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Erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs? Ein HPV-Test liefert Antworten 

Das Zervixkarzinom, der Befall des Gebärmutterhalses mit bösartigen Tumoren, gehört heute zu den selteneren Krebsarten. Das ist vor allem den deutlichen Fortschritten in der Früherkennung zu verdanken. Schon junge Frauen, die regelmäßig zum Frauenarzt gehen, sind berechtigt, einmal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen. In vielen gynäkologischen Praxen gehört es zur Routine, den Gebärmutterhals nach Auffälligkeiten zu untersuchen. Im frühen Stadium ist ein Gebärmutterhalskrebs gut heilbar und endet nicht zwangsläufig in der Gebärunfähigkeit.

Risikoerkennung als Teil der Früherkennung

Was viele Frauen grundsätzlich interessiert, ist die Frage, ob bei ihnen ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs vorliegt oder nicht. Manche Frauen weisen möglicherweise einen familiären Hintergrund auf, in dem Blutsverwandte an Gebärmutterkrebs oder Gebärmutterhalskrebs erkrankten oder sogar gestorben sind.
Der sogenannte HPV-Test dient der Risiko-Früherkennung. Bei diesem Testverfahren steht nicht die direkte Diagnose eines Tumors im Vordergrund. Der Test ist vielmehr Bestandteil eines regelmäßigen Checks des Gebärmutterhalses mit dem Ziel einer rechtzeitigen Diagnose. Die Erkennung oder Identifizierung von Risiken ist Teil einer optimalen Vorsorge. Denn eine hohe Risikowahrscheinlichkeit bedeutet, dass die Betroffene im Anschluss deutlich engmaschiger an weiteren Vorsorgekontrollen teilnimmt.

Was leistet ein HPV-Test und wie funktioniert er?

Es ist gerade bei Tests, die darauf abzielen, Risiken zu erkennen, wichtig zu betonen: Derartige Tests liefern keine Diagnose, sondern Indikatoren für erhöhte Risiken. Es gibt demnach keinen Grund, einen solchen Tests zu scheuen. Es gibt aber triftige Gründe, ihn durchführen zu lassen, wenn begründete Vermutungen auf erbliche Vorbelastung bestehen. Ein HPV-Test untersucht sogenannte Humane Papillomviren. Mit diesen Virentypen können Männer und Frauen sich über Hautkontakt infizieren, wobei Geschlechtsverkehr zu den häufigsten Übertragungsarten gehört.

Von den über 100 bisher bekannten Papillomviren sind die meisten als harmlos einzustufen. Warzenbildungen (zum Beispiel Feigwarzen) treten zum Teil als Folge einer solchen Infektion auf. Viele Arten sind zwar in der Lage, ein Leben lang im Körper zu existieren, bleiben aber inaktiv. In dieser Hinsicht besteht eine Ähnlichkeit mit Herpesviren, die bei manchen Menschen zu Symptomen führen und bei anderen nicht. Neben den eher harmlosen HPV-Symptomen, die einige HPV-Typen auslösen, gibt es allerdings gefährliche Symptome, verursacht von ganz bestimmten Viren dieses Typs. Es handelt sich in diesem Fall um Hochrisikotypen, welche die hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen, die Bildung von bösartigen Tumorzellen zu begünstigen.

Ist eine Infektion mit HPV grundsätzlich gefährlich?

Eine bloße Infektion mit Humanen Papillomviren ist noch kein Grund zur Sorge. In vielen Fällen kuriert das körpereigene Immunsystem eine derartige Infektion aus. Sorge bereitet eine kleine Gruppe von HPV-Typen. Diese gilt es frühzeitig zu erkennen. In der Regel ordnet der Arzt nach einem positiven HPV-Test noch weitere Test an, meistens ein Jahr oder eineinhalb Jahre nach dem ersten Test. Auf diese Weise ist sicher feststellbar, ob zusätzlich eine chronische Situation vorliegt. Wenn ja, ist eine entsprechende Therapie angeraten. Außerdem besteht bei diesem Befund ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs. Einer betroffenen Frau ist angeraten, zukünftig regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Krebsfrüherkennung im Gebärmutterhals vornehmen zu lassen.