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Trotz Hausstaubmilbenallergie unbeschwert wohnen 

Die Hausstaubmilbenallergie weist Symptome auf, die denen des Heuschnupfens ähneln. Dazu gehören häufiges Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase und manchmal auch juckende, tränende und gerötete Augen. Treten diese Symptome in den eigenen vier Wänden, oft nachts oder morgens und sogar ganzjährig auf, könnte eine Hausstaubmilbenallergie vorliegen. Hausstaubmilben ernähren sich von Hautschuppen, die jeder Mensch täglich absondert. Vor allem Matratzen und Bettwäsche sind ein beliebter Nistplatz für die winzigen Parasiten. Dort finden sie neben ausreichender Nahrung auch Wärme und Feuchtigkeit als optimale Bedingungen für ihren eigenen Fortbestand vor.

Keinen unnötigen Staub aufwirbeln!

Nicht die Milben selbst, sondern bestimmte Proteine ihres Kots lösen die allergischen Reaktionen aus. Wenn diese Partikel, die sich auch im Hausstaub befinden, aufgewirbelt werden, gelangen sie auch tagsüber in die Schleimhäute des Menschen. Oft wird im Zusammenhang mit Hausstaub, sachlich nicht ganz korrekt, auch die abkürzende Bezeichnung „Stauballergie“ verwendet. Wenn ein Arzt durch spezifische Allergietests feststellt, dass tatsächlich eine Allergie gegen Haustaubmilben vorliegt, kann als Therapie eine Hyposensibilisierung helfen. Eine solche Therapieform ist gerade bei Patienten angeraten, die sehr stark unter der Allergie leiden. Es soll dann verhindert werden, dass sich keine chronischen Folgeerkrankungen der Atemwege entwickeln können.

Maßnahmen und Tipps zur Kontaktvermeidung mit den Allergenen

Hausstaubmilben gänzlich zu vernichten ist kaum möglich. Betroffene Allergiker können aber einiges dafür tun, es den Milben so schwer wie möglich zu machen. Es gibt zudem viele Möglichkeiten, dem Kontakt mit den von den Milben abgesonderten Partikeln auszuweichen. Das Aufschütteln der Bettwäsche sollte möglichst von jemandem anderem als dem Betroffenen und vor allem im Freien vorgenommen werden. Da Hausstaubmilben Kälte und Trockenheit nicht mögen, ist es in den kalten Jahreszeiten ratsam, die Bettwäsche tagsüber draußen oder wenigstens außerhalb des Schlafzimmers in einem kühlen und trockenen Raum zu deponieren.

Umgang mit Matratzen und Bettwäsche

Stoßlüftungen vor und nach dem Schlafen helfen in den kalten Jahreszeiten, das Klima für Milben ungünstig zu gestalten. Damit die Matratzen mit Kälte und Trockenheit „versorgt“ werden, sollten sie während der Lüftung von Bettwäsche befreit sein. Für Matratzen und auch die Bettwäsche sind im Fachhandel Überzüge erhältlich, die während des Schlafes weitestgehend vor dem Kontakt mit den Milben bzw. ihrem Kot zu schützen. Ein Matratzenwechsel alle 5 bis 7 Jahre ist ohnehin ratsam. Bettwäsche aus synthetischen Stoffen kann durch regelmäßiges Waschen bei über 60 Grad ebenfalls von den Hausstaubmilben befreit werden. Für Daunenbettwäsche, die sich nur schwerlich selbst in der Waschmaschine reinigen lässt, bieten die meisten Textilreinigungen entsprechenden Service an.

Möglichst staubfrei wohnen und schlafen

Was im Schlafzimmer und Wohnbereich ebenfalls zu vermeiden ist: Wohntextilien wie Gardinen, Teppiche und Vorhänge, große Büchersammlungen und andere Staubfänger. Menschen mit Hausstaubmilbenallergie sollten in ihrem Wohnbereich generell die Ansammlung von Gegenständen vermeiden, in denen sich Haustaubmilben wohlfühlen oder in denen sich die abgestorbenen Partikel dieser Parasiten verfangen können. Dazu gehören neben Textilien und Papier alle porösen Materialien, die nur schwer entstaubt werden können. Von daher stimmt der Begriff Stauballergie dann auch wieder: Möglichst große Staubfreiheit in der Wohnumgebung ist eines der wirkungsvollsten Mittel gegen die allergischen Reaktionen.