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schwangere Frau wird von einer Ärztin untersucht während der Ehemann dahinter steht
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Die Entscheidung für Geburtshaus oder Klinik 

Als werdende Mutter haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind in einem Geburtshaus oder in einer Klinik zur Welt zu bringen. Wenn Sie sich mit der Frage nach dem Ort der Entbindung auseinandersetzen, helfen Ihnen die folgenden Informationen, eine gute Wahl zu treffen.

Sicher und standardisiert - die Entbindung im Krankenhaus

In Deutschland entbindet die überwiegende Mehrheit aller Frauen im Krankenhaus. Sie profitieren hier ebenso wie die Säuglinge von einer umfassenden medizinischen Versorgung auf hohem Niveau. Wenn es zu Komplikationen während der Geburt kommen sollte, ist optimale Hilfe gewährleistet. Allerdings fühlen sich viele Gebärende durch den nach strikten Regeln funktionierenden Klinikablauf und wenig Auswahlmöglichkeiten bei der Geburtsmethode eingeschränkt. Auch die Tatsache, dass es in der Regel nicht möglich ist, eine Hebamme selbst auszuwählen und eine Geburtshelferin oft sogar mehrere Gebärende auf einmal betreuen muss, stört viele Frauen.

Falls Sie als Risikoschwangere gelten, stellt sich die Frage nach einer Niederkunft im Geburtshaus gar nicht erst. Dies gilt insbesondere für werdende Mütter, die:

  • Zwillinge erwarten
  • unter chronischen Krankheiten, wie Diabetes, MS oder einer anderen Autoimmunerkrankung leiden
  • ein Kind mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen erwarten

Zählen Sie zu einer dieser Risikogruppen, kommt ausschließlich eine Geburt in der Klinik infrage. Nur hier herrschen optimale Bedingungen, um Sie und Ihr Baby vor und nach der Geburt medizinisch optimal zu versorgen. Auch für viele Erstgebärende, die sich in Bezug auf den Ablauf der Geburt unsicher fühlen, stellt das Krankenhaus die richtige Wahl dar. Ein kleiner Trost: Sie können immer noch beim zweiten Kind das Geburtshaus nutzen - vorausgesetzt die erste Geburt und die zweite Schwangerschaft weisen keine Komplikationen auf.

Tipp: Wenn Sie Bedenken haben, weil Sie eine unpersönliche Atmosphäre in der Klinik befürchten, besuchen Sie rechtzeitig vor der Geburt die Entbindungsstationen verschiedener Krankenhäuser. Mit Sicherheit finden Sie ein Krankenhaus mit einem ansprechend gestalteten Kreissaal.

Individuelle Betreuung in entspannter Atmosphäre - die Entbindung im Geburtshaus

Die ersten Geburtshäuser öffneten hierzulande in der Mitte der 80er Jahre. Inzwischen existieren in allen größeren deutschen Städten diese ausschließlich von Hebammen betriebenen Einrichtungen. Hier entbinden Frauen mit der Unterstützung von Hebammen ambulant, sodass sie bereits wenige Stunden nach der Geburt wieder nach Hause zurückkehren können. Viele Gebärende schätzen die liebevolle Begleitung während der Geburt sowie die freundliche Einrichtung und die gelassene Stimmung im Geburtshaus, die sich sehr von der in der Klinik vorherrschenden Atmosphäre unterscheidet. Da die Psyche eine wichtige Rolle für eine unkomplizierte Geburt spielt, unterstützt dieses Gefühl der Geborgenheit die Gebärende wesentlich. So ist ein Argument der Anhänger von Geburtshäusern, dass es hier seltener zu Dammrissen kommt.

Zu den weiteren Vorteilen eines Geburtshauses zählt die Vielfalt an Möglichkeiten, ein Kind zur Welt zu bringen. Neben Bassins für eine Unterwassergeburt stehen besondere Geburtsstühle zur Verfügung und auch das Gebären im Stehen wird unterstützt. Viele Paare empfinden die Einbeziehung des Partners in den Prozess der Geburt hier als vorbildlich. Nachdem der kleine Erdenbürger das Licht der Welt erblickt hat, übernimmt in der Regel eine Hebamme des Geburtshauses die Nachsorge für die junge Mutter und die Betreuung während der Stillzeit.