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Kinderwunsch: natürliche Methoden, um schwanger zu werden 

Die bisherigen Pläne des eigenen Lebens ändern sich spätestens dann, wenn wechselnde Prioritäten die Bemühungen um Nachwuchs in den Mittelpunkt des Lebensentwurfs rücken. Familienplanung hat etwas mit aktivem Handeln zu tun, und es leuchtet ein, dass Verhütung ohne eigene Anstrengungen nicht funktioniert. Der Kinderwunsch hingegen sollte sich vermeintlich unkompliziert und ganz von alleine erfüllen.

So einfach ist es in vielen Fällen jedoch nicht und Paare warten nach dem Absetzen verhütender Maßnahmen oft monatelang vergeblich auf die ersehnte Schwangerschaft. Eine Zeitspanne von einem Jahr, in der ungeschützter Geschlechtsverkehr folgenlos bleibt, ist nicht ungewöhnlich. Besonders dann, wenn Frauen hormonell verhütet haben, kann es eine Weile dauern, bis der Körper zum normalen Takt zurückfindet. Erst wenn das vergebliche Bemühen um eine Empfängnis länger als zwei Jahre andauert, liegt nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine „sterile Partnerschaft“ vor. Ehe es so weit kommt, stehen einem Paar jedoch unterschiedliche Möglichkeiten offen, dem natürlichen Lauf der Dinge etwas nachzuhelfen.

Mit natürlichen Methoden schwanger werden

Wenn Nachwuchs geplant ist, eine Schwangerschaft aber auf sich warten lässt, lohnt es sich, zunächst den eigenen Lebensstil auf den Prüfstand zu stellen. Stress, Fehlernährung, Über- oder Untergewicht, Zigaretten- und Alkoholkonsum gehören zu den Einflussfaktoren, die auf hormonelle Abläufe wirken und einer Empfängnis möglicherweise im Wege stehen.

Bemühen Sie sich deshalb um einen ausgewogenen Alltag mit ausreichend Entspannung, Schlaf und vollwertiger Ernährung, ehe Sie sich im nächsten Schritt mit den körperlichen Vorgängen rund um die Entstehung einer Schwangerschaft vertraut machen. Die Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP) setzen grundsätzliche Kenntnisse über den weiblichen Zyklus und die Empfängnis voraus und zielen auf eine möglichst genaue Ermittlung der fruchtbaren Tage. Grundlage der Berechnung ist das Wissen darüber, dass

  • eine Eizelle erst nach dem Eisprung und dann nur etwa 12 bis 24 Stunden lang befruchtbar ist,
  • Spermien im weiblichen Körper eine Lebensdauer von etwa zwei bis drei Tagen haben,
  • der Zeitraum, in dem eine Empfängnis möglich ist, folglich etwa zwei Tage vor dem Eisprung beginnt und spätestens einen Tag danach endet.

Um den Zeitpunkt des Eisprungs auf natürliche Weise zu bestimmen, stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung.

Kalendermethode

Auf der Grundlage einer mehrmonatigen Beobachtung der Zykluslänge versucht die Kalendermethode den Zeitraum einzugrenzen, in dem ein Eisprung am wahrscheinlichsten ist. Hierzu werden vom kürzesten beobachteten Zyklus 18 und vom längsten beobachteten Zyklus 11 Tage abgezogen. Die ermittelten Werte markieren den ersten und den letzten Tag der fruchtbaren Periode.

Temperaturmethode

Die Temperaturmethode stützt sich auf die Beobachtung, dass etwa zwei Tage nach dem Eisprung die Basaltemperatur um 0,2 bis 0,5 Grad ansteigt und bis zur nächsten Monatsblutung auf diesem Niveau verbleibt. Ab dem dritten Tag nach einem dauerhaften Temperaturanstieg ist keine Empfängnis mehr zu erwarten.

Beschaffenheit des Zervixschleims

Im Rahmen einer Selbstuntersuchung können die Konsistenz des Zervixschleims und die Beschaffenheit des Muttermunds als Fruchtbarkeitsanzeige herangezogen werden. Der Muttermund öffnet sich in der Zeit der Empfängnisbereitschaft etwas und fühlt sich beim Tasten weich an. Gleichzeitig nimmt die Absonderung von klarem, dünnflüssigem Schleim zu. Verlässlichere Ergebnisse ergibt eine Kombination mit der Kalender- und Temperaturmethode.