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Bänderriss – eine typische Sportverletzung 

Mitten im Spiel schmerzt das Knie enorm oder nach dem Umknicken können Sie den Fuß nicht mehr belasten. Oft ist ein teilweiser oder vollständiger Bänderriss, auch Bandruptur genannt, der Grund für die plötzlichen Beschwerden. Der Kreuzbandriss im Knie oder ein Bänderriss am Sprunggelenk sind die häufigsten Verletzungsarten. Das Außenband des Daumens ist ebenfalls oft betroffen, Experten sprechen hier vom sogenannten Skifahrerdaumen. Bei Stürzen kommt es durch die instinktive Stützbewegung schnell zu Verletzungen des Bandapparates des Handgelenks.

Welche Funktion erfüllen die Gelenkbänder?

Die Bänder am oder im Gelenk sorgen für zusätzliche Stabilität und geben dem Gelenk Halt. Sie bestehen aus einem festen Bindegewebe, das nur bis zu einem gewissen Grad dehnbar ist. Werden die Bänder zu stark beansprucht oder wirken zu starke Belastungen ein, kommt es zur Verletzung. In leichten Fällen ist das betroffene Band lediglich überdehnt worden. Waren stärkere Kräfte am Werk, reißt das Band ganz oder teilweise ein.

Bänderriss: die Symptome

Ein Bänderriss tritt plötzlich auf. Typisch für einen Bänderriss am Fuß sind heftige Schmerzen nach dem Umknicken. Das betroffene Gelenk wird schnell blau und schwillt stark an. Ein Kreuzbandriss tritt häufig nach einer plötzlichen Drehbewegung, starkem Abbremsen aus dem Lauf oder einem Sturz auf. Wenn Sie das betroffene Gelenk nicht belasten können und der Schmerz nicht innerhalb von wenigen Minuten stark nachlässt, ist ein Bänderriss wahrscheinlich. Für einen Laien ist es nahezu unmöglich, eine Verstauchung, eine Bänderdehnung oder einen Bänderriss zu unterscheiden. Suchen Sie bei dem Verdacht auf einen Bänderriss in jedem Fall einen Arzt auf.

Erste Hilfe bei einem Bänderriss

Mit den richtigen Maßnahmen zur Erstversorgung können Sie den Bänderriss zwar nicht heilen, aber Sie lindern die Beschwerden während der Heilungsphase erheblich.

  • Legen Sie bei dem Verdacht auf einen Bänderriss sofort einen leichten Druckverband an, um das starke Anschwellen zu vermindern. Das gilt insbesondere für einen Bänderriss am Sprunggelenk. Möchten Sie vor der Fahrt zum Arzt noch duschen, belassen Sie den Verband am Gelenk.
  • Kühlen Sie das betroffene Gelenk für maximal 10 Minuten und pausieren Sie abwechselnd für ebenfalls 10 Minuten. So stoppen Sie schnell die Blutung und verringern die Schwellung. Kühlen Sie nicht ununterbrochen, denn sonst könnten sich die Blutgefäße erneut weiten. Dadurch würden Schwellung und Bluterguss deutlich größer ausfallen.
  • Lagern Sie das betroffene Gelenk hoch.

Die Therapie von Bänderrissen

Ein Bänderriss am Fuß kann meist konservativ behandelt werden. Eine Schiene stützt das Gelenk, bis die Verletzung ausgeheilt ist. Nur wenn auf diesem Weg keine ausreichende Stabilität erreicht wird oder der Knochen verletzt ist, kann eine Operation nötig werden. Bei einem Kreuzbandriss am Knie entscheiden Sie gemeinsam mit dem behandelnden Arzt über die richtige Behandlung. Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Verletzung. In der Regel ist das betroffene Gelenk etwa sechs Wochen nach einem Bänderriss wieder voll belastbar.