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Medikamente: Das Notwendige übernimmt die IKK 

Wann erhalte ich eine Zuzahlung für Medikamente?

Die IKK bezahlt alle erforderlichen, vom Arzt verordneten Medikamente.

Nur rezeptfreie Arzneien zahlen Sie in der Regel selbst. Gewährt wird die Zuzahlung für rezeptfreie Medikamente

  • für Kinder bis zwölf Jahre und
  • Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis 18 Jahre.

Welche Arzneimittel-Therapie medizinisch notwendig ist, entscheidet Ihr Arzt.

Arzneimittel-Richtlinien dienen Ihrem Schutz

Um eine optimale Behandlung sicherzustellen, entwickeln Ärzte, Krankenkassen und künftig auch Patientenvertreter regelmäßig gemeinsam Vorgaben für die Verordnung der Medikamente, die so genannten Arzneimittel-Richtlinien. Darin ist festgelegt, bei welchen Krankheitsbildern welche Arzneimittel angewendet werden sollen. Manchmal ist es erfolgreicher, anstelle der Medikamente beispielsweise eine Diät oder ein Bewegungsprogramm zu verordnen. An diese Richtlinien muss sich der Arzt halten. Das dient Ihrem Schutz.

Generika: Voll wirksame und günstige Nachahmerprodukte

Seien Sie nicht beunruhigt, wenn Ihnen Ihr Arzt sogenannte Nachahmerprodukte oder Generika verschreibt. Diese Medikamente enthalten den gleichen Wirkstoff wie das jeweilige Originalprodukt. Lediglich Hilfsstoffe, Form und Farbe können sich in diesen Arzneien unterscheiden. Sollten Sie einen der Hilfsstoffe nicht vertragen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Die IKK macht sich dafür stark, dass Sie optimal und wirtschaftlich behandelt werden. Sie setzt sich dafür ein, dass die Ausgaben für Medikamente begrenzt werden, ohne dass dies zulasten der gesundheitlichen Versorgung geht. Diesem Ziel dient beispielsweise der Einsatz von Generika.

Kostenübernahme für rezeptfreie Medikamente nur in Ausnahmefällen

Mit der Gesundheitsreform hat der Gesetzgeber Anfang 2004 bestimmt, dass die gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich die Kosten für rezeptfreie Medikamente – sogenannte OTC-Produkte – nicht mehr übernehmen dürfen. Es sei denn, das OTC-Mittel gehört bei einer schwerwiegenden Krankheit zum Therapiestandard. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Patienten und Krankenkassen hat dazu eine Liste mit Arzneimittel-Wirkstoffen erstellt, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden dürfen. Allerdings ist die Verordnung nur bei bestimmten Krankheitsbildern möglich, z. B.:

  • Acetylsalicylsäure (ASS) nach Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Iodid bei Schilddrüsenerkrankungen

Auch anthroposophische und homöopathische Arzneimittel können gegen die in der Übersicht genannten Erkrankungen verordnet werden, sofern sie als Therapiestandard gelten.

Zuzahlung für Medikamente beträgt 10 Prozent

Für rezeptpflichtige Medikamente gelten gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlungen. Sie betragen für alle verordneten Arznei- und Verbandmittel

  • 10 Prozent des Preises
  • mindestens jedoch 5 und höchstens 10 Euro

Auf keinen Fall zahlen Sie mehr als das Medikament kostet. Überschreiten Sie mit allen Zuzahlungen innerhalb eines Kalenderjahres bestimmte Höchstgrenzen, können Sie sich von den restlichen Zuzahlungen befreien lassen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre muss keine Zuzahlung für Medikamente geleistet werden.