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Die sechs Hauttypen: Wie sonnenempfindlich sind Sie? 

Während manche Menschen gefahrlos in der prallen Sonne liegen können, kämpfen andere mit Sonnenbrand. Ob Sie braun oder eher rot werden, ist abhängig von der Sonnenempfindlichkeit Ihrer Haut. Dermatologen unterscheiden sechs Hauttypen. Die Skala ermöglicht es, Patienten gezielt Ratschläge in Sachen Sonnenschutz und Hautpflege im Sommer zu erteilen.

Zu welchem Hauttyp gehören Sie?

Die endgültige Bestimmung des Hauttyps kann nur ein Dermatologe durch die Messung des Melanin-Werts vornehmen. Bestimmte Anhaltspunkte wie Haut- und Haarfarbe dienen Ihnen aber als Hinweise, um sich einem der Hauttypen zuzuordnen:

  • Hauttyp I reagiert hochempfindlich auf Sonneneinstrahlung und wird nicht braun. Die Eigenschutzzeit beträgt circa 15 Minuten. Blonde bis rötliche Haare und blaue, grüne oder hellgraue Augen charakterisieren diesen Typ. Meist ist die Haut von Sommersprossen übersät.
  • Hauttyp II wird nur selten braun und leidet schnell unter Sonnenbrand. Die Eigenschutzzeit beträgt circa 20 Minuten. Helle, häufig sommersprossige Haut, blaue, graue, braune oder grüne Augen und blonde oder hellbraune Haare sind kennzeichnend für diesen Typ.
  • Hauttyp III hat selten Sommersprossen und zeichnet sich im Sommer durch leichte Bräune aus. Die Eigenschutzzeit beträgt circa 30 Minuten. Die Haare sind mittelblond bis braun. Haupttyp III hat braune oder graue Augen.
  • Hauttyp IV wird im Sommer schnell braun. Die Eigenschutzzeit beträgt circa 40 Minuten. Er hat hellbraune bis olivfarbene Haut und dunkelbraunes Haar. Die Augen sind braun bis dunkelbraun.
  • Hauttyp V hat dunkelbraune Haut. Die Eigenschutzzeit beträgt circa 60 Minuten. Dunkelbraune bis schwarze Haare sind charakteristisch für diesen Typ.
  • Hauttyp VI zeichnet sich durch dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkelbraune Augen und schwarze Haare aus. Die Eigenschutzzeit beträgt circa 80 Minuten.

Die Formel gegen Sonnenbrand

Zu welchem der Hauttypen Sie gehören, hängt von der Eigenschutzzeit Ihrer Haut ab. Als Eigenschutzzeit bezeichnet man die Zeitspanne, während welcher die Haut gefahrlos ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein kann. Wenn Sie Ihren Hauttyp kennen, können Sie mit einer einfachen Formel den optimalen Lichtschutzfaktor Ihrer Sonnencreme bestimmen:

Eigenschutzzeit × Lichtschutzfaktor = Maximale Zeit in der Sonne ohne Sonnenbrand (in Minuten)

Die Eigenschutzzeit wird bei einer Sonneneinstrahlung mit UV-Faktor 8 gemessen. Das entspricht dem UV-Faktor der Mittagssonne im Juli und August in Mitteleuropa. Wie empfindlich die Haut auf UV-Strahlung reagiert, hängt mit der Menge an körpereigenem Eumelanin zusammen. Eumelanin ist ein Pigment, das für Haar- und Hautfarbe verantwortlich ist. Ist die Haut Sonneinstrahlung ausgesetzt, regt dies die Produktion von Eumelanin an und es kommt zum Bräunungseffekt. Menschen, die von Natur aus stärker pigmentiert sind, erkranken seltener an Hautkrebs. Sind Sie hellhäutig und sonnenempfindlich, sollten Sie regelmäßig einen Hautkrebs-Check in Anspruch nehmen.

Sonnenbrand: So schützen Sie sich richtig

Die Skala der Hauttypen zeigt: Selbst dunkelhäutige Menschen sind vor Sonnenbrand nicht sicher. Deshalb gehören in jede Reiseapotheke Sonnencreme mit dem entsprechenden Lichtschutzfaktor und Aprés-Lotion. Halten Sie eine kortisonhaltige Creme bereit, falls es doch nach einem Sonnenbad zu Rötungen und Schmerzen kommen sollte. Besonders hellhäutige Menschen sollten an sonnigen Tagen außerdem eine Kopfbedeckung mit Nackenschutz tragen. Die richtige Sonnencreme schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern minimiert auf lange Sicht auch das Hautkrebs-Risiko.