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Notwendig

Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten. Die Früherkennung ist nicht so einfach, denn Tumore in der Darmwand bereiten oft keine Schmerzen.

Es gibt aber zwei Untersuchungsmethoden, die bei regelmäßiger Anwendung einen guten Schutz vor Darmkrebs bieten.

Wir erklären hier alles Wichtige zur Darmkrebsvorsorge: 

Ab 40 Jahren können bei der IKK BB versicherte Männer und ab 45 Jahren bei der IKK BB versicherte Frauen eine kostenlose Darmspiegelung durchführen lassen.

Danach können sie alle 10 Jahre zur Darmspiegelung gehen. Sonst wird ab 50 bei der allgemeinen Krebs-Vorsorge eine Stuhlprobe untersucht.

  1. Die Darmspiegelung gilt als sicherste Methode, um im Darm sichtbare Anzeichen oder Risiken für Tumorbildungen zu erkennen. Mittels einer optischen Sonde, die er in den Darm einführt, ist der Arzt in der Lage, Darmpolypen zu erkennen. Bei diesen Schleimhautwölbungen handelt es sich nicht zwangsläufig um bösartige Tumore. Fakt ist dennoch, dass in über 90 Prozent aller Darmkrebsfälle die Tumore in solchen Einsackungen des Gewebes entstehen. Anzahl und Größe von Polypenbildungen, die meistens im Dickdarm auftreten, geben Aufschluss über das Krebsrisiko.
  2. Der Stuhltest, bei dem ein Labor mehrere Stuhlproben eines Patienten untersucht, dient der Erkennung von verstecktem Blut im Stuhl. Verstecktes Blut im Stuhl ist wiederum ein möglicher Hinweis darauf, dass sich im Darm Polypen gebildet haben. Deren feine Blutgefäße erleiden während des Verdauungsprozesses mitunter Verletztungen. Selbst kleinste Mengen Blut im Stuhl, die ansonsten unbemerkt blieben, vermag dieser sogenannte "Okkultbluttest" aufzuspüren. Damit ist ein indirekter Hinweis auf die Existenz von Darmpolypen gegeben.

Mit beiden Methoden ist eine gründliche und zuverlässige Früherkennung einer Krebserkrankung möglich. Sie muss allerdings regelmäßig Anwendung finden. Denn allen Vorsorgeuntersuchungen gemeinsam ist, dass sie eine Momentaufnahme darstellen. 

Je regelmäßiger man einen Stuhltest vornehmen lässt, umso präziser ist das Risiko einer möglichen Krebserkrankung bewertbar. 

Sie hat den Vorteil, dass sie ein hohes Maß an Vorsorge bietet. Denn der Laborbefund weist frühzeitig auf erhöhte Risiken hin oder schließt sie aus. Da es sich um eine indirekte Methode handelt, ist eine alljährliche Durchführung notwendig.

Wenn die Diagnose lautet, dass der Stuhl einen vermehrten Blutanteil aufweist, liefert nur eine Darmspiegelung ein konkretes Bild über den Zustand des Darms.

Menschen mit erblicher Vorbelastung rät man, schon ab Mitte 30 einen regelmäßigen Darm-Check in Erwägung zu ziehen.

Erbliche Vorbelastung gilt bei Darmkrebs als hoher Risikofaktor. Das bedeutet: Es ist sinnvoll, wenn spezielle Vorsorgeuntersuchungen nicht erst im fortgeschrittenen Alter, sondern bereits in jungen Jahren stattfinden. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.