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Nach welchen Kriterien Sie die passende Zahnfüllung auswählen 

Alljährlich benötigen etwa 50 Millionen kariöse Zähne eine Zahnfüllung. Sie als Patient haben die Qual der Wahl. Erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten es gibt und wie Sie die passende Zahnfüllung auswählen.

Bei der Wahl der Zahnfüllung müssen Sie folgende Kriterien berücksichtigen:

  • die Lage des defekten Zahns
  • welche Kosten die Krankenkasse übernimmt

Eine Zahnfüllung ersetzt kariöse Zahnsubstanz mit körperfremden Füllungsmaterialien – im Volksmund Plombe genannt. So muss der defekte Zahn nicht gezogen werden und lässt sich erhalten.

Zahnfüllungen sind in verschiedenen Varianten verfügbar. Man teilt sie grob in plastische und Einlagefüllungen ein.

Die plastische Zahnfüllung

Die plastische Zahnfüllung ist verformbar. Sie wird im gebohrten Loch des Zahns eingesetzt, moduliert und mit UV-Licht ausgehärtet.

Eine plastische Zahnfüllung besteht vorwiegend aus folgenden Materialien:

  • Amalgam, einer silberfarbenen, weichen und formbaren Mischung aus Kupfer, Silber, Quecksilber und Zinn. Es ist günstig, belastbar und hält 7 bis 8 Jahre. Wegen seines Quecksilbergehalts ist dessen Anwendung umstritten.
  • Zahnfarbenes Kunststoff-Komposit mit etwa 20 Prozent Kunststoff und rund 80 Prozent Salz, Kieselsäure oder hauchdünnen Glasteilchen. Die Haltbarkeit liegt bei vier bis sechs Jahren. Jedoch besitzt diese Zahnfüllung einen höheren Schrumpfungsgrad als Amalgam. Bei nur einschichtiger Auftragung entstehen gegebenenfalls Randspalten, in die neue Kariesbakterien eindringen können. Dieses Risiko sinkt, wenn es in mehreren Schichten aufgetragen wird.
  • Zahnfarbenes Kunststoff-Kompomer, einem Gemisch aus Kunststoff und Glasionomerzement. Diese Zahnfüllung hält 4 bis 6 Jahre.

Die Zahnfüllung als Einlagefüllung bzw. Inlay

Die Einlagefüllungen, sog. Inlays, werden im zahntechnischen Labor der Zahnarztpraxis anhand eines Abdrucks gefertigt. In der Zwischenzeit bekommt der Patient eine provisorische Füllung. Nach etwa zehn bis 14 Tagen setzt der Zahnarzt das Inlay ein und fixiert es mit einem Spezialkleber oder Zement.


Beachten Sie: Die Einlagefüllung eignet sich nur für Zähne mit ausreichender Zahnsubstanz, um den Kaudruck abzufangen. Inlays bestehen aus einer Goldlegierung oder Keramik.

Beide Materialien sind gut verträglich und halten 10 bis 15 bzw. 8 bis 10 Jahre. Zudem lässt sich Keramik farblich kaum vom natürlichen Zahn unterscheiden.

Zahnfüllung auswählen anhand der Lage des defekten Zahns

Nicht jede Zahnfüllung eignet sich pauschal für alle Zähne. Über die Zahnfüllung entscheidet in erster Linie die Lage des defekten Zahns.

Im Seitenzahnbereich eignen sich:

  • Amalgam: Wegen der silbrig-dunkelgrauen Farbe wird Amalgam nicht für Füllungen der Vorderzähne eingesetzt.
  • Kunststoff-Komposit für kleine Füllungen
  • Einlagefüllungen aus Gold
  • Einlagefüllungen aus Keramik


Im Bereich der Schneidezähne besteht die Plombe aus Kunststoff-Komposit. Kunststoff-Kompomer wird bei Milchzahn- und Zahnhalsfüllungen sowie für längerfristige provisorische Füllungen im Seitenzahnbereich angewendet.

Zahnfüllung – was bezahlt die Krankenkasse?

Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt Amalgam-Füllungen als Regelleistung zu 100 Prozent.

Patienten mit einer nachgewiesenen Amalgam-Allergie oder schweren Niereninsuffizienz bekommen im hinteren Seitenzahnbereich eine Kunststoff-Komposit-Füllung bezahlt. Das Gleiche gilt für Schwangere und minderjährige Kinder.

Die Kosten für zahnfarbene Kompositfüllungen werden von den Krankenkassen nur im sichtbaren Frontzahnbereich übernommen.

Wünschen Kassenpatienten eine hochwertige Füllung, so schließen Sie mit ihrem Zahnarzt eine sogenannte Mehrkostenvereinbarung ab. Anschließend rechnet der Zahnarzt die Kosten für eine Amalgam-Füllung mit der Krankenkasse und die Mehrkosten mit dem Patienten ab.