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Blonde Frau untersucht Mann im blauen Tshirt am Knie
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Muskelfaserriss – eine typische Sportverletzung 

Ein plötzlicher, stechender oder reißender Schmerz im Muskel ist ein typisches Anzeichen für einen Muskelfaserriss. Ein versehentlicher Tritt eines Mitspielers führt häufig zu einem Muskelfaserriss in der Wade. Auch kraftvolles Abspringen kann zu einem Riss einzelner Faserbündel im Muskel führen.

Was passiert bei einem Muskelfaserriss?

Jeder Muskel besteht aus einzelnen Faserbündeln, die sich bei Anspannung verkürzen. Werden diese Faserbündel zu weit oder zu plötzlich gedehnt, können sie dieser Belastung nicht ausreichend nachgeben. Fällt die Überbelastung nur leicht aus, kommt es zu einer Muskelzerrung. Bei einer stärkeren Überdehnung können die Muskelfasern der Belastung nicht standhalten. Ein Muskelfaserriss ist die Folge. Auch stumpfe Gewalteinwirkungen von außen wie ein Tritt oder ähnliches können einen Muskelfaserriss verursachen.

Die Symptome eines Muskelfaserrisses

Reißen ein oder mehrere Faserbündel in einem Muskel, leiden Sie in den meisten Fällen unter ganz typischen Beschwerden:

  • Es kommt plötzlich zu starken Schmerzen, die Patienten als stechend oder reißend beschreiben. Nur selten treten Schmerzen erst Stunden nach der Verletzung auf.
  • Die verletzte Stelle des Muskels schwillt schnell und stark an. Häufig ist eine regelrechte Beule erkennbar.
  • Es kann zu einem großen Bluterguss kommen.
  • Sie können den verletzten Muskel nur unter starken Schmerzen oder gar nicht bewegen.

Erste Hilfe bei einem Muskelfaserriss

Um die Beschwerden zu lindern und den Muskelfaserriss nicht zu verschlimmern, ist es sinnvoll, die PECH-Regel anzuwenden:

  • Pause: Schonen Sie sofort den verletzten Muskel.
  • Eis: Kühlen Sie die verletzte Stelle, um die Schmerzen zu lindern, die Blutung zu stoppen und die Schwellung zu vermindern. Bewährt hat sich die Kühlung im Intervall. Auf 10 Minuten kühlen folgen 10 Minuten Pause.
  • Compression: Legen Sie mit elastischen Binden einen Druckverband an. Der Druck verringert ebenfalls die Blutungen im Gewebe und wirkt der Schwellung entgegen.
  • Hochlagern: Legen Sie die betroffene Extremität hoch. Auch das wirkt sich positiv auf die Schwellung und den Schmerz aus.

Muss ein Arzt den Muskelfaserriss behandeln?

Ob ein Arzt hinzugezogen werden sollte, hängt von der Schwere der Verletzung ab. Ein einfacher Muskelfaserriss oder eine Muskelzerrung heilen bei Schonung und Kühlung innerhalb weniger Wochen von allein aus. Haben Sie dagegen ein deutliches Reißen gespürt, als es zum Muskelfaserriss gekommen ist, stellen Sie sich unbedingt einem Arzt vor. Auch wenn die Beschwerden nach einigen Tagen keine Besserung zeigen, suchen Sie Ihren Arzt auf. Mittels einer Tastuntersuchung und gegebenenfalls durch eine Ultraschalluntersuchung kann die Schwere der Verletzung genau eingeschätzt werden. Ihr Arzt kann die Heilung mit abschwellenden oder die Blutgerinnung hemmenden Salben und Elektro- und Ultraschalltherapie unterstützen und die Beschwerden lindern. Besonders häufig tritt ein Muskelfaserriss in der Wade, dem Oberschenkel oder an den Armen als Sportverletzung auf.