Joggen für Anfänger: Tipps und Trainingsplan
Sie möchten mit dem Laufen beginnen oder nach einer Pause wieder ins Training einsteigen? Eine gute Idee: Laufen kann das Herz stärken, Stress abbauen und lässt sich flexibel in den Alltag integrieren – einfach Laufschuhe anziehen und los. Wer jedoch zu schnell startet, ohne Plan läuft oder Schmerzen ignoriert, riskiert Frust, Verletzungen und Überlastung. Wir zeigen, worauf Anfänger beim Joggen achten sollten, um gesund zu starten und Schritt für Schritt Ausdauer und Freude am Laufen aufzubauen.
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5 Tipps für den Einstieg ins Laufen
Ein gelungener Einstieg ins Laufen hängt nicht nur vom Training ab, sondern auch von Motivation, Ausrüstung und Technik. Mit diesen Tipps behalten Anfänger Freude am Laufen, bleiben motiviert und vermeiden typische Stolperfallen.
1. Kleine Ziele setzen
Gerade zu Beginn gilt beim Joggen für Anfänger: Überfordern Sie sich nicht. In den ersten Wochen Ihres Lauftrainings benötigt Ihr Körper, die Muskeln, Gelenke und das Herz-Kreislauf-System Zeit, sich an die Belastung zu gewöhnen. Statt direkt lange Strecken oder hohe Geschwindigkeiten anzustreben, ist es sinnvoll, mit kurzen Distanzen und ruhigem Tempo zu starten. Schon wenige Minuten lockeres Laufen, im Wechsel mit Gehpausen, sind ein guter Anfang.
Setzen Sie sich während Ihres Lauftrainings immer wieder kleine, realistische Ziele. Wer geduldig bleibt, erlebt schneller Erfolgserlebnisse und kann die Motivation langfristig aufrechterhalten.
2. Die richtige Ausrüstung
Für den Laufeinstieg braucht es keine umfangreiche oder teure Ausstattung. Das wichtigste Element sind gut passende und bequeme Laufschuhe. Diese sollten ausreichend dämpfen, stabilisieren und zum individuellen Laufstil passen. Eine fachkundige Beratung in einem Sportgeschäft ist daher empfehlenswert.
Darüber hinaus gilt: Ihre Sportkleidung sollte bequem sein und Bewegungsfreiheit bieten. Atmungsaktive Materialien erhöhen den Komfort, sind aber für den Start kein Muss. Entscheidend ist, dass Sie sich wohlfühlen und gerne loslaufen. Alles Weitere – von Funktionskleidung bis Zubehör – können Sie zu einem späteren Zeitpunkt ergänzen.

3. Der passende Untergrund
Ein abwechslungsreicher Untergrund spielt beim Laufeinstieg eine zentrale Rolle. Eine Mischung aus Asphalt, Tartan, Waldwegen und Wiesen sorgt für ein vielseitiges und ausgewogenes Training. Besonders für Anfänger bieten weiche Untergründe wie Wald- und Wiesenwege viele Vorteile, da sie die Stoßbelastungen auf Gelenke und die Wirbelsäule schonen. Feste Untergründe wie Tartan oder Asphalt können ebenfalls sinnvoll in den Laufalltag integriert werden. Entscheidend ist der regelmäßige Wechsel der Laufflächen, da diese unterschiedliche Muskelgruppen im Körper aktiviert, einseitige Belastungen reduziert und das Laufen insgesamt abwechslungsreich gestaltet.
4. Auf den Körper hören
Gerade Laufanfänger sollten auf die Signale ihres Körpers hören, besonders der Muskeln und Gelenke. Treten Schmerzen auf, stoppen Sie rechtzeitig, reduzieren Sie das Tempo oder legen Sie Gehpausen ein. So vermeiden Sie Überlastung und bleiben langfristig gesund und motiviert beim Laufen.
5. Die richtige Atmung
Achten Sie während des Trainings stets auf eine ruhige Atmung, zum Beispiel: drei Schritte über die Nase einatmen und drei Schritte über den Mund ausatmen. Finden Sie dabei Ihren eigenen Atemrhythmus, damit Ihr Körper sich an die Belastung gewöhnt und Sie als Laufanfänger körperlich fit bleiben.
Trainingsplan für Anfänger
Dieser achtwöchige Trainingsplan hilft Anfängern, sich schrittweise und gesund an das Joggen heranzutasten und verfolgt das Ziel, nach acht Wochen 30 Minuten am Stück laufen zu können. Sie trainieren dabei nicht nach Kilometern, sondern nach vorgegebenen Zeitintervallen. Die aktiven Wochentage sind selbstverständlich nur Beispiele. Wählen Sie diese so aus, dass Sie gut in Ihren Alltag passen.

| Woche | Trainingstage | Trainingsinhalte | Trainingszeit |
|---|---|---|---|
| 1 |
|
| 28 Minuten |
| 2 |
|
| 34 Minuten |
| 3 |
|
| 35 Minuten |
| 4 |
|
| 38 Minuten |
| 5 |
|
| 40 Minuten |
| 6 |
|
| 46 Minuten |
| 7 |
|
| 44 Minuten |
| 8 |
|
| 40 Minuten |
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5 Tipps, mit denen Sie motiviert bleiben
Viele Menschen starten voller Motivation in neue Vorhaben, doch sobald der Alltag wieder dominiert, fällt es schwer dranzubleiben. Auch beim Joggen lässt das anfängliche Hoch manchmal schneller nach als gedacht. Hier erhalten Sie einige bewährte Tipps für nachhaltige Motivation beim Joggen:
Tipp – kleine Ziele bewusst belohnen: Jeder Fortschritt zählt – sei es eine längere Laufzeit oder eine zusätzliche Einheit pro Woche. Gönnen Sie sich für erreichte Etappen kleine Belohnungen. Sie helfen, motiviert zu bleiben.
Tipp – Abwechslung in die Laufstrecke bringen: Unterschiedliche Laufrouten sorgen für neue Eindrücke und verhindern so Langeweile. Wechseln Sie regelmäßig zwischen Park, Laufbahn, Wald und Wiese.
Tipp – Fortschritte sichtbar machen: Halten Sie Ihre Läufe schriftlich fest oder nutzen Sie Apps oder Tracker. Zu sehen, was Sie bereits geschafft haben, stärkt das Selbstvertrauen und motiviert zum Weitermachen.
Tipp – feste Routinen entwickeln: Legen Sie feste Lauftage- und zeiten fest. Regelmäßigkeit hilft, das Laufen zur Gewohnheit zu machen – ganz ohne tägliche Überwindung.
Tipp – gemeinsam statt alleine laufen: Suchen Sie sich eine Laufpartnerin oder einen Laufpartner auf ähnlichem Leistungsniveau. Gemeinsam fällt das Dranbleiben leichter und geteilte Erfolge motivieren doppelt.



