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Es ist kein leichtes Unterfangen, würdevoll zu altern 

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das sind große Worte, fest im internationalen Menschenrecht verankert. Sie scheinen aber zunächst auf Menschen gemünzt, die im Saft ihres Lebens stehen. Welche Würde für alternde Menschen gilt, muss jeder Kulturkreis für sich regeln. Und da haben die westlichen und stark industriell geprägten Zivilisationen – man muss es auf den Punkt bringen – eher schlechte Karten.

Im Vergleich zu Naturvölkern und generell allen Kulturkreisen der südlichen Hemisphäre neigen wir Deutschen dazu, das Altern als Lebensphase zu betrachten, die sich durch den Mangel an Jugend auszeichnet. Beispielsweise bewundern wir Deutschen bei unseren europäischen Nachbarn aus Italien, Spanien oder Griechenland, welchen Respekt dort jüngere Menschen ihren alternden Vorfahren entgegen bringen. Der dort übliche Alterswohnsitz für ältere Menschen heißt: Familienkreis. Wir lieben Filme und Bücher über Familien, in denen auch pflegebedürftige Alte ihren Platz haben. Nichts erwärmt das Herz der Menschen mehr als die klassische Vorstellung über Familien, die in allen Generationen zusammenhalten.
Soweit die Sentimentalitäten. Aber welche Realitäten kommen auf einen zu, wenn man älter wird? Welche Chancen zur Selbstbestimmung bleiben am Ende?

In Ruhe älter werden oder aktiv werden?

Würdevoll altern ist nicht leicht, wenn man der Vitalität der jüngeren Jahre nachtrauert, statt sich altersgerecht fit zu halten, zum Beispiel mit speziell für Senioren geeignetem Lauftraining. Der Körper schafft im Alter frühere Leistungen nicht mehr, im Rahmen seiner Möglichkeiten bleibt er trotzdem leistungsfähig. Es ist wesentlich, ihn in diesem Rahmen in Form zu halten. Seniorensport ist heute ein wichtiger Bestandteil des würdevollen Alterns. Er gewährleistet bei richtiger Dosierung, dass das Leben so lange wie möglich selbstbestimmt bleibt.

Bis zum Schluss selbst bestimmen, was im Alter passiert

Wenn rüstige 90-Jährige über neue, soeben frisch aufgestellte Weltrekorde in der Kategorie "Senioren" berichten, klingt das bisweilen verdächtig nach zwanghafter Jugendlichkeit. Ob Altern damit einhergehen muss, sich weiterhin mit der Jugend zu messen, muss jeder Senior für sich entscheiden. Der durchschnittliche männliche Mensch tendiert dazu, am Lebensabend die letzten mageren Testosteron-Reserven aus sich herauszuholen, um Politiker, Führungskräfte, Ärzte und Pflegepersonal herauszufordern. Der durchschnittliche weibliche Mensch blättert am Schluss lieber in den Foto-Alben seiner Jugend und der Zeit als Mutter von Kindern, um sich seine Einflüsse auf die Gesellschaft noch einmal in Erinnerung zu rufen. Anders gesagt: Die Wahrheit über würdevolles Altern liegt in der goldenen Mitte, zwischen dem männlichen und dem weiblichen Prinzip.

Marlene Dietrich: legendäre Diva und Vorbild für würdevolles Altern?

Ein eher extremes Vorbild für diese besondere, weil betont weibliche Biologie des würdevollen Alterns ist heute noch Marlene Dietrich. Niemand sollte Bilder von ihr als Greisin bekommen. Das hatte sie so verfügt. Mit viel Aufwand für konsequente Abschirmung erreichte sie dieses Ziel. Marlene Dietrich hat der Nachwelt das Bild von sich hinterlassen, das sie festgelegt hat. Niemand weiß bis heute, wie Marlene Dietrich als Greisin ausgesehen hat. Sie hat als widerstandsfähige Diva der Nachwelt ein großes Versprechen hinterlassen: Was der Mensch im Alter an Würde für sich beansprucht, muss er zu Lebzeiten rechtzeitig regeln.