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Pflegebedürftige Angehörige: was tun? 

Ein Pflegefall in der Familie wirkt in vielfacher Hinsicht belastend und konfrontiert nahe Angehörige mit neuen und ungewohnten Situationen. Umso größere Bedeutung kommt der rechtzeitigen Vorbereitung der notwendigen organisatorischen Schritte zu. In den meisten Fällen tritt Pflegebedürftigkeit nicht von einem Tag auf den anderen ein – und es bleibt Zeit, die erforderlichen Vorbereitungen zu treffen.

Formalitäten für pflegebedürftige Angehörige regeln

Zeichnet sich deutlich ab, dass Familienangehörige in absehbarer Zeit die Anforderungen des Alltags alleine nicht mehr bewältigen können, haben Sie die Möglichkeit, alle Aufgaben rund um die Organisation der Pflege für die Ihnen nahestehende Person zu übernehmen. Lassen Sie sich hierzu vom Pflegebedürftigen eine Vollmacht geben, die Sie berechtigt, alle notwendigen Formalitäten in seinem Namen zu erledigen.

Leistungen der Pflegeversicherung beantragen

Den Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung nimmt die zur Krankenkasse des Betroffenen gehörende Pflegekasse entgegen. Das Antragsverfahren sieht den Besuch eines Mitarbeiters des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) im häuslichen Umfeld des Pflegebedürftigen vor. Er macht sich ein Bild vom Gesundheitszustand und den Einschränkungen des Betroffenen. Das Ergebnis seiner Begutachtung entscheidet über die Zuordnung zu einer Pflegestufe und damit über Höhe und Art der Leistungen, die dem Versicherten zustehen. Sie können den Gutachter aktiv unterstützen, indem Sie vor seinem Besuch mindestens eine Woche lang ein Pflegetagebuch führen. Darin dokumentieren Sie alle Unterstützungstätigkeiten, die im Alltag anfallen.

Bei der Begutachtung anwesend sein

Lassen Sie pflegebedürftige Angehörige beim Begutachtungstermin nicht allein. Nehmen Sie sich Zeit für das Gespräch mit dem Gutachter und versuchen Sie Fragen so genau wie möglich zu beantworten, damit er einen umfassenden und korrekten Eindruck von der Situation bekommt.

Rahmenbedingungen der Pflege klären

Stellen Sie Überlegungen an, wie sich der Pflegealltag in Ihrer Familie meistern lässt. Prüfen Sie, ob die Pflege im vertrauten Umfeld der eigenen Wohnung möglich oder die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung notwendig ist. Wenn Sie sich für eine Pflege zu Hause entscheiden, ist im nächsten Schritt zu klären, ob Sie die Aufgaben selbst übernehmen können oder ob Sie die Unterstützung durch einen Pflegedienst in Anspruch nehmen wollen. Wenn die stationäre Pflege die bessere Lösung ist, sollten Sie die geeignete Pflegeeinrichtung sorgfältig auswählen und selbst in Augenschein nehmen, bevor pflegebedürftige Angehörige einziehen. Die IKK BB unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mit einem Pflegeplaner und hilft sowohl bei der Auswahl eines wohnortnahen Pflegedienstes als auch bei der Entscheidung für das richtige Pflegeheim.