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Arzneimittelversorgung OAV
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Das Innovationsprojekt „Optimierte Arzneimittelversorgung“ (OAV) 

Seit Herbst 2017 fördert der Innovationsfonds der Bundesregierung drei Jahre lang das Projekt „Optimierte Arzneimittelversorgung“ (OAV) für geriatrische Patienten über 65 Jahre. Das Projektkonzept richtet sich an ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen. Die IKK BB ist als Projektpartner dabei:

Mehr Sicherheit für pflegebedürftige Senioren bei Arzneimitteln

Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Erkrankungen. Ältere Menschen nehmen oft eine Vielzahl von Medikamenten mehrmals täglich ein, über Jahre hinweg. Mit der Zahl der eingenommenen Medikamente steigt auch das Risiko für das Auftreten unerwünschter Arzneimittelereignisse. Neben- und Wechselwirkungen (wie z.B. Stürze, Blasen-/Darmschwäche, Magenblutungen oder Einschränkungen beim Gedächtnis) sind eine große Belastung für die Patienten und binden wertvolle Pflegekapazitäten.

Warum gibt es das OAV-Projekt?

Das Innovationsprojekt "Optimierte Arzneimittelversorgung" (OAV) entstand, um gemeinsam neues Wissen, neue Methoden und neue Betrachtungsweisen im Zusammenhang mit der Arzneimittelversorgung pflegebedürftiger Senioren zu erarbeiten und zu erproben. Durch intensive, regelmäßige Zusammenarbeit von Pflegekräften, Apotheker/innen und Ärzte-/innen und durch ein innovatives elektronisches Risiko-Managementsystem können unerwünschte Arzneimittelereignisse häufig vermieden werden, bevor sie entstehen.

An wen richtet sich das OAV-Projekt?

Das vom G-BA geförderte Innovationsfondsprojekt richtet sich an ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, an Apotheken und Ärzte.

Die Partner, die dieses Projekt gemeinsam durchführen, sind: IKK Brandenburg und Berlin (IKK BB), AOK Nordost (Konsortialführung), Viactiv, Gero PharmCare, Technische Universität Berlin, Universität Witten/Herdecke, Apothekerkammer Nordrhein.

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Für Patienten: pflegebedürftige Patienten über 65 Jahre sollen vor unerwünschten Arzneimittelereignissen geschützt werden. Dazu bedarf es oft nur kleiner Änderungen, z.B. Reduzierung der Dosis, Art der Darreichungsform eines Medikamentes (z.B. Tropfen oder Tablette) oder Ersetzung durch einen geeigneteren Wirkstoff. Wichtigstes Ziel all dieser Maßnahmen ist der Erhalt und die Steigerung der Lebensqualität der Patienten.

Für die Profis in Pflege, Apotheken und Arztpraxen: Durch die Einführung eines klinisch evaluierten Risikomanagements wird es möglich, die Zahl unerwünschter Arzneimittelereignisse deutlich zu reduzieren. Der Aufwand bei der Versorgung von Folgeschäden wird wesentlich geringer. Gemeinsame Fortbildungen stärken die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pflegefachkraft, Apotheker und Arzt.

Die Ergebnisse des Projekts "Optimierte Arzneimittelversorgung" (OAV) sollen nach Beendigung des Modellvorhabens in die bundesweite Regelversorgung eingehen. Das heißt, alle Pflegebedürftigen über 65 Jahre in Deutschland, die in der gesetzlichen Pflegeversicherung sind, sollen später von den Ergebnissen und Erkenntnissen profitieren.

Ausführliche Informationen erhalten sie auf der offiziellen Webseite des Innovationsprojekts "Optimierte Arzneimittelversorgung" (OAV).