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Palliativversorgung zu Hause – würdevoll begleitet bis zum Tod 

Sterben ist keine Krankheit. Der letzte Lebensabschnitt eines Menschen ist jedoch ein Prozess, der oft von Krankheit begleitet wird. In der abschließenden Lebensphase verändern sich die Bedürfnisse eines Menschen sehr. Gefühle, die jahrelang unterdrückt oder als abgeschlossen angesehen wurden, treten in den Vordergrund. Menschen, mit denen kein Kontakt mehr bestand, werden wieder wichtig. Die Perspektiven des Sterbenden und seiner Angehörigen verändern sich oft drastisch. Die Palliativpflege zu Hause berücksichtigt das und begleitet den Sterbenden und seine Angehörigen durch diese schwere Zeit.

Palliativversorgung zu Hause erleben

Die Palliativpflege ist nicht nur in Hospizen möglich, auch im eigenen Heim können sich Sterbende und Ihre Angehörigen professionell begleiten und unterstützen lassen. Bei der Palliativversorgung zu Hause arbeitet ein Team aus speziell ausgebildeten Medizinern, Pflegekräften, Sozialarbeitern, Psychologen, Seelsorgern und ehrenamtlichen Helfern Hand in Hand. Die Palliativbetreuung vertritt einen ganzheitlichen Ansatz, der die Bedürfnisse und Wünsche des Betroffenen und seiner Familie in den Mittelpunkt der Arbeit stellt.

Was umfasst die Palliativversorgung zu Hause?

Die Palliativpflege zu Hause versucht nicht das Leben des Patienten zu verlängern. Die Begleitung des Sterbenden und seiner Angehörigen verfolgt das Ziel, die verbleibende Zeit so angenehm und schön wie möglich zu gestalten und den letzten Lebensabschnitt selbstbestimmt und in Würde zu verbringen. Der ganzheitliche Ansatz der Palliativbetreuung umfasst unter anderem:

  • Die optimale pflegerische Versorgung
  • Eine effektive Schmerzbehandlung ohne Rücksichtnahme auf mögliche Spätfolgen
  • Den ehrlichen offenen Umgang mit dem Verlauf der Krankheit und dem unweigerlichen Ende, ohne dem Sterbenden und seinen Angehörigen die Hoffnung zu nehmen
  • Auf Wunsch des Patienten die Versorgung mit eiweißreicher und hochkalorischer Spezialnahrung
  • Erleichternde und entspannende Anwendungen wie Aromatherapie, Massagen und Entspannungsübungen
  • Das Schaffen schöner Erinnerungen und Momente, die dem Sterbenden Kraft geben und seinen Angehörigen in Erinnerung bleiben
  • Begleitung durch Gespräche, Vorlesen, Musik oder das Genießen von (längst vergessenen) Hobbys
  • Unterstützung des Sterbenden und seiner Angehörigen in depressiven und hoffnungslosen Phasen und bei Ängsten und Unsicherheiten
  • Das Ermöglichen der Erfüllung letzter Wünsche
  • Hilfe bei der Akzeptanz des Todes und des bevorstehenden Verlustes
  • Begleitung der Angehörigen bei der Trauerbewältigung
  • Trost und Zuspruch

Die Palliativpflege zu Hause und ebenso die Palliativbetreuung im Hospiz geben den Angehörigen die Sicherheit, dass sie in den letzten Wochen und Monaten alles für den Sterbenden getan und seinen letzten Lebensweg so weit wie möglich einfach und schmerzfrei gestaltet haben.