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Zahnärzte mit Mundschutz beugen sich über einen Patienten
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Zahnuntersuchungen: weitaus weniger unangenehm als ihr Ruf 

Für die meisten Menschen gehört ein Zahnarztbesuch zu den unangenehmen Notwendigkeiten des Lebens. Und doch ist der regelmäßige Weg in die Zahnarztpraxis die beste Möglichkeit, den Eingriffen des Arztes den Schrecken zu nehmen. Verlässlich in festen zeitlichen Intervallen eingehaltene Vorsorgetermine tragen dazu bei, Zahnerkrankungen rechtzeitig vorzubeugen. Regelmäßige Zahnuntersuchungen verhindern die Entstehung tiefgreifender Schäden an Zähnen und Zahnhalteapparat, die meist unangenehme Behandlungen erst notwendig machen.

Zahnuntersuchungen zur Früherkennung im Kindesalter

Bereits ab einem Alter von zweieinhalb Jahren bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind für Kleinkinder drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen. Im Rahmen der Vorsorgetermine macht sich der Zahnarzt ein Bild vom Zustand des Milchgebisses und plant gemeinsam mit den Eltern Maßnahmen, um das Risiko von Zahnerkrankungen einzudämmen. Die Vorsorge umfasst

  • die genaue Untersuchung der Mundhöhle,
  • die Prüfung, inwieweit die Zähne kariesgefährdet sind,
  • die Entscheidung über Maßnahmen zur Härtung des Zahnschmelzes und zur Regulierung der Keimbesiedlung im Mundraum
  • Empfehlungen für die richtige Mundhygiene und eine zahngesunde Ernährung.

Zwischen dem sechsten und 17. Lebensjahr gehören halbjährliche Zahnuntersuchungen zum Vorsorgeprogramm für Kinder und Jugendliche. Im Mittelpunkt stehen:

  • die Gesundheit von Zahnfleisch und Zähnen,
  • die Fluoridbehandlung zur Härtung kariesgefährdeter Zähne,
  • das vorsorgliche Versiegeln der Kauflächen von bleibenden Backenzähnen,
  • die Klärung von Ernährungsfragen zum Schutz der Zähne.

Ab dem Alter von 18 Jahren schließen sich die regulären Vorsorgeuntersuchungen für Erwachsene an.

Zahnuntersuchungen zur Früherkennung im Erwachsenenalter

Im Erwachsenenalter sollten vorsorgliche Zahnuntersuchungen mindestens einmal jährlich, idealerweise einmal pro Halbjahr stattfinden. Im Rahmen der Früherkennungsmaßnahmen macht sich der Zahnarzt ein Bild von der Gesundheit des Mundraums, der Zähne, des Zahnhalteapparats und des Kiefers. Der Zahnarzt

  • untersucht das Gebiss systematisch, prüft die Gesundheit jedes einzelnen Zahns, stellt fest, ob Zähne fehlen – und dokumentiert den Befund in einem Zahnschema,
  • achtet auf Beschädigungen der Zahnsubstanz und trägt gegebenenfalls Zahnstein ab,
  • überprüft die Mundschleimhaut und die Zunge auf mögliche Veränderungen,
  • prüft, ob sich Erkrankungen des Zahnhalteapparats abzeichnen und hält den Status möglicher Schädigungen fest,
  • führt eine tastende Untersuchung der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur durch.

Über die grundlegenden Zahnuntersuchungen hinaus kann der Arzt ein Röntgenbild des Kiefers aufnehmen, um tiefe Zahnstrukturen zu untersuchen. Möglich sind außerdem ein Färbetest zur Aufdeckung von Plaque und ein Speicheltest, um Bakterien nachzuweisen, die an der Entstehung von Karies beteiligt sein könnten.

Alle zwei Jahre erfolgt die Festlegung des Parodontalen Screening Index: Der Zahnarzt misst dafür die Tiefe der Zahnfleischtaschen, die am Übergang zu den Zähnen liegen.

Das Bonusheft

Ein Bonusheft dient dazu, den regelmäßigen Zahnarztbesuch und die durchgeführten Zahnuntersuchungen zu dokumentieren. Der Nachweis der Vorsorge und der ausreichenden Mundhygiene berechtigt zu einem höheren Krankenkassenzuschuss, wenn Zahnersatzbehandlungen notwendig werden.