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Frau benutzt Handcreme

Empfindliche Haut: Daran erkennt man den sensiblen Hauttyp 

Die Bestimmung des eigenen Hauttyps ist die Voraussetzung für eine optimale Hautpflege. Doch gerade empfindliche Haut tarnt sich gerne hinter trockener oder unreiner Haut. Das liegt daran, dass sensible Haut sofort auf eine falsche Pflege reagiert. Spannungsgefühle, Rötungen oder schuppige Haut sind ebenso typische Hautreaktionen wie Pickelchen, Jucken und Brennen. Grundlegend erkennt man empfindliche Haut daran, dass sie besonders stark auf äußere Einflüsse wie Sonne und Kälte oder falsche Pflegeprodukte reagiert. Ebenso zeigen sich innere Faktoren wie zum Beispiel Stress, Schlafmangel oder hormonelle Veränderungen schnell in Hautirritationen.

Zusammengefasst gelten folgende Merkmale für sensible Haut:

  • ist eher trocken
  • neigt zu Rötungen, vor allem bei Hitze, Kälte und nach scharfem Essen
  • reagiert auf das Auftragen von Cremes häufig mit Brennen
  • fühlt sich eher glatt mit vereinzelten rauen Stellen an
  • tendiert zu einem langanhaltenden Spannungsgefühl nach der Reinigung
  • hat eher selten Pickel, dann häufig als Reaktion auf Pflegeprodukte

Empfindliche Haut schonend reinigen

Sensible Haut kann selbst durch pures Wasser gereizt werden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn das Wasser sehr kalkhaltig ist. Besser sind Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse von empfindlicher Haut abgestimmt sind. Dazu zählen zum Beispiel Reinigungslotionen, die nach dem Auftragen mit einem Wattepad sanft wieder abgenommen werden. Für die Reinigung mit Wasser empfehlen sich milde Reinigungsprodukte, zum Beispiel mit Kokostensiden. Auch Reinigungsschaum ohne Emulgatoren ist für empfindliche Haut geeignet. Achten Sie in jedem Fall auf pH-neutrale Produkte ohne Alkohol.

Empfindliche Haut: Diese Pflege ist die richtige

Um empfindliche Haut zu pflegen, verwenden Sie Cremes mit wenigen Inhaltsstoffen und vermeiden Sie mögliche Allergieauslöser wie Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe. Auch sogenannte PEG-Emulgatoren können sensible Haut leicht reizen. Das Gleiche gilt für zahlreiche Anti-Aging-Cremes mit Vitamin C, Vitamin A (Retinol) und Fruchtsäuren. Generell gilt für empfindliche Haut die Devise: weniger ist mehr. Dabei wirken Heilpflanzen wie Melisse oder Ringelblume (Calendula) beruhigend auf die leicht gestresste Haut. Auch Bisabolol, Allantonin und Thermalwasser entspannen die reizbare Haut. Verzichten Sie hingegen auf Peelings. Besser ist die gelegentliche Anwendung von feuchtigkeitsspendenden Gesichtsmasken.

Da empfindliche Haut in der Regel zu Trockenheit neigt, sind außerdem feuchtigkeitsbindende Inhaltsstoffe wie Urea sinnvoll. Wer sich bei der Produktvielfalt in den Kosmetikregalen unsicher ist, sollte die Auswahl zunächst auf hypoallergene und Baby-Pflegeprodukte eingrenzen. Diese Hautpflegemittel sind stets auf besonders empfindliche und eher trockene Haut ausgelegt. Alle verwendeten Produkte sollten außerdem dermatologisch getestet sein. Berücksichtigen Sie, dass empfindliche Haut keine häufigen Wechsel von Pflegeprodukten leiden kann. Probieren Sie frühestens nach sechs Wochen ein neues Produkt aus. Und wenn Sie es gut vertragen, bleiben Sie dabei.

Empfindliche Haut? Das können Sie außerdem tun

Weil sensible Haut auf jeden noch so kleinen Stress mit Irritationen reagieren kann, achten Sie darauf Stress zu vermeiden. Ebenso hilft eine ausgewogene Ernährung dabei, die Haut dauerhaft zu besänftigen. Besonders wichtig ist:

  • ausreichend trinken
  • wenig Kaffee oder schwarzen Tee
  • würzige und scharfe Speisen meiden
  • nicht rauchen

Meiden Sie außerdem zu viel Sonne und seien Sie im Gebrauch von Make-up sparsam.