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Augenuntersuchung Amblyopie Screening  

Für Säuglinge sieht unsere Welt zunächst verschwommen aus. Doch die Sehfähigkeit von Kindern entwickelt sich nach der Geburt sehr schnell. Das IKKids-Programm bietet Eltern deshalb die exklusive Möglichkeit, frühzeitig Risikofaktoren in der Entwicklung des kindlichen Sehens zu erkennen.

Mehr Sicherheit durch Amblyopie-Screening

Amblyopie kommt aus dem griechischen, bedeutet so viel wie "stumpfes Auge", und beschreibt Schwachsichtigkeit eines oder beider Augen. Ein Amblyopie-Screening , das beim Kinderarzt durchgeführt wird, deckt gezielt Sehstörungen, Brechwertfehler, Schielen oder weitere Risikofaktoren in der Entwicklung des kindlichen Sehens auf. Die Untersuchung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben und wird daher von den meisten Kassen nicht übernommen. Bei Kindern, die im IKKids-Programm eingeschrieben sind, ist das anders. Sie haben zwischen dem 5. und 13. Lebensmonat sowie zwischen dem 20. und 27. Lebensmonat Anspruch auf diese spezielle Untersuchung.

Eine augenärztliche Untersuchung im Vorschulalter gehört bei den meisten Krankenkassen nicht zu den Standardleistungen. Die IKK BB aber bietet diese Untersuchung für IKKids-Teilnehmer im Rahmen einer Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin kostenlos an. Welcher Augenarzt Ihr Kind untersuchen kann, erfahren Sie bei unserer kostenlosen Hotline: (0800) 8833244.

Augenärztliche Untersuchung im Vorschulalter: Hintergrundinformationen und Leistungen der IKK BB

Bis zu 10 Prozent aller Kinder im Vorschulalter leiden unter Sehstörungen, so die Schätzungen von Fachverbänden. Nicht immer werden diese erkannt. Zum großen Nachteil für betroffene Kinder die oft Schwierigkeiten haben dem Unterricht angemessen zu folgen und unter Kopfschmerzen leiden. Durch eine spezielle augenärztliche Untersuchung im Vorschulalter können Sehstörungen lange vor der Einschulung erkannt und sehfehlerbedingte Schulschwierigkeiten verhindert werden. Außerdem bilden sich Sehstörungen bei Kindern häufig vollständig zurück, wenn diese rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden. Die IKK BB übernimmt daher im Rahmen des IKKids-Programms die Kosten für eine augenärztliche Untersuchung zwischen dem 32. und 42. Lebensmonat.

Welche Sehstörungen können bei Kindern auftreten?

Wie Erwachsene können auch Kinder unter Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmungen leiden. Relativ häufig ist die Amblyopie. Diese meist einseitige Sehschwäche wird vielfach nicht erkannt und kann deshalb auch auf das gesunde Auge übergehen. Häufig treten bei Kindern auch die verschiedenen Formen des Strabismus (Schielen) auf. 

Wie läuft eine augenärztliche Untersuchung bei Kindern ab?

Am Anfang einer gründlichen augenärztlichen Untersuchung werden Sie gebeten, mithilfe eines Fragebogens die Krankheitsgeschichte des Kindes zu schildern. Dabei sind neben Risikofaktoren wie einer Frühgeburt auch Auffälligkeiten an den Augen von Interesse: häufiges Zwinkern, Augenreiben, Unfähigkeit Augenkontakt herzustellen. Auch Sehfehler bei Eltern oder Geschwistern sollten dringend erwähnt werden. Kleinkinder können natürlich nicht wie Erwachsene untersucht werden. Anstelle der üblichen Sehtests mit Zahlen und Buchstaben wenden Augenärzte bei Kindern während der Untersuchung oft spielerische Elemente wie gestreifte Spielkarten an. Andere für Kinder geeignete Untersuchungsmethoden sind unter anderem der Snellen-Haken-Test (Zuordnung der Richtung von Symbolen) und die Retinoskopie (Bestimmung der Brechkraft des Auges). Angst brauchen die Kleinen nicht zu haben, denn augenärztliche Untersuchungen sind für Kinder nicht schmerzhaft.

Wie werden Sehstörungen bei Kindern behandelt?

Viele Sehstörungen können durch das Tragen einer Brille korrigiert werden. Oft reicht es, wenn diese nur für wenige Stunden am Tag aufgesetzt wird. Einseitige Sehschwächen werden meist durch das Abdecken eines Auges mit Augenpflastern behandelt. Bei starkem Schielen nehmen Augenärzte bei Kindern unter Umständen auch einen kleinen operativen Eingriff vor. Sehr häufig bilden sich Sehstörungen bei Kindern vollständig zurück, wenn diese rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

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