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Die Krankenversicherung in der Elternzeit: Das müssen Sie wissen 

Wenn Nachwuchs ansteht, gibt es unzählige Dinge, um die werdende Eltern sich kümmern müssen. Damit zumindest die Frage nach der Krankenversicherung kein großes Kopfzerbrechen bereitet, informiert die IKK Brandenburg und Berlin umfassend zum Thema Krankenversicherung in der Elternzeit.

Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eines Kindes haben Eltern in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis einen Anspruch auf Elternzeit und damit auf unbezahlte Freistellung von ihrem Arbeitsplatz. Die gesetzliche Regelung berücksichtigt in besonderer Weise die Bedürfnisse berufstätiger Eltern und betont die Gleichbehandlung von Müttern und Vätern. Während der Elternzeit erhält ein Elternteil über einen Zeitraum von zwölf Monaten Elterngeld, der Partner kann zusätzlich für zwei Monate Elterngeld beziehen. Alleinerziehende erhalten das Elterngeld 14 Monate lang. Unabhängig vom Bezug der Versorgungsleistung stellt sich für Eltern aber auch die Frage nach der Krankenversicherung während der Elternzeit.

Gesetzliche Krankenversicherung in der Elternzeit ist beitragsfrei

Für Eltern, die vor der Geburt ihres Kindes pflichtversicherte Arbeitnehmer(innen) in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, gilt während der Elternzeit die Versicherungspflicht weiterhin. Sofern die versicherten Personen in dieser Zeit keine anderen Einnahmen beziehen, für die eine Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht, erfolgt die Weiterversicherung beitragsfrei. Elterngeld gilt in diesem Zusammenhang nicht als Einkommen und ändert daher nichts an der Beitragsfreiheit. Auch auf die Höhe von Beiträgen zur Krankenversicherung in der Elternzeit, die aufgrund anderer Einkünfte zu zahlen sind, wirkt sich auf das Elterngeld nicht aus.

Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse, die bereits vor der Geburt eines Kindes als Ehepartner familienversichert sind, sind weiterhin beitragsfrei. Der Bezug von Elterngeld wirkt sich rechtlich nicht auf das Familieneinkommen aus und kann daher auch nicht dazu führen, dass die Jahresentgeltgrenze in der gesetzlichen Sozialversicherung überschritten wird.

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Studenten in der gesetzlichen Krankenversicherung während der Elternzeit

Anders verhält es sich bei versicherungspflichtigen Studenten, falls diese in der Elternzeit ihr Studium nicht durch Exmatrikulation unterbrechen. Da sie immatrikuliert bleiben, ist davon auszugehen, dass sie das Studium weiterführen. Daher besteht während der Elternzeit die Versicherungspflicht weiter.

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Sonderregelungen für die freiwillige Krankenversicherung in der Elternzeit

Weil ihr Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze für die Sozialversicherungspflicht überschreitet, haben viele Arbeitnehmer während ihres Studiums eine freiwillige Krankenversicherung. In der Elternzeit haben sie ebenfalls einen Anspruch auf beitragsfreie Krankenversicherung. Die Voraussetzung dafür ist, dass grundsätzlich ein Anspruch auf eine Familienversicherung bestünde.

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Regelung zur privaten Krankenversicherung in der Elternzeit

Eltern, die vor der Geburt ihres Kindes Mitglieder einer privaten Krankenversicherung sind, behalten diesen Status auch während der Elternzeit. Das bedeutet, dass sie ihre Beiträge zur privaten Krankenversicherung während der Elternzeit weiter entrichten müssen. Auch eine Aufnahme in die beitragsfreie Familienversicherung des Ehegatten ist in diesem Fall nicht möglich. Privat versicherte Arbeitnehmer zahlen außerdem auch den Arbeitgeberanteil zu ihrer Krankenversicherung während der Elternzeit selbst.

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Teilzeitbeschäftigung und Versicherungspflicht während der Elternzeit

Die Beitragsfreiheit in der gesetzlichen Krankenversicherung während der Elternzeit können Elternteile verlieren, wenn sie einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Das trifft in der Regel dann zu, wenn das monatliche Entgelt für diese Tätigkeit höher ist als 400 Euro, sogar wenn es die persönliche Versicherungspflichtgrenze nicht erreicht. In Einzelfällen besteht aber auch unter diesen Umständen die Möglichkeit einer Befreiung von der Versicherungspflicht in der Elternzeit.

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