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Frau mit Brille reibt sich die Augen auf der Arbeit
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Bessere Perspektiven für Ihre Augen bei ausdauernder Bildschirmarbeit 

Immer mehr Menschen verbringen den größten Teil ihres Arbeitstages vor Monitoren. In der medizinischen Fachwelt hat sich der Begriff Bildschirmarbeit bereits als eigenständige Kategorie etabliert, wenn es um die Ursache bestimmter gesundheitlicher Beschwerden geht. Für die Augen bedeutet Bildschirmarbeit, dass der Blick dauerhaft in einem Nahbereich zwischen Monitor, Tastatur und ggf. weiteren Tischvorlagen gefangen bleibt. Für die Augen sind das einseitige Strapazen, auf die sie von Natur aus nicht ausgelegt sind. Um typischen Beschwerden vorzubeugen, die aus dauerhafter Bildschirmarbeit resultieren, empfehlen sich einige vorbeugende Maßnahmen.

Ergonomische Vorkehrungen am Arbeitsplatz

Angemessener Abstand zu den Monitoren bei ausreichend großen Grundeinstellungen von Schriftgrößen, Bildschirmauflösung und Helligkeit des Bildschirms gelten als Selbstverständlichkeiten. Moderne Flachbildschirme sind entspiegelt und bieten die Möglichkeit, sie um wenige Grad leicht nach hinten zu neigen, was den Augen einen günstigeren Einfallwinkel bietet. Zudem sollte der Monitor so aufgestellt sein, dass die Augen in aufrechter, gerader Position den gesamten Bildschirmbereich erfassen können. Der obere Rand des Monitors sollte sich nicht oberhalb, sondern leicht unterhalb der Augenhöhe befinden. Ebenso wichtig ist eine gute Gesamtausleuchtung des Arbeitsplatzes. Hierzu eignen sich blendfreie Lampen, die eine bürogeeignete Tageslichtstimmung mit hohen Warmanteilen in der Lichtfarbe bieten.

Entlastungsübungen für zwischendurch

In kürzeren Abständen sollten Sie den Augen freien Auslauf durch den Blick aus dem Fenster oder andere möglichst entfernt liegende Objekte gönnen. Das Sehorgan ist natürlicherweise daran gewohnt, häufig zwischen Fern- und Nahsicht zu wechseln. Verharrt es zu lange im Nahbereich, was bei der Bildschirmarbeit der Fall ist, fehlt diese Beanspruchung. Die Folge sind zunehmende Trägheit und Ermüdung der Augen. Zudem führt das buchstäblich "konzentrierte Starren" auf den Monitor zu einer Unterversorgung mit Feuchtigkeit, weil sich das befeuchtende Blinzeln bei der Bildschirmarbeit deutlich seltener ereignet. Achten Sie darauf, die Augen zum Ausgleich auch mal für längere Zeit zu schließen, um einen Ausgleich zu schaffen. So beugen Sie den Symptomen des "trockenen Auges" vor. Gegen letztere helfen dann nur noch entsprechende Augentropfen.

Brille für Bildschirmarbeit statt Kontaktlinsen

Auch wenn keine Sehschwäche vorliegt: Wer täglich mehrere Stunden mit Bildschirmarbeit verbringt, hat Anspruch darauf, dass sich der Arbeitgeber an den Kosten für eine Gleitsichtbrille beteiligt, die von allen Optikern speziell als Bildschirmarbeitsplatzbrillen angeboten werden. Diese Spezialbrillen schaffen sowohl bei Brillenträgern als auch bei Menschen ohne diagnostizierte Sehschwäche deutliche Erleichterung für die Augen. Zudem sollten Kontaktlinsenträger am Büroarbeitsplatz besser auf solche speziellen Bildschirmarbeitsplatzbrillen umsteigen, um eine optimale Sauerstoffzufuhr für die Netzhaut zu gewährleisten.

Umstieg von Lesebrille auf bildschirmgeeignete Gleitsichtbrille?

Bei allen Menschen werden mit zunehmendem Alter die Augen schwächer, wobei vor allem die Weitsichtigkeit zunimmt: In der Ferne funktionieren die Augen noch tadellos, aber bei der Nahsicht treten zunehmend Schwierigkeiten auf. Die klassische Lesebrille ist bei Menschen, die mehr Zeit in der digitalen als in der analogen Welt verbringen, oft keine Hilfe mehr. Ein Buch oder eine Zeitung befindet sich in deutlich geringerem Abstand zum Auge als ein Monitor am Schreibtisch. Wer für sich selbst feststellt, dass er vor allem für die Bildschirmarbeit eine geeignete Sehhilfe benötigt, sollte sich vom Optiker beraten lassen.