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Volkskrankheit Parodontose: erst mit Plaque, dann mit Irrtümern behaftet 

Die Parodontose gehört zu den häufigsten Zahnerkrankungen und ist eine von jenen, deren Ursachen in mangelnder Zahnhygiene und -pflege liegen. Mediziner nutzen heute ausschließlich den fachlich korrekten Begriff der Parodontitis. In der noch immer verbreiteten Auffassung des Laien wird Parodontose mit einem Rückgang des Zahnfleischs gleichgesetzt, der im Endstadium zum Ausfallen der Zähne führt. Eine Parodontose bzw. Parodontitis liegt allerdings korrekterweise erst dann vor, wenn eine Entzündung bereits die Knochensubstanz eines Zahns oder des Kiefers angegriffen hat. Und eine Parodontitis ist auch alles andere als eine rein alters- oder genetisch bedingte Verkümmerung des Zahnbeins oder des Zahnhalteapparats. Die Ursachen dafür, dass Zähne sich lockern und im Endstadium ausfallen, sind immer auf eine Entzündungsreaktion des Körpers zurückzuführen. Mit hartnäckiger Plaque, also dem Zahnbelag als Nistplatz für Bakterien, beginnt in dem meisten Fällen eine Parodontitis.

Erste Symptome im Frühstadium der Parodontitis

Entzündungen sind stets eine Antwort des Immunsystems auf Fremdkörper, gegen die sich der Körper zur Wehr setzt. Bakterien, die nicht zum körpereigenen, also zur natürlichen bakteriellen Flora gehören, lösen solche Abwehrreaktionen des Immunsystems aus. Eitrige Sekrete sind genaugenommen ein Schutzfilm, damit Zellgewebe nicht zerstört wird. Bei der Parodontitis verläuft die Entzündung allerdings nicht so vordergründig und offensichtlich, wie es eigentlich „wünschenswert“ wäre. Schmerzhafte Beschwerden bleiben oft aus. Daher sehen sich viele Betroffene nicht veranlasst, einen Zahnarzt aufzusuchen.
Bei Parodontitis hat sich der „Rückgang des Zahnfleischs“ als Bild eingeprägt. Aber das ist bereits Ergebnis eines schleichenden Prozesses über Jahre hinweg. Bevor dieses Krankheitsbild entsteht, haben längst schon andere Symptome im Frühstadium auf eine mögliche Parodontitis hingedeutet: Zahnfleischbluten, Zahnfleischschwellungen, anhaltender Mundgeruch oder ein selbst gefühlter ungewohnter Geschmack im Mund.

Behandlung der Parodontitis so früh wie möglich

Die Behandlung einer Parodontitis sollte bereits beginnen, wenn die Erkrankung noch gar nicht Parodontitis, sondern „Gingivitis“ (Zahnfleischentzündung) heißt. Sobald sich unangenehme Schwellungen des Zahnfleischs zeigen oder das Zahnfleisch häufiger blutet, sollte der Zahnarzt aufgesucht werden. Die professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt ist die erste wirkungsvolle Maßnahme, den weiteren Verlauf einer Parodontitis zu stoppen.
Zur Behandlung der Parodontose gehört dann in der Regel eine eingehende zahnärztliche Beratung zur richtigen Zahnpflege. Jedes Kind lernt, wie es sich durch sorgfältiges Zähneputzen gegen Zahnbelag schützt und auch Erwachsene lernen immer noch dazu: Sanftes Zähneputzen, das den Zahnschmelz schont und das Zahnfleisch nicht verletzt, gehört heute zur ersten Grundbedingung einer wirkungsvollen Mundhygiene.

Behandlung der Parodontose im späten Stadium

Wenn die Parodontitis so weit fortgeschritten ist, dass sich Zähne bereits merklich gelockert haben, helfen meistens nur noch aufwendige chirurgische Methoden. Bisher hat sich noch kein Verfahren bewährt, das für alle betroffenen Patienten einheitlich zuverlässige Therapieerfolge hervorbringt. Locker sitzende Zähne durch Zugabe von Knochenersatzmaterialien nachträglich wieder zu verfestigen, stellt dann bereits eine kostspielige Reparatur dar. Auch andere Methoden, die durch Einbringung von Proteinen den Wiederaufbau eigener Knochensubstanz stärken, erweisen sich bei vielen Patienten als buchstäblich haltlos.
Sinnvoller ist es daher, bei den ersten Anzeichen von Zahnfleischproblemen den Zahnarzt aufzusuchen. Wenn tatsächlich eine Entzündung diagnostiziert wird, werden häufig auch Antibiotika als erste Kur gegen die bakteriellen Erreger einer Entzündung verordnet.