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Organspende: Unterstützung und Information von der IKK für bewusste Entscheidungen 

Das Thema Organspende berührt viele Aspekte gesellschaftlichen Lebens und ist immer wieder Gegenstand öffentlicher und politischer Diskussion. Die lebensrettende Bereitschaft zur Organspende ist die Folge anspruchsvoller Überlegungen. Sie rühren auf einer sehr persönlichen Ebene an die Grundhaltung zum Leben und verlangen eine aktive Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod.

  • Nehmen Sie sich Zeit für dieses wichtige Thema und bereiten Sie entscheidende Willenserklärungen zu Testament, Patientenverfügung und Organspende sorgfältig vor.
  • Dokumentieren Sie Ihre Haltung zur Organspende eindeutig in einem Organspendeausweis und entlasten Sie Ihre Angehörigen in einer für sie schwierigen Situation.
  • Nutzen Sie die unterschiedlichen Plattformen, die zum Thema Organspende informieren.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) stellt auf ihrer speziell zum Thema Organspende eingerichteten Webseite www.organspende-info.de umfassende und gut strukturierte Informationen zur Verfügung. Persönliche Rückfragen können Sie über das gebührenfreie Infotelefon Organspende stellen. Es ist unter der Rufnummer 0 800 – 90 40 400, Montag bis Freitag von 9-18 Uhr besetzt.

Versicherte der IKK können das medizinische Beratungstelefon IKKmed, täglich von 7 bis 22 Uhr, unter: 0800 – 45 59 000 nutzen. Treffen Sie Ihre Entscheidung zur Organspende bewusst und dokumentieren Sie Ihren Willen eindeutig in Ihrem Organspendeausweis! Unter der Telefonnummer 0800-88 33 244 können Sie ihn bei Ihrer IKK BB anfordern.

Organspende: Medizin und Ethik für Patientensicherheit

Am 23.12.1954 gelang in den USA die erste erfolgreiche Organverpflanzung. Organspender und -empfänger der Nierentransplantation waren eineiige Zwillinge. Die Spende des genetisch kompatiblen Organs ermöglichte dem Patienten in der Folge ein gesundes Leben. Es ist ein alter Menschheitstraum, kranke oder nicht mehr funktionstüchtige Organe zu ersetzen und damit Leben zu retten. Erst die medizinischen Fortschritte des 20. Jahrhunderts auf den Gebieten der Gefäßchirurgie, Anästhesie und Antisepsis waren die Grundlage für die Entwicklung der modernen Transplantationstechnik. Erkenntnisse über Funktionsmechanismen der menschlichen Immunantwort öffneten den Weg für Transplantationen zwischen genetisch unterschiedlichen Spendern und Empfängern. Ausschlaggebend für die rechtlichen und wissenschaftlichen Verfahren von Organspende und Organverpflanzung war die Festlegung einer bindenden Definition für den Begriff Hirntod. Er ist die entscheidende medizinische Voraussetzung für die Organentnahme bei einem Spender.

Eurotransplant: Stiftung zur Überwachung der Transplantationsvorgaben

In Deutschland wacht die Stiftung Eurotransplant über die Zuteilung von Spenderorganen. Als internationale Serviceorganisation betreut sie auf europäischem Gebiet sieben Mitgliedsstaaten. Damit kann Eurotransplant auf eine breite Aktionsplattform zurückgreifen, um Organspender und Empfänger in einem optimalen Arbeitszyklus zusammenzuführen. Die Verteilung von Organen unterliegt strengen ethischen und medizinischen Vorgaben. Lebenswichtige Organe, wie Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse oder Dünndarm können nur nach dem Hirntod eines Spenders entnommen werden. Die Voraussetzungen für eine Organspende sind für diesen Fall streng festgelegt.

  • Zwei Experten müssen unabhängig voneinander den Hirntod feststellen und den vollständigen und irreversiblen Ausfall von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm protokollieren.
  • Eine ausdrückliche gültige Zustimmung zur Organentnahme muss vorliegen. Sie wird entweder durch den Spender selbst im Organspendeausweis dokumentiert oder muss von berechtigten Verwandten erteilt werden. Dabei steht der persönliche Wille der Angehörigen hinter der mutmaßlichen Haltung des Organspenders zurück.

Weitere Informationen finden Sie auch in unserer Broschüre (pdf) zum Download.