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So organisieren Sie einen Urlaub mit Pflegebedürftigen 

Ein Urlaub mit Pflegebedürftigen eröffnet Familien die Möglichkeit, wertvolle Zeit zusammen zu verbringen und gemeinsam neue Kraft zu tanken. Zum Glück lassen sich Urlaub und Pflege heute ohne Probleme miteinander verbinden, und zwar so, dass auch Sie als pflegender Angehöriger ausreichend Raum für Entspannung und Erholung finden.

Pflege im Urlaub als Alternative zur Kurzzeitpflege

Ein gemeinsamer Urlaub mit Pflegebedürftigen ist insbesondere dann dem Aufenthalt von zu pflegenden Angehörigen in der Kurzzeitpflege vorzuziehen, wenn diese dort unglücklich sind. Dies trifft häufig auf Personen mit Angststörungen oder Demenzerkrankungen zu, die sich ausschließlich in der Gesellschaft vertrauter Menschen sicher und geborgen fühlen. Außerdem genießen viele pflegende Angehörige ihren Urlaub mehr, wenn Sie Ihre Lieben bei sich haben und sich keine Gedanken um deren Wohlergehen in der Kurzeitpflege machen müssen.

Urlaub mit Pflegebedürftigen als Entlastungspflege

Wenn Sie Angehörige daheim betreuen und pflegen, haben Sie gegenüber der Pflegekasse Anspruch auf Entlastungspflege. Diese kann grundsätzlich in Form von Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege oder als gemeinsamer Urlaub mit Pflegebedürftigen gewährt werden. Verschiedene gemeinnützige Organisationen bieten Aufenthalte in Einrichtungen an, in denen Pflegepersonen mit ihren Schützlingen unbeschwerte Urlaubstage verbringen. Auch Kur- und Rehabilitationskliniken führen derartige Angebote in ihrem Programm. Die Unterbringung erfolgt dabei stets in behindertengerechten Räumlichkeiten. Fachkundiges Personal übernimmt die Pflege während des Urlaubsaufenthalts zu einem großen Teil, sodass Sie wirksam entlastet werden. Das Tagesprogramm umfasst zahlreiche Aktivitäten für die gepflegte Person, wie zum Beispiel die Teilnahme an Sing- und Spielkreisen oder Ausflügen. Während dieser Veranstaltungen haben Sie frei und können einmal nur an sich denken. Bei einem Urlaub mit Pflegebedürftigen bleibt darüber hinaus genug Zeit für unvergessliche gemeinsame Erlebnisse. Erfahrungsgemäß nimmt auch die Begegnung mit anderen pflegenden Angehörigen breiten Raum während eines derartigen Ferienaufenthaltes ein. Hier haben Sie die Gelegenheit, sich mit gleichgesinnten Betroffenen über die verschiedenen Herausforderungen zu unterhalten, die diese Situation mit sich bringt und wertvolle Tipps auszutauschen.

Tipps zur Auswahl einer Urlaubseinrichtung

Entscheiden Sie sich für ein Urlaubsziel, das eine unkomplizierte und nicht zu lange Anreise ermöglicht. Eine Fahrt von mehr als drei bis vier Stunden sollten Sie sich und ihrem Angehörigen nicht zumuten. Wenn Sie sich für Urlaub und Pflege entscheiden, überlegen Sie genau, welche Angebote Sie nutzen möchten, um diesen Ferienaufenthalt so richtig genießen zu können. Falls Sie zum Beispiel Entspannung in der Sauna oder beim Baden lieben, wählen Sie eine Kurstadt mit entsprechenden Einrichtungen. Erkundigen Sie sich im Vorfeld gegebenenfalls auch nach Sportmöglichkeiten, von Nordic-Walking-Wegen über einen Fahrradverleih bis hin zu Gymnastikgruppen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass viele pflegende Angehörige in einer permanenten Überforderungssituation leben. Dies führt zu ernsten Beeinträchtigungen ihrer Gesundheit, insbesondere die Gefahr, an Depressionen zu erkranken, ist hoch. Aus diesem Grund stellt es eine gute Idee dar, während des Urlaubsaufenthaltes Rat und Hilfe für diese Probleme in Anspruch zu nehmen. In einigen Einrichtungen können Sie therapeutische Sitzungen buchen, um sich von einem Experten beraten zu lassen. Auch Kurse, in denen Sie verschiedene Entspannungstechniken erlernen, können Ihnen helfen, Ihren anstrengenden Alltag zu Hause besser zu bewältigen. In dieser Hinsicht sind insbesondere autogenes Training und Yoga sehr zu empfehlen.