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Prostatakrebs-Vorsorge – Erkrankungen der Prostata frühzeitig erkennen 

Sexualität und die eigenen Geschlechtsorgane sind für viele Männer ein echtes Tabuthema. Männer prahlen vielleicht am Stammtisch, aber bei Problemen im Intimbereich suchen sie selten einen Arzt auf. Dabei ist Vorsorge gerade bei der Prostata wichtig. Mit rund 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist der Prostatakrebs die häufigste Krebsart bei Männern. Der kostenlose Prostatakrebs-Check der gesetzlichen Krankenversicherungen gibt Ihnen Sicherheit.

Die Prostata

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, liegt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre des Mannes wie ein Ring. Die etwa kastaniengroße Drüse ist gemeinsam mit den Hoden und den Samenbläschen für die Bildung der Samenflüssigkeit zuständig. Ab einem Alter von ungefähr 35 Jahren beginnt sich die Prostata bei jedem Mann langsam zu vergrößern. Diese Vergrößerung ist in der Regel gutartig, auftretende Beschwerden, die der Volksmund oft als "Altmännerleiden" abtut, sind:

  • ein schwächer werdender Harnstrahl
  • Probleme beim Wasserlassen
  • nächtliches Wasserlassen und häufiger Harndrang (Sextanerblase)
  • einem Gefühl, als ob die Blase sich nicht mehr richtig entleert

Eine Prostatavergrößerung ist nicht gefährlich, die Symptome sind nur unangenehm und störend. Aber in einer vergrößerten Prostata entarten Zellen leichter, so dass Krebs entsteht. Daher ist der Prostatakrebs-Check eine wichtige Vorsorgeuntersuchung für Männer ab dem 45. Lebensjahr.

Der Prostatakrebs-Check zur Vorsorge

Gesetzlich krankenversicherte Männer ab dem 45. Lebensjahr haben einen Anspruch auf einen jährlichen Prostatakrebs-Check als kostenlose Vorsorgeuntersuchung. Ansprechpartner ist je nach persönlicher Vorliebe der praktische Arzt (Hausarzt), ein Internist oder ein Urologe. Im Rahmen des Prostatakrebs-Checks findet eine gründliche Prostata-Untersuchung statt. Zum Prostatakrebs-Check gehören:

  • Eine gründliche Anamnese: Das bedeutet, dass Ihr Arzt Sie nach Ihrem Befinden und nach eventuell vorhandenen Beschwerden fragt. Ebenfalls gehören Fragen zu möglichen familiären Vorbelastungen dazu.
  • Im nächsten Schritt inspiziert der Arzt Ihre äußeren Geschlechtsorgane und tastet die in der Umgebung liegenden Lymphknoten ab.
  • Zuletzt erfolgt die eigentliche Prostata-Untersuchung. Über den Enddarm tastet der Arzt die Prostata ab und beurteilt deren Größe und Gewebestrukturen.

Welche Vorteile bietet der Prostatakrebs-Check?

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Doch frühzeitig erkannt sind die Heilungschancen sehr groß. Mehr als 90 Prozent der Tumore lassen sich vollständig entfernen, wenn sie auf die Prostata beschränkt sind, und kommen nicht wieder. Der Prostatakrebs-Check trägt zu einer frühen Erkennung problematischer Veränderungen bei. Denn in der Mehrzahl der Fälle zeigen sich bösartige Tumore der Prostata genau in dem Teil der Drüse, der in Richtung des Enddarms liegt. Verhärtete Stellen und Knoten lassen sich gut tasten und sind verdächtig.

Der PSA-Test als Prostatakrebs-Check

Der PSA-Test ist eine Blutuntersuchung, bei der nach dem prostataspezifischen Antigen (PSA) gesucht wird. Bei einem Prostatakarzinom ist dieser Wert unter Umständen erhöht. Allerdings gibt es viele andere Gründe, warum die Untersuchung einen hohen Wert anzeigt: Eine vorangegangene Tastuntersuchung, eine Prostataentzündung oder Radfahren erhöhen den Wert. Gleichzeitig bedeutet ein niedriger Wert nicht, dass kein Prostatakrebs vorliegt. Im Rahmen des Prostatakrebs-Checks übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen den PSA-Test nur, wenn die Prostata-Untersuchung einen Tumorverdacht ergibt. Ohne weitere Hinweise auf möglichen Prostatakrebs ist der Test zu unsicher und liefert zu häufig falsch positive Ergebnisse.