Sie sind hier: > Startseite > Gesundheit > Pflegebedürftigkeit > Pflegebedürftige Kinder
Mann schiebt ein geistig behindertes Kind im Rollstuhl
Kostenloses Servicetelefon
0800 - 88 33 244
Mo - Fr 8-19 Uhr


DE-Mail schicken

Wie die Pflegestufe bei behinderten Kindern festgelegt wird 

Als Eltern eines behinderten und darum pflegebedürftigen Kindes haben Sie Anspruch auf Pflegegeld von der Pflegekasse. Damit unterstützt das deutsche Gesundheitswesen den erhöhten Aufwand, der bei der Pflege von behinderten Kindern und Säuglingen im Vergleich zu normalgesunden Kindern anfällt. Säuglinge, Kleinkinder und Kinder bedürfen je nach Altersstufe grundsätzlich einer besonderen Fürsorge und Pflege. Deshalb hat die Pflegekasse als Leistungsträger die verschiedenen Pflegestufen anders gestaltet als bei Erwachsenen. Es wird immer ein grundsätzlicher Zeitaufwand für alle Aktivitäten wie Körperpflege, Essenzubereitung und Nahrungsaufnahme, Aufstehen, Anziehen und Bewegung festgelegt. Der zusätzliche zeitliche Mehraufwand, der bei der Versorgung von behinderten Kindern nötig ist, ist maßgebend für die Bestimmung der Pflegestufe 1, 2 oder 3.

Wer legt den Mehraufwand für die Pflege behinderter Kinder fest?

Wenn Sie einen Antrag auf Pflegegeld stellen, lässt die Pflegekasse ein Gutachten erstellen. Dieses erfolgt über den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). Sie dürfen dieses Gutachten selbstverständlich einsehen. In Rücksprache mit dem betreuenden Kinderarzt können Sie die dort festgelegten Zeitangaben für den Pflegeaufwand überprüfen. Von dem Zeitaufwand für die jeweiligen Pflegetätigkeiten werden die genau festgelegten „natürlichen“ Betreuungszeiten abgezogen. Ein Beispiel: Sie führen ein Pflegetagebuch und haben festgestellt, dass Sie täglich rund 540 Minuten Zeit für die Grundversorgung aufwänden. 150 Minuten sind als natürlicher Grundbedarf für 3 – 6-jährige Kinder festgelegt. Es verbleiben also 390 Minuten Mehraufwand. Für die Altersgruppe der 3-Jährigen entspricht das der Pflegestufe 2. Es steht Ihnen daher ein monatliches Entgelt zu. Es ist dabei unerheblich, ob Sie selbst, andere Familienmitglieder oder von Ihnen beauftragte Pflegedienste die Betreuung vornehmen.