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Wie Sie Sportverletzungen richtig behandeln und künftig geschickt vermeiden
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Wie Sie Sportverletzungen richtig behandeln und künftig geschickt vermeiden 

Sport macht fit, aber erhöht auch das Verletzungsrisiko. Alljährlich gibt es etwa 1,5 Millionen Sportverletzungen. Erfahren Sie, welche Sportverletzungen häufig auftreten, wie Sie diese richtig behandeln und dagegen vorbeugen.

Zu den häufigsten Sportverletzungen gehören

  • Verstauchungen der Hand-, Knie- und Sprunggelenke aufgrund plötzlicher Sprints und Bremsmanövern beim Fußball, Squash oder Tennis.
  • Zerrung der Oberschenkel- und Wadenmuskulatur durch Umknicken, abruptes Beschleunigen oder Abstoppen beim Fußballspielen oder beim Squash.
  • Prellung von Muskeln, Gelenken oder Knochen durch einen Aufprall beim Fußball.
  • Muskelfaserrisse an Oberschenkel und Wade aufgrund schneller Sprints und Stopps beim Tennis.
  • Bänderrise am Knie- und Sprunggelenk durch Umknicken des Fußes oder Verdrehen des Knies beim Ballsport oder Skifahren.
  • Knochenbrüche beim Skifahren.

Die besten Sofortmaßnahmen bei Sportverletzungen

Die Zeit direkt nach einer Verletzung entscheidet wesentlich über den Heilungserfolg. Vermeiden Sie vor Ort Folgeschäden: Stoppen Sie Blutergüsse und Schwellungen. Lindern Sie Schmerzen.

Da viele Sportverletzungen ähnliche Symptome aufweisen, ergreifen Sie Sofortmaßnahmen am besten anhand der PECH-Regel:

  • P für Pause: Verletzte müssen sofort pausieren. Wer trotz Verletzung weitertrainiert, verschlimmert sie und beeinflusst den Heilungsverlauf ungünstig.
  • E für Eiskühlung: Kühlen Sie die verletzte Partie schnellstmöglich, um ein weiteres Anschwellen zu verhindern. Nutzen Sie dafür Eis, Kältesprays, Coolpacks oder ein feuchtes Tuch. Platzieren Sie die Kühlungsmittel nie auf der nackten Haut. Dies kann zu Hautirritationen führen.
  • C für Compression: Legen Sie eine Kompresse an. Sie bremst Blutungen im Gewebe und verhindert ein weiteres Anschwellen. Achten Sie darauf, dass die Blutzirkulation nicht blockiert wird.
  • H für Hochlagerung: Lagern Sie die verletzte Stelle höher, damit das Blut leichter zum Herzen zurück fließt.

Sportverletzungen – Behandlungen beim Arzt

Teilweise heilen Sportverletzungen nach den Erstmaßnahmen schon aus. Gehen Sie zum Arzt

  • bei starken Schmerzen und anhaltender Schwellung über mehr als 48 Stunden.
  • wenn sich ein ungewöhnlich großer und blauer Fleck bildet.
  • wenn das Gelenk plötzlich stark anschwillt und sich kaum noch bewegen lässt.

Die Behandlung von Sportverletzungen erfolgt in den meisten Fällen durch Physiotherapie und nur in Ausnahmefällen durch eine Operation.

Im Rahmen der Physiotherapie wird therapiert mit

  • Lymphdrainagen,
  • Krankengymnastik,
  • sanften Ausstreichmassagen,
  • Ultraschall,
  • Wärmeanwendungen und Fangopackungen,
  • Rehabilitation mit Muskelaufbautraining nach Knochenbrüchen.

Wie Sie Verletzungen beim Sport vermeiden

Zu Sportverletzungen kommt es hauptsächlich, weil sich Sportler überschätzen und sich schlecht vorbereiten. Befolgen Sie folgende Ratschläge:

  1. Gesundheitscheck: Hobbysportler über 35 Jahre sollten sich nach einer längeren Sportpause untersuchen lassen. Bei Marathonläufern lohnt sich eine sportmedizinische Untersuchung, damit sie Trainingspläne erstellen, die ihrer Leistungsfähigkeit entsprechen.
  2. Ausrüstung: Achten Sie beim Joggen, beim Walking und Nordic Walking darauf, dass Ihre Schuhe den Fuß ausreichend stützen, Stöße abfedern und das Sprunggelenk schützen. Bei anderen Sportarten wie Skifahren und Inlineskaten benötigen Sie einen Helm.
  3. Aufwärmen und Cooldown: Wärmen Sie sich zunächst 15 bis 20 Minuten auf, damit Ihre Muskulatur und die Gelenke geschmeidig werden. Beginnen Sie danach sofort mit dem Training. Ein Cooldown mit Lockerungsübungen unterstützt die rasche Erholung Ihrem Körpers.
  4. Wintersportler sollten ihre Ausdauer und ihre Beinmuskulatur drei Monate lang trainieren, bevor sie auf die Piste oder Loipe gehen.