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Darmkrebs-Test zur Früherkennung: notwendig, aber von vielen als unangenehm empfunden 

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten. Die Früherkennung eines Krebsleidens im Darm ist schwierig, denn der Darm enthält keine schmerzempfindlichen Nerven, die dem Patienten Komplikationen signalisieren. Das heißt: Schmerzen als Signalgeber fehlen. Beschwerden führen oftmals viel zu spät zum Arztbesuch. Blut im Stuhl als Hinweis auf ernstzunehmende gesundheitliche Probleme bleibt häufig unbemerkt. Zudem zählt der untere Verdauungstrakt zu den Tabuzonen des Körpers, die mit Schamgefühlen belegt sind. Große Kampagnen zur Darmkrebsvorsorge haben zumindest eine größere Aufmerksamkeit für den Darm bewirkt. Ein bleibendes Problem: die Scheu vor einer Darmspiegelung. Aber es gibt andere Möglichkeiten.

Der Darm-Check: Welche Untersuchungsmethoden stehen zur Verfügung?

Die Darmspiegelung gilt als sicherste Methode, um im Darm sichtbare Anzeichen oder Risiken für Tumorbildungen zu erkennen. Mittels einer optischen Sonde, die er in den Darm einführt, ist der Arzt in der Lage, Darmpolypen zu erkennen. Bei diesen Schleimhautwölbungen handelt es sich nicht zwangsläufig um bösartige Tumore. Fakt ist dennoch, dass in über 90 Prozent aller Darmkrebsfälle die Tumore in solchen Einsackungen des Gewebes entstehen. Anzahl und Größe von Polypenbildungen, die meistens im Dickdarm auftreten, geben Aufschluss über das Krebsrisiko.

Der Stuhltest, bei dem ein Labor mehrere Stuhlproben eines Patienten untersucht, dient der Erkennung von verstecktem Blut im Stuhl. Verstecktes Blut im Stuhl ist wiederum ein möglicher Hinweis darauf, dass sich im Darm Polypen gebildet haben. Deren feine Blutgefäße erleiden während des Verdauungsprozesses mitunter Verletztungen. Selbst kleinste Mengen Blut im Stuhl, die ansonsten unbemerkt blieben, vermag dieser sogenannte "Okkultbluttest" aufzuspüren. Damit ist ein indirekter Hinweis auf die Existenz von Darmpolypen gegeben.

Wie zuverlässig ist der Stuhltest?

Je regelmäßiger man einen Stuhltest vornehmen lässt, umso präziser ist das Risiko einer möglichen Krebserkrankung bewertbar. Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen bei Menschen ab dem 51. Lebensjahr einmal jährlich eine solche Untersuchung. Sie hat den Vorteil, dass sie ein hohes Maß an Vorsorge bietet. Denn der Laborbefund weist frühzeitig auf erhöhte Risiken hin oder schließt sie aus. Da es sich um eine indirekte Methode handelt, ist eine alljährliche Durchführung notwendig. Wenn die Diagnose lautet, dass der Stuhl einen vermehrten Blutanteil aufweist, liefert nur eine Darmspiegelung ein konkretes Bild über den Zustand des Darms.

Das Ergebnis einer Vorsorgeuntersuchung als aktueller Befund

Mit beiden Methoden ist eine gründliche und zuverlässige Früherkennung einer Krebserkrankung möglich. Sie muss allerdings regelmäßig Anwendung finden. Denn allen Vorsorgeuntersuchungen gemeinsam ist, dass sie eine Momentaufnahme darstellen. Das Ergebnis einer Vorsorgeuntersuchung gilt als Befund bis zum Datum des Befunds, aber nicht ab diesem Tag.
Deshalb ist es ein zentrales Ziel der Krebsvorsorge, besondere Risikofaktoren zu ermitteln oder auszuschießen. Erbliche Vorbelastung gilt bei Darmkrebs als hoher Risikofaktor. Das bedeutet: Es ist sinnvoll, wenn spezielle Vorsorgeuntersuchungen nicht erst im fortgeschrittenen Alter, sondern bereits in jungen Jahren stattfinden. 50 gilt als das Alter, ab dem man Männern und Frauen empfiehlt, speziell auf die Darmkrebsvorsorge Wert zu legen. Wer erblich vorbelastet ist, weicht von dieser statistisch basierten Empfehlung ab – diesen Personen rät man, schon ab Mitte 30 einen regelmäßigen Darm-Check in Erwägung zu ziehen.