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Anti-Korruption 

Kampf gegen Betrug und Korruption im Gesundheitswesen

Missbrauch und Korruption nutzen nur wenigen, und sie schaden immer der Mehrheit! Vor allem aber untergraben sie das Vertrauen in die moralische Verlässlichkeit der Handelnden und in die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems. Die IKK informiert, unterstützt – und handelt!

Mehr als neunzig Prozent der deutschen Bevölkerung sind gesetzlich krankenversichert. Mehr als zweihundert Milliarden Euro werden jährlich im Gesundheitssektor umgesetzt. Schon diese beiden Basisdaten verweisen auf die wahrlich gewaltige Dimension des Gesundheitsmarktes.

Leider werden in dem unübersichtlichen Geflecht der vielen Bereiche des Gesundheitswesens inzwischen immer häufiger Korruptionsaffären bekannt, die Millionenschäden anrichten können.

Bereits vor einigen Jahren hat der Gesetzgeber daher auf diese Entwicklung reagiert und die Kranken- und Pflegekassen verpflichtet, sich an der Aufdeckung und Bekämpfung von Korruption aktiv und verantwortlich zu beteiligen: Bei allen gesetzlichen Kassen wurden in der Folge eigenständige " Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen" eingerichtet.

Der Antikorruptionsbeauftrage der IKK Brandenburg und Berlin stellt sich vor:

Auch wir als Ihre IKK Brandenburg und Berlin nehmen das Thema Korruption sehr ernst und engagieren uns aktiv dafür, Schaden von der IKK-Versichertengemeinschaft abzuwenden. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass uns anvertraute Beitragsgelder auch tatsächlich in die Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen fließen. Hierfür entstand in der IKK-Organisation die Stelle des "Antikorruptionsbeauftragten".

Ihr Antikorruptionsbeauftragter der IKK Brandenburg und Berlin ist:

Ingo Besler

Anschrift: IKK Brandenburg und Berlin, Ziolkowskistr. 6 ; 14480 Potsdam
Telefon: (0331) 64 63 - 191
E-Mail: Ingo.besler  ikkbb de

Wir bitten um Ihre Mithilfe!

Um Korruption im Alltag des Gesundheitswesens nachhaltig bekämpfen zu können, sind wir auf Ihre aktive Mithilfe als IKK-Versicherte und als Patienten angewiesen!

Denn typische Anlässe für Fehlverhalten im Gesundheitswesen - hier speziell im Bereich der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung - entstehen oft in ganz alltäglichen Situationen, zum Beispiel:

  • wenn nicht erbrachte Leistungen dennoch abgerechnet werden
  • wenn Leistungen ohne die dafür notwendige Qualifikation erbracht und abgerechnet werden
  • wenn Rezepte und/oder Verordnungen gefälscht wurden
  • wenn Versicherte gegen Entgelt zugewiesen wurden
  • wenn die Krankenversicherungskarte (KV-Karte) missbräuchlich verwendet wird

Sollten Ihnen Hinweise auf Fehlverhalten im Gesundheitswesen vorliegen oder Fälle von betrügerischem Verhalten bekannt werden, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Antikorruptionsbeauftragten bei der IKK.

Wenn Sie per E-Mail Kontakt zum IKK-Antikorruptionsbeauftragten aufnehmen möchten, dann verwenden Sie bitte dieses Kontaktformular.

Selbstverständlich haben Sie auch die Möglichkeit, Ihre Beobachtungen Ihrem gewohnten Ansprechpartner in den Service-Centern der IKK Brandenburg und Berlin mitzuteilen.

Alle Ihre Hinweise werden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen selbstverständlich auf Wunsch vertraulich behandelt.

IKK-Antikorruptionsbericht

Der Bericht für die vergangenen zwei Kalenderjahre zeigt eine Zunahme der Verdachtsfälle. Fehlverhalten im Gesundheitswesen kann man in fast allen Bereichen des Gesundheitswesens feststellen. Bereiche mit besonders vielen Auffälligkeiten sind:

  • Fälschungen von Arzneimittelverordnungen,
  • Abrechnung von nicht erbrachten Pflegeleistungen,
  • Fälschungen von Arbeitsunfähigkeits- Bescheinigungen und
  • Abrechnung von Leistungen, die ohne die notwendige Qualifikation des Leistungserbringers stattgefunden haben.

Bei der IKK BB wurden allein im Berichtszeitraum 2012-2013 über 70 Verdachtsfälle verfolgt. Zwei Jahre zuvor waren es etwa 50. Der Schaden, den solche Betrügereien anrichten, betrifft die Gemeinschaft der Versicherten unmittelbar. Schließlich sind es Beitragsgelder zur Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen, die sich Profiteure in die eigene Tasche stecken.

Bei der Verfolgung arbeitet der Antikorruptions-Beauftragte eng mit den Rechnungsprüfern der IKK BB und mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen. Nicht selten helfen auch Hinweise anonymer Tippgeber oder Anfragen von Staatsanwälten und Landeskriminalämtern.

In den vergangenen zwei Jahren hat die IKK BB in 13 Fällen Strafanzeige wegen Betrugs und Urkundenfälschung gestellt. Und dabei ging es um fast 50.000 Euro Schadenssumme, die erfolgreich eingeklagt werden konnte!