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Kaiserschnitt: Vor- und Nachteile abwägen 

Ein Kaiserschnitt wird in der Regel durchgeführt, wenn eine natürliche Geburt gar nicht oder nur mit großen Risiken für Mutter und Kind möglich ist. In den letzten Jahren erfolgen Kaiserschnitte immer häufiger auf ausdrücklichen Wunsch der Mutter. Bei der Schnittentbindung handelt es sich um einen operativen Eingriff mit vergleichsweise geringem Risiko. Ein geplanter Kaiserschnitt wird vorgenommen, bevor die Wehentätigkeit beginnt. Ein Notkaiserschnitt hingegen erfolgt bei Komplikationen während der Geburt. Die Anzahl der Kaiserschnitte hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Inzwischen kommt durchschnittlich jedes dritte Kind in Deutschland per Kaiserschnitt auf die Welt.

Der geplante Kaiserschnitt

Es gibt verschiedene Gründe für einen geplanten Kaiserschnitt:

  • Krankheiten der Mutter oder des Ungeborenen, die zu Komplikationen während der Geburt führen könnten oder eine Gefahr für Mutter und Baby darstellen würden
  • Infektionen der Mutter, die während einer natürlichen Geburt auf das Baby übergehen könnten
  • Steißlage oder Querlage des Kindes sowie ungünstige Lage bei Mehrlingsschwangerschaften
  • Entwicklungsstörungen oder Erkrankungen des Babys
  • Wunsch der Mutter nach einem geplanten Kaiserschnitt (Wunschkaiserschnitt)

Die Vorteile eines Kaiserschnitts

Die werdende Mutter kann die Geburt und die Zeit nach der Geburt besser planen und organisieren, was besonders für berufstätige Mütter von Vorteil ist oder wenn die Mutter schon kleinere Kinder zu versorgen hat. Viele Schwangere haben Angst vor den Schmerzen bei einer natürlichen Geburt und entscheiden sich für einen schmerzlosen Kaiserschnitt unter Narkose.

Die Nachteile eines Kaiserschnitts

Bei einem Kaiserschnitt handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, bei dem das Risiko von Infektionen besteht. Auch dauert es längere Zeit, bis die Kaiserschnittnarbe abgeheilt ist. Die Wundschmerzen können das Anlegen des Babys zum Stillen erschweren.

Ablauf eines Kaiserschnitts

Ein geplanter Kaiserschnitt findet einige Tage vor dem ausgerechneten Geburtstermin statt. In der Regel reicht eine lokale Narkose aus, sodass die Belastung für Mutter und Kind gering ist und die Mutter ihr Kind direkt nach der Entbindung in den Arm nehmen kann. Die Geburt verläuft für die Mutter unter einer Lokalanästhesie schmerzlos. Sie spürt jedoch die Druck- und Zugbewegungen, mit denen das Kind zur Welt geholt wird. In den meisten Kliniken darf der Vater bei der Entbindung an der Seite der Mutter sein. Die Hebamme versorgt mit dem anwesenden Vater das Baby direkt nach der Geburt.

Nach einer Geburt per Kaiserschnitt

Das Befinden der Mutter nach einem Kaiserschnitt ist individuell verschieden. Es richtet sich unter anderem danach, ob der Kaiserschnitt geplant war oder ob die Operation notfallmäßig erfolgt ist. Trotz Kaiserschnitt ist es möglich, das Baby zu stillen. Je nach Verfassung der Mutter kann das Kind direkt nach Verlassen des Operationssaales erstmals angelegt werden. Bei einigen Müttern dauert es einige Tage, bis die Milch einschießt. Dies ist unabhängig von der Art der Geburt und stellt kein Problem für das Neugeborene dar. Wird der Kaiserschnitt nicht unter Vollnarkose durchgeführt, bekommt die Mutter das Baby in der Regel sofort in den Arm gelegt, um die Mutter-Kind-Bindung direkt von Anfang an zu ermöglichen.