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Schonende Nagelpflege – das A und O für gesunde Nägel 

Finger- und Fußnägel erfüllen meist unterschätzte, wichtige Funktionen: Sie bieten Schutz vor Verletzungen der Finger und Zehen und unterstützen das Greifen und Tasten. Bedingt durch starke Beanspruchung – beispielsweise durch Reinigungschemikalien oder äußere mechanische Einwirkungen – können Nägel an Fett- und Kittsubstanzen einbüßen. Infolgedessen kommt es zu Nagelbrüchen, Rissen oder Splitterungen. Für viele Menschen ist das ein ästhetisches Problem. Gravierender ist das damit einhergehende gesundheitliche Risiko, denn beschädigte Nägel sind anfälliger für Krankheitserreger. Mit gezielter und behutsam vorgenommener Nagelpflege beugen Sie vor, Ihre Nägel bleiben gesund und widerstandsfähig.

Das Nagelkürzen – Basisprogramm von Maniküre und Pediküre

Fingernägel wachsen durchschnittlich etwa einen Millimeter in der Woche, Zehennägel weniger. Über Finger- und Zehenkuppen hinausragende Nägel sind leicht verletzbar durch Stöße oder Druck und müssen regelmäßig gekürzt werden. Bei sehr langen oder harten Nägeln können Sie auf Nagelknipser oder -scheren zurückgreifen. Die Feinarbeiten gehen Sie mit einer Nagelfeile vor. Sie ist das schonendere Instrument und damit grundsätzlich empfehlenswerter.

Verwenden Sie zum Nagelkürzen eine gröbere Feile. Eine feine Feile bringt die Nägel anschließend in Form. Feilen Sie mit leichtem Druck in eine Richtung von außen zur Nagelmitte. Mit Glasfeilen können Sie in beide Richtungen feilen.

Tipp: Mineralfeilen versiegeln Mikrorisse und stabilisieren die Nagelspitze.

Vorsicht im Umgang mit der Nagelhaut!

Das Nagelhäutchen an Finger- und Zehennägeln erfordert besondere Achtsamkeit bei der Nagelpflege. Wird es eingeschnitten oder eingerissen, können Bakterien, Viren oder Pilze eindringen und Infektionen auslösen. Schneiden Sie die Nagelhaut nicht ab, sondern schieben Sie sie mit einem Holz- oder Wattestäbchen sanft zurück. Schonender ist es, das Häutchen vorher mit einem flüssigen Nagelhautentferner einige Minuten lang aufzuweichen.

Geeignete Produkte zur Reinigung und Pflege der Nägel

  • Zur Nagelreinigung eignen sich milde Seifen. Hartnäckigere Verschmutzungen entfernen Sie mit einer weichen Nagelbürste, den angesammelten Schmutz unter dem Nagelrand mit einem Plastik- oder Holzstäbchen.
  • Kosmetischer Nagellack sollte vor der Maniküre bzw. Pediküre abgetragen werden. Achten Sie hierbei auf acetonfreien Lackentferner, denn Aceton kann den Nagel stark austrocknen.
  • Keratinhaltige Nagellacke, sogenannte Nagelhärter, stabilisieren und härten brüchige Nägel.
  • Ein Handbad in Mandel- oder Jojobaöl, alternativ das Einmassieren mit Nagelöl, pflegt trockene, spröde Nägel.
  • Hand- und Nagelcremes schützen vor Austrocknung, kräftigen die Nägel, halten sie geschmeidig und widerstandsfähig. Besonders wirksam sind Feuchtigkeit spendende Inhaltsstoffe wie Urea oder Glycerin.
  • Bei stark beeinträchtigten Nägeln helfen spezielle Nagelkuren. Mit Mineralien wie Kieselsäure (Silicium) und Schwefel sind sie auf die Keratinsubstanz des Nagels abgestimmt, stärken seine Struktur und unterstützen den Nagelaufbau.

Nachhaltige Nagelpflege beginnt vor der Kosmetik

Die Nagelpflege beschränkt sich nicht auf kosmetische Maßnahmen. Sie beginnt bei der Ernährung und einer gesunden Lebensweise. Wer ungesunden Nägeln vorbeugen möchte, verzichtet auf Alkohol und Nikotin und vermeidet Stress, der sich im Dauerzustand negativ auf das körperliche Wohlbefinden auswirkt.

Greifen Sie zum Wohle Ihrer Nägel zu biotinhaltigen Nahrungsmitteln. Biotin (Vitamin B7/Vitamin H) steckt zum Beispiel in Nüssen, Sojabohnen, Vollkornbrot, Blumenkohl, Himbeeren, Leber, Eiern und Hefe. Es unterstützt einen gesunden Fett- und Eiweißstoffwechsel und pflegt Ihre Nägel von innen. Für den Nagelschutz von außen tragen Sie während der Arbeit mit Reinigungsmitteln und Chemikalien Haushaltshandschuhe.