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Tennisarm – Ursachen und Behandlung 

Der Tennisarm, oder genauer der Tennisellenbogen, gehört zu den häufigsten Krankheiten, die durch sportliche Aktivitäten beziehungsweise eine Überbeanspruchung im Alltag bedingt sind. In der Regel ist diese Erkrankung konventionell behandelbar. Lediglich in sehr schweren Fällen erweist sich eine Operation des Ellenbogens als unumgänglich.

So entsteht ein Tennisarm

Diese Erkrankung macht sich durch eine schmerzhafte Reizung oder Entzündung des Ansatzes der Ellenbogensehne bemerkbar. Jede Arm- oder Handbewegung löst Schmerzen aus. In einem fortgeschrittenen Stadium des Tennisarmes sind betroffene Patienten nicht mehr in der Lage, einen Stift zu führen oder Besteck in der Hand zu halten. Die Ursache für diese entzündlichen Prozesse besteht in einer wiederholten Überlastung der Muskulatur und Sehnen im Bereich des Epicondylus, einem Knochenvorsprung am äußeren Ellenbogen. Zu einer derartigen Überforderung kommt es beim Tennis- oder Golfspielen sowie bei vielen alltäglichen Verrichtungen wie zum Beispiel:

  • langes Schreiben mit der Hand
  • Tätigkeiten am Computer, speziell der Bedienung der Maus
  • vielen handwerklichen Beschäftigungen wie Putzen, Schrauben und Polieren
  • Handarbeiten
  • verschiedenen Gartenarbeiten
  • Musizieren, vor allem Klavier- und Geigespielen

Die Tennisarm-Behandlung

Wenn Sie vermuten, an einem Tennisellenbogen zu leiden, gönnen Sie dem betroffenen Arm sofort Ruhe und bewegen ihn so wenig wie möglich. Zusätzlich ist es sinnvoll, den Ellenbogen zu kühlen. Nutzen Sie dafür Kühlpackungen aus dem Gefrier- oder Kühlschrank. Umschläge und Wickel mit kaltem Quark entfalten ebenso eine schmerzlindernde und wohltuende Wirkung. Tritt nach ein paar Tagen keine Besserung der Beschwerden ein, vereinbaren Sie unverzüglich einen Termin bei Ihrem Hausarzt. Denn ein frühzeitiger Beginn der Therapie macht in vielen Fällen eine aufwändige Operation überflüssig. Der Arzt untersucht den Ellenbogen gründlich und schlägt eine geeignete Therapie vor. Als therapeutische Maßnahmen kommen unter anderem das regelmäßige Auftragen von entzündungshemmenden Salben und verschiedene physiotherapeutische Anwendungen in Frage. Die innovative Therapie mit Stoßwellen, die ein modernes Ultraschallgerät erzeugt, erweist sich in vielen Fällen als außerordentlich hilfreich. Das Gleiche trifft auf die Injektion von Botox zu. Erst wenn diese Behandlungen keinen Erfolg zeigen, ist eine Operation indiziert. Bei diesem chirurgischen Eingriff erfolgt eine Lösung des entzündeten Teils der Sehne, die der Chirurg anschließend an einer anderen Stelle des Knochens wieder ansetzt. Zusätzlich legt er häufig die betroffenen Nervenleitungen still.

So beugen Sie einem Tennisarm vor

Achten Sie darauf, dass Sie Ihrem Arm ausreichende Ruhepausen gönnen und beenden Sie die jeweilige Aktivität sofort, wenn Sie erste leichte Schmerzen verspüren. Vibrationsarme Tennisschläger und orthopädisch geformte Golfschläger helfen, die Entstehung eines Tennisarms zu verhindern. Die Anschaffung einer speziellen Computer-Maus und -Tastatur stellt sich oftmals ebenfalls als sinnvoll heraus. Darüber hinaus erweist es sich als hilfreich, regelmäßig Entspannungsübungen für den Arm und die Hand durchzuführen. Schon einfaches Ausschütteln der Hände oder das Kreisen der Schultern führt zu einer wirksamen Entkrampfung der Muskulatur.