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Gesunder Schlaf: Ihr Schlüssel für hohe Lebensqualität 

Gesunder Schlaf ist wichtig für unsere Lebensqualität. Aber nicht alle Menschen schlafen ausreichend oder gut. Am nächsten Tag sind sie zu müde, um im Beruf ihre Leistungen zu erbringen und den Alltag zu meistern.

In Deutschland leiden 20 Millionen Menschen unter Schlafstörungen. Entweder können sie nicht ein- oder nicht durchschlafen. Dabei sind Frauen und Ältere häufiger betroffen als Männer und Jüngere.

Warum ist gesunder Schlaf so wichtig?

Nach ausreichendem Schaf sind wir fit und leistungsfähig. Beim Schlafen durchlaufen wir die Schlafphasen Tiefschlaf, leichter Schlaf und Traumschlaf. Während des Schlafs verlangsamen sich Atemrhythmus, Blutdruck und Herzschlag. Nach dem Einschlafen wird der Schlaf immer tiefer. Etwa drei Stunden vor dem Morgen gehen wir in einen leichten Schlaf über.

Ein gesunder Schlaf ermöglicht unserem Geist, Tageserlebnisse richtig zu verarbeiten, und dem Körper, sich zu regenerieren. Unsere Haut erneuert sich, unsere Muskeln und Organe erholen sich und Giftstoffe werden abtransportiert.

Wie lange ein gesunder Schlaf dauern soll, ist individuell und hängt vom Alter ab. Unser Schlafbedarf sinkt im Laufe des Lebens. Neugeborene brauchen durchschnittlich 20 Stunden Schlaf, Teenager 9 bis 10 Stunden, Erwachsene 6 bis 8 Stunden und Ältere 5 bis 6 Stunden.

Schlafstörungen können verursacht werden durch:

  • Ungesunde Schlafhygiene
  • Stress, Sorgen und Belastungen
  • Falsche Matratzen und Kissen
  • Krankheiten
  • Wechseljahre

Menschen, die nicht gesund schlafen, leiden unter Reizbarkeit und Unausgeglichenheit. Sie leisten weniger im Beruf und werden seltener befördert. So bleiben sie eher in den unteren Gehaltsgruppen, wie Studien belegen.

Schlaflose neigen zu Übergewicht, da ein ungesunder Schlaf das Sättigungshormon Leptin blockiert. So haben Betroffene mehr Hunger und gleichen ihren Schlafmangel mit Essen aus.

Wer nicht gut schläft, ist häufiger krank. Schlaflose Berufstätige waren laut einer französischen Studie pro Jahr etwa 5,8 Tagen krank, Ausgeschlafene dagegen nur 2,4 Tage.

Gesunder Schlaf: Was tun, ohne schwere Medikamente zu nehmen?

Erhöhen Sie Ihre Schlafqualität, indem Sie zunächst mit folgenden Maßnahmen Ihre Schlafhygiene verbessern:

  • Schauen Sie nicht im Bett fern, da es den Geist anregt.
  • Belüften und dunkeln Sie Ihr Schlafzimmer ausreichend ab. Die Raumtemperatur sollte zwischen 15 und 19 °C liegen.
  • Tauschen Sie durchgelegene Matratzen und alte Kissen aus, um Nacken- und Rückenschmerzen vorzubeugen.
  • Halten Sie die Ihrem Chronotyp entsprechenden Schlafens- und Aufstehzeiten ein. Frühaufsteher liegen um 20:30 Uhr im Bett und stehen zwischen 5 und 6 Uhr auf. Langschläfer gehen ab 22 Uhr ins Bett und stehen frühestens um 7:30 Uhr auf.

Verzichten Sie vor dem Zubettgehen auf

  • Arbeiten und Sport
  • Aufputschendes wie Cola, Kaffee, Nikotin und schwarzen Tee
  • Alkohol im Übermaß
  • Üppiges Abendessen zu später Stunde

Gönnen Sie sich vor der Nachtruhe ein Glas warme Milch, um das Schlafhormon Melatonin aufzubauen. Oder machen Sie noch einen Abendspaziergang.

Darüber fördern rezeptfreie pflanzliche Mittel wie Baldrian und Hopfen das Einschlafen.

Gesunder Schlaf: Wann doch zum Arzt?

Wer dauerhaft über mehrere Wochen nicht gut ein- oder durchschlafen kann, sollte den Besuch beim Arzt in Erwägung ziehen.

Folgende Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten kommen in Betracht:

  • Ihr Hormonstatus bei Wechseljahrbeschwerden
  • Untersuchung auf das Restless-Legs-Syndrom
  • Analyse Ihres Schlafverhaltens im Schlaflabor

In der Regel verordnet der behandelnde Arzt Medikamente. Entweder sind es Benzodiazepine, die das schnelle Einschlafen erzwingen, oder Antihistaminika gegen Allergien wie Heuschnupfen.

Wichtig: Nehmen Sie diese Arzneien nur über kurze Zeit, da die Gefahr einer Abhängigkeit besteht.