stunde joggen. Von 0 auf 100 zu starten, ist nicht realistisch und demotiviert. Fangen Sie mit kleinen Ritualen an und nehmen Sie sich zum Beispiel vor, ein oder zweimal in der Woche aktiv zu sein. Schaffen Sie sich ausreichend Zeit dafür.
Realistische Rituale für mehr Bewegung und Entspannung im Alltag sind zum Beispiel:
- Morgens eine Minute im Stand laufen oder Hampelmann-Springen.
- Nach dem Abendessen 20 Minuten meditieren.
- Nicht den Aufzug oder der Rolltreppe, sondern die Treppe nehmen.
- Vor oder nach jedem Toilettengang 10 Kniebeugen.
- Das Auto etwas weiter weg parken und einen Teil des Weges zu Fuß gehen.
- In der Mittagspause 5 Minuten lang eine Dehnübung durchführen (z. B. für den Nacken).
Natürlich sollten Sie die Rituale Ihrem persönlichen (Teil-) Ziel anpassen.
8. Freunden, Familie und Kollegen davon erzählen
Wer seine Vorsätze für sich behält, gibt meist schneller auf. Wenn Sie Freunden, Familie oder Kolleginnen und Kollegen von Ihren Zielen erzählen, schaffen Sie Verbindlichkeit und erhalten Rückhalt. Zuspruch, Nachfragen und gemeinsame Erfolge wirken motivierend und machen es schwerer, stillschweigend einen Rückzieher zu machen.

9. Sich nicht demotivieren lassen
Etwas klappt nicht so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Rückschläge gehören dazu, geben Sie nicht auf. Neue Gewohnheiten brauchen Zeit. Einige Studien geben an, dass sich Gewohnheiten nach 40 Tagen festigen, bei anderen sind es 60 Tage. Die Dauer ist individuell und hängt vom Ziel und der Person ab. Für den einen ist es einfacher, jeden Tag 1,5 Liter Wasser zu trinken und für den anderen viermal die Woche ins Fitnessstudio zu gehen.
Überlegen Sie sich bereits vorab, wie Sie mit Rückschlägen, Krisen und Versuchungen umgehen können und legen Sie sich einen „Notfallplan“ zurecht: zum Beispiel eine Liste mit positiven Glaubenssätzen oder die Telefonnummer einer vertrauten Person. Sie möchten Abnehmen und haben Heißhunger auf etwas Süßes? Trinken Sie erst einmal ein Glas Wasser – vielleicht verwechseln Sie das Hungergefühl mit einem Durstgefühl.

10. Erfolge feiern und belohnen
Zu guter Letzt: Halten Sie große und kleine (Teil-) Erfolge fest – zum Beispiel in einem Dankbarkeitstagebuch und feiern Sie diese. Gönnen Sie sich beispielsweise nach dem Sport ein Wohlfühlprogramm zur Belohnung. Das motiviert und stärkt Ihr Selbstvertrauen.
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10 gesunde Vorsätze
Sie möchten gesünder leben, aber wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Wie wäre es mit folgenden Ansätzen:
Studien belegen, dass Lächeln die Stimmung hebt, selbst wenn Sie sich gerade nicht danach fühlen. Also lächeln Sie und geben Sie Ihrem Gehirn das Signal, dass alles gut ist. Um den Rest müssen Sie sich nicht (direkt) kümmern. Entdecken Sie Übungen und Expertentipps der Psychologin, wie Sie die Kraft des Lachens effektiv für sich nutzen können.
Greifen Sie öfter zu Obst und Gemüse statt süßem und fettigem Essen. Bei Heißhunger hilft es, eine gesunde Alternative zu Hause zu haben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen täglich ca. 250 Gramm Obst (das sind etwa zwei Portionen) und 400 Gramm Gemüse (das sind etwa drei Portionen). Sie enthalten wichtige Vitamine und Mienralstoffe. Auch Eiweiß (Eier, fettarme Milchprodukte oder Hülsenfrüchte) ist wichtig für ein gesundes Immunsystem.
Wenn Sie in der Region Brandenburg und Berlin einkaufen, unterstützen Sie den regionalen Handel, profitieren von frischen Zutaten und schützen die Umwelt – vor allem, wenn Sie gleichzeitig weniger online bestellen. Ein Bauernhof-Besuch eignet sich auch hervorragend als Familienausflug.
Buchen Sie einen Sportkurs, gehen Sie ins Fitnessstudio, treten Sie einem Sportverein bei oder nehmen Sie sich vor, mehr spazieren zu gehen – zum Beispiel regelmäßig in der Mittagspause. Sie haben eine Vorerkrankung und möchten wieder aktiv werden oder das Training intensivieren? Die IKK BB bezuschusst eine sportmedizinische Untersuchung zur Beurteilung der körperlichen Fitness mit 80 Prozent der anfallenden Rechnung oder bis maximal 120 Euro.
Trinken Sie ausreichend, am besten Wasser. Die DGE empfiehlt, ca. 1,5 Liter pro Tag zu trinken. Wenn Sie beim Sport oder bei Hitze schwitzen, benötigt Ihr Körper sogar das Drei- bis Vierfache.
Im Schlaf erholt sich der Körper. Die Nachtruhe stärkt ihn zur Abwehr unerwünschter Prozesse wie Infektionen. Laut einer Richtlinie der US-amerikanischen „National Sleep Foundation“ (NSF) sollten Erwachsene in der Regel etwa sieben bis neun Stunden schlafen. Das Schlafbedürfnis ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Im Idealfall sollten Sie ohne Wecker aufwachen. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie viel Schlaf Kinder brauchen und was Sie machen können, wenn das Kind nicht schlafen will.
In Erinnerung bleiben vor allem Momente mit den Liebsten. Verabreden Sie sich mit Freunden und Familienmitgliedern, unternehmen Sie etwas Schönes oder rufen Sie öfter mal an.
Etablieren Sie regelmäßige Meditations- und Achtsamkeitsübungen in Ihren Alltag. Nehmen Sie sich Zeit für sich und unternehmen Sie die Dinge, die Sie glücklich machen. Entdecken Sie Expertentipps für mehr innere Stärke.
Wann waren Sie das letzte Mal beim Allgemeinarzt, Frauenarzt und Zahnarzt zum Check-upund zur Vorsorge, ohne akute Beschwerden zu haben? Diese Termine sorgen präventiv dafür, dass Sie andere Vorhaben gesund und ohne Sorgen Wirklichkeit werden lassen können. Vereinbaren Sie frühzeitig Vorsorgetermine.
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Quellen
- FOM Hochschule für Oekonomie & Management - FOM VerhaltensRadar - Weihnachtsstudie 2025
- The British Psychological Society - Nudging flow through ‘SMART’ goal setting to decrease stress, increase engagement, and increase performance at work (Englisch)
- PLOS One - A large-scale experiment on New Year’s resolutions: Approach-oriented goals are more successful than avoidance-oriented goals (Englisch)




