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HPV-Impfung bei Jugendlichen  

Infektionen mit HPV sind bei Frauen und Männern weit verbreitet. Sie zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen, die beide Geschlechter gleichermaßen betreffen. Eine Impfung vor dem 18. Lebensjahr kann der Ansteckung mit dem Virus vorbeugen. Die IKK BB trägt daher die Kosten für die Impfung von Jungen und Mädchen bis zum 18. Geburtstag. Abhängig vom Alter bei der ersten Impfung werden zwei oder drei Impfdosen verabreicht.

Was sind Humane Papillomaviren (HPV)?

Humane Papillomaviren (HPV) sind Viren, die bevorzugt Haut- und Schleimhautzellen befallen und können dazu führen, dass diese Zellen unkontrolliert wachsen. Meistens handelt es sich dabei um gutartige Warzen, doch einige HPV-Arten können auch bösartige Tumore hervorrufen.

Laut Robert Koch-Institut bekommen in Deutschland jedes Jahr etwa 8.000 Menschen aufgrund von HPV Krebs - etwa 6.250 Frauen und rund 1.600 Männer.

Bei Frauen verursacht HPV vor allem Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Heute zur Verfügung stehende Impfstoffe gegen das Humane Papillomavirus (HPV) können das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, erheblich senken. Allerdings ist ein solcher Impfschutz nur für junge Mädchen sinnvoll, bei denen noch kein Infektionsrisiko durch Sexualkontakte gegeben war. 

Bei Männern können länger andauernde HPV-Infektionen insbesondere Krebs im Mund- und Rachenraum und am After oder Penis auslösen.

Kondome können das Ansteckungsrisiko zwar verringern, aber nicht zuverlässig verhindern.

Wann wird eine HPV-Impfung empfohlen?

Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich mindestens einmal im Leben mit den Viren. Meist handelt es sich um symptomlos vorübergehende Infektionen, die nach einem bis zwei Jahren nicht mehr nachweisbar sind. In manchen Fällen verbleiben die Viren aber und können sich über Krebsvorstufen bis zu bösartigen Karzinomen entwickeln. 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts hat daher die Impfung gegen HPV für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Spätestens bis zum 18. Geburtstag sollen versäumte Impfungen gegen HPV nachgeholt werden.

Die Impfung sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden, um eine Ansteckung mit Humanen Papillomviren (HPV) zu verhindern.

Hilft die HPV-Impfung bei Gebärmutterhalskrebs?

Nein! Die HPV-Impfung ist eine rein vorbeugende Maßnahme und senkt das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Ist bereits eine Infektion mit diesen Viren erfolgt, hilft eine Impfung nicht mehr. Auch wenn bereits ein bösartiger Tumor entstanden ist, kann die Impfung nicht zur Besserung oder Genesung beitragen.