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Muskelzerrung – eine schmerzhafte Überdehnung der Muskulatur 

Eine Muskelzerrung erlebt fast jeder Sportler einmal. Diese Verletzung ist harmlos, aber durch die Muskelschmerzen sehr unangenehm. Besonders häufig trifft es die Muskulatur von Fußballern an der Innenseite des Oberschenkels. Beim Grätschen nach dem Ball werden die Muskelfasern überdehnt und machen sich durch Schmerzen bemerkbar. Anders als bei einem Muskelfaserriss bleiben die Muskeln unbeschädigt. Natürlich kann die Zerrung eines Muskels auch bei anderen Sportarten austreten. Ursache ist immer eine zu starke, oft plötzliche Dehnung oder Überbeanspruchung der Muskelfasern.

Die Symptome einer Muskelzerrung

Anders als bei einem Muskelfaserriss steigern sich die Muskelschmerzen nach einer Zerrung langsam. Zu Beginn zeigt sich die Muskelzerrung durch ein unangenehmes, angespanntes Gefühl im betroffenen Muskel. In diesem Stadium können Sie noch alle Bewegungen ausführen und den Muskel voll belasten. Mit der Zeit steigern sich die Beschwerden, Sie spüren ein schmerzhaftes Ziehen im Muskel. Nun fällt es Ihnen schwer, bestimmte Bewegungen auszuführen und Sie beginnen instinktiv den betroffenen Bereich zu schonen. Beim Abtasten erscheint der Muskel verhärtet, es kann auch zu Krämpfen kommen. Das Anspannen wird bei einer Muskelzerrung als unangenehm empfunden, leichtes Dehnen dagegen verschafft Ihnen Erleichterung.

Eine Muskelzerrung behandeln

Die Behandlung einer Muskelzerrung erfolgt nach der PECH-Regel.

  • Pause: Gönnen Sie sich und dem geschädigten Muskel Ruhe und Zeit zu Regenration und Erholung. Nach ein bis zwei Wochen Schonung ist der Muskel in der Regel wieder voll belastbar.
  • Eis: Kühlen Sie den Bereich mit der Muskelzerrung. Das verringert die Ausbildung einer Schwellung und lindert die Muskelschmerzen. Direkt nach der Verletzung ist es sinnvoll, für 10 bis 20 Minuten konsequent zu kühlen.
  • Compression: Ein leichter Druckverband wirkt ebenfalls einer Schwellung entgegen und lindert die Muskelschmerzen nach einer Muskelzerrung.
  • Hochlagern: Auch das Hochlagern ist eine wirkungsvolle Maßnahme, die das Anschwellen der Zerrung vermindert und die Schmerzen erträglicher macht. Schmerzmittel sind zur Behandlung einer Zerrung nicht notwendig.

Muskelzerrungen vermeiden

Im Eifer des Gefechts denkt niemand ein die Möglichkeit einer Verletzung. Das müssen Sie auch gar nicht, die meisten Muskelzerrungen entstehen durch falsches Verhalten vor oder beim Training.

  • Mangelndes Aufwärmen ist ein häufiger Grund für eine Muskelzerrung. Die noch kalten Muskeln sind weniger elastisch und werden viel schneller überdehnt. Bereiten Sie Ihren Körper daher auf die Belastung vor. Das Aufwärmen wärmt nicht nur die Muskulatur auf, es verbessert auch die Koordinationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen. Das verhindert wirkungsvoll Fehltritte, die zu einer Zerrung führen können.
  • Flüssigkeits- und Elektrolytverluste durch Schwitzen begünstigen Muskelzerrungen. Denken Sie daran, auch während des Trainings ausreichend zu trinken.
  • Überanstrengen Sie sich nicht. Überbeanspruchung lässt die Muskeln verkrampfen, Ermüdung verschlechtert die Koordinations- und Reaktionsfähigkeit. Das Risiko für eine Zerrung steigt. Passen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten immer dem aktuellen Trainingszustand an.
  • Eine gute Ausrüstung vermindert das Verletzungsrisiko. Passende Laufschuhe, angemessene Kleidung und eine gepflegte Ausrüstung sind ein Muss für jeden Sportler.