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IKK fördert die Masernimpfung für Erwachsene 

Bei der Impfung gegen Masern gilt eine Zweifachimpfung bis zum Ende des zweiten Lebensjahres als empfehlenswert. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Masernimpfung für Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr. Diese Behandlungen sind für nach 1970 Geborene kostenfrei, wenn:

  • noch keine Impfung gegen Masern durchgeführt wurde
  • die Person als Kind nur einmal geimpft wurde
  • oder der Impfstatus unklar ist.

Zusätzlich zu diesem Angebot erstattet die IKK die Kosten für eine Impfung gegen Masern bei Erwachsenen, die vor 1970 geboren sind, zurück. Dies gilt, wenn ein Arzt zur Impfung rät.

Eine Empfehlung zur Impfung gegen Masern bei Erwachsenen wird für Personen ausgesprochen, die im Gesundheitsbereich oder in Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind.

Was sollten Sie bei der Impfung gegen Masern beachten?

Im Zuge einer Masernimpfung werden Erwachsene und Kinder mit Lebendviren injiziert. Im Allgemeinen ist der Wirkstoff gut verträglich. Gelegentlich treten Rötungen oder Schwellungen auf. Diese sind eine normale Reaktion des Immunsystems. Auch leichte masernähnliche Hautausschläge, sogenannte Impfmasern, sind kein Grund zur Beunruhigung. Von ihnen geht keine Ansteckungsgefahr aus. Sollten Allgemeinsymptome, wie erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Frösteln oder Mattigkeit, jedoch länger als drei Tage anhalten, so ziehen Sie bitte Ihren Arzt zurate.

Nach einer Masernimpfung können Erwachsene, die in ihrer Kindheit keine Masern hatten, sich nicht nur einer lebenslangen Immunität erfreuen, sondern vermindern zugleich das Infektionsrisiko für andere. Es ist nie zu spät für eine Masernimpfung. Erwachsene und Kinder, die unausreichend geimpft sind, können die Immunisierung jederzeit nachholen.

Wünschen Sie weitere Informationen zum Thema Impfung gegen Masern? Sie erreichen das kostenlose Servicetelefon der IKK BB unter der Nummer 0800 – 88 33 244 jeweils Mo – Fr von 8-19 Uhr.

Masern – bei vielen Erwachsenen eine unterschätzte Krankheit

Masern sind in Deutschland wegen ihrer hohen Ansteckungsgefahr meldepflichtig. Leider kommt es in Europa aufgrund der geringen Impfdichte immer wieder zu Ausbrüchen der Krankheit. Ein Verzicht auf die Masernimpfung für Erwachsene trägt zur Problematik bei. Viele Deutsche unterschätzen die vermeintlich harmlose Kinderkrankheit jedoch. Tatsächlich können Masern bei Erwachsenen und Kindern zu schweren Komplikationen führen.

Folgende Eigenschaften machen Masern selbst bei Erwachsenen zu einer ernst zu nehmenden Krankheit:

  • Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich.
  • Antibiotika sind gegen Viruserkrankungen wie Masern nutzlos.
  • Betroffene können bereits mehrere Tage vor Ausbruch der Krankheit ansteckend sein, ohne es zu wissen.
  • Eine Infizierung ist über mehrere Meter hinweg möglich.
  • Durch die Schwächung des Immunsystems haben zusätzliche Erreger leichtes Spiel.
  • Die Komplikationsrate liegt bei fast 20 Prozent.
  • Masern können gefährliche, selten sogar tödliche, Spätkomplikationen nach sich ziehen.

Die Impfung gegen Masern als Lösung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bemüht sich um eine Welt ohne Masern. Für das Realisieren dieses Ziels reicht die normale Masernimpfung aus. Erwachsene und Kinder erhalten bereits nach zwei Injektionen eine lebenslange Immunität. Dank einer hohen Durchimpfungsrate sind Nord- und Südamerika, Skandinavien sowie einige Länder in Osteuropa und Afrika bereits frei von Masern.