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Kostenübernahme für künstliche Befruchtung durch die IKK BB 

Ungewollt kinderlose Ehepaare können aufatmen. Nicht nur, weil medizinische Behandlung den bisher vergeblich ersehnten Nachwuchs inzwischen bringen kann – auch, weil die IKK BB die "künstliche Befruchtung" bezuschusst.

Künstliche Befruchtung: Die IKK BB hilft

Leider bleiben immer mehr Paare kinderlos. Auf natürlichem Weg bleibt der Kinderwunsch heutzutage in Deutschland im Schnitt für eines von sieben Paaren unerfüllt, sagen aktuelle Statistiken. Nicht alle Betroffenen entscheiden sich in dieser Situation für den Versuch einer künstlichen Befruchtung. Auf die 800.000 Paare, die sich dafür entscheiden, kommt neben der persönlichen Herausforderung auch eine finanzielle dazu: Eine künstliche Befruchtung kann mehr als 10.000 Euro kosten. Hierbei ist die Kostenübernahme als gesetzliche Leistung auf 50 Prozent begrenzt. Den betroffenen Paaren verbleibt oft ein hoher Eigenanteil.

 Weniger Eigenanteil bei künstlicher Befruchtung

Der höhere Zuschuss wird für alle gesetzlich abrechnungsfähigen Leistungen im Zusammenhang mit der künstlichen Befruchtung gewährt und kann bei verheirateten Paaren entweder bis zu 60 Prozent, in manchen Fällen auch bis zu 100 Prozent ihres Eigenanteils betragen, wenn beide Partner bei der IKK BB versichert sind.

Die IKK BB übernimmt für ihre Versicherten, die Anspruch auf Maßnahmen der künstlichen Befruchtung haben, zusätzlich zu den gesetzlich geregelten Ansprüchen weitere 60 % der nach dem genehmigten Behandlungsplan verbleibenden Eigenanteile der Maßnahme, jedoch nicht mehr als die tatsächlich entstandenen Kosten.´

Überschreitet das Familieneinkommen (Einnahmen zum Lebensunterhalt) in den letzten 12 Monaten vor Antragstellung die zum Zeitpunkt der Antragstellung gültige Bezugsgröße (West) nach § 18 SGB IV nicht, erhöht sich der Zuschuss auf 100 %.

Wenn die Genehmigung des Behandlungsplanes bis zum 31.01.2018 beantragt wurde, erhöht sich der Zuschuss auf 100 %.

Der Weg zu Ihrem Zuschuss in vier Schritten

  1. Zur Beantragung der künstlichen Befruchtung erstellt ein zugelassener bzw. ermächtigter Arzt einen Behandlungsplan.
  2. Diesen reichen Sie vor Beginn der Behandlung zur Genehmigung bei der IKK BB ein. Dabei entscheidet der Arzt, welche der Behandlungsmethoden für das Paar medizinisch geeignet ist.
  3. Nach erfolgter Behandlung wird der gesetzliche Kostenanteil direkt über Ihre Krankenversicherungskarte abgerechnet.
  4. Den weiteren Zuschuss erhalten Sie nach Abschluss des Behandlungsversuches von uns erstattet.

Feste Kriterien des Gesetzgebers

Der Gesetzgeber legt strenge Kriterien für die künstliche Befruchtung an. Anders als bei der Erstattung für die bei der künstlichen Befruchtung entstandenen Kosten lässt der Gesetzgeber der IKK BB (wie auch allen anderen Krankenkassen) bei den Zulassungskriterien für die erstattungsfähige Behandlung leider keine Entscheidungsspielräume:

  • Das betrifft zum Beispiel die standesamtliche Eheschließung als Voraussetzung.
  • Vorgeschrieben ist auch eine vor der eigentlichen Maßnahme stattfindende, unabhängige Beratung der Eheleute.
  • Zudem dürfen nur Eizellen und Samen der Ehegatten verwendet werden.
  • Frauen müssen dafür in der Regel das 25. Lebensjahr vollendet haben und höchstens das 40. Männer müssen ebenfalls mindestens das 25. und das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Ebenfalls festgelegt ist die - je nach Methode und ärztlicher Einschätzung maximal sinnvolle - Zahl der Behandlungszyklen, für die eine Kostenerstattung geltend gemacht werden kann.