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Hausmittel in der Schwangerschaft bewusst einsetzen 

Wenn im Bauch neues Leben heranwächst, befindet sich die werdende Mutter wortwörtlich „in anderen Umständen“. Sie trägt die doppelte Verantwortung. Die Gesundheit von Mama und Baby muss geschützt werden. Zugleich bringt die Schwangerschaft aber auch zahlreiche Belastungen und Beschwerden mit sich. Für viele Probleme gibt es eine schonende Lösung: Hausmittel in der Schwangerschaft.

Ausnahmezustand – Medikamente in der Schwangerschaft

Über Plazenta und Nabelschnur sind der mütterliche und kindliche Organismus eng miteinander verbunden. Nicht nur all die notwendigen Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente gelangen aus dem Blut der Mutter zum Baby, sondern auch die meisten Wirkstoffe aus Arzneimitteln. Deshalb ist die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft immer mit größter Vorsicht zu betrachten. Schwangere sollten sowohl bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln als auch bei der Selbstmedikation Rücksprache mit der Hebamme oder ihrem Frauenarzt halten.

Natürlich heilen: Hausmittel in der Schwangerschaft

Nach dem Grundsatz „So viel wie unbedingt nötig und so wenig wie möglich“ kommen Medikamente bei Schwangeren nur zum Einsatz, wenn es absolut unvermeidlich ist. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Verzicht auf eine Behandlung Leben und Gesundheit von Mutter und Kind gefährden könnte. Bei vielen Beschwerden und leichten Erkrankungen leisten Schwangerschaftshausmittel hervorragende Dienste. Wer sich unsicher ist, welche Hausmittel anwendbar sind, sollte Kontakt zur Hebamme aufnehmen.

Erkältung und Co. natürlich behandeln

Mit Schnupfen, Husten und Heiserkeit kann eine Erkältung für eine werdende Mutter enorm belastend werden. Durch die fehlende Nasenatmung verstärkt sich die im dritten Trimenon sowieso oft auftretende Kurzatmigkeit. Kopf- und Halsschmerzen machen Arbeiten, Denken und Alltagsbewältigung zusätzlich schwer. Abhilfe schaffen die folgenden Hausmittel:

  • Halsschmerzen
    Heiße Milch mit Butterflocke und Honig trinken; Seidentuch um den Hals tragen; Salbeibonbons lutschen (nicht in den letzten vier Wochen vor dem VET)
  • Schnupfen
    Kamillendampfbäder machen; Nasendusche mit Kochsalzlösung benutzen; viel frische, kühle Luft einatmen; Raumluft anfeuchten mit Tüchern auf der Heizung
  • Husten
    Zwiebelsaft zum Lösen, Hustentee zur Beruhigung
  • Kopfschmerzen
    Abwechselnd Ruhe und Spaziergänge; kühle Umschläge in Genick und Schläfen.

Grundsätzlich sollten erkältete Schwangere viel trinken. Im letzten Trimenon dürfen Thymian, Pfefferminze und Süßholzwurzel nur in geringen Mengen aufgenommen werden.

Die Klassiker: Übelkeit und Sodbrennen

Auch wenn einige Schwangere verschont bleiben – die meisten haben im ersten Drittel mit Übelkeit und im letzten Drittel mit Sodbrennen zu kämpfen. Beides lässt sich in den meisten Fällen gut mit Hausmitteln in der Schwangerschaft behandeln. Was genau hilft, muss die werdende Mutter durch Ausprobieren herausfinden:

  1. Übelkeit
    - Häufig essen, am besten Snacks wie Nüsse oder Obst
    - 20 bis 30 Minuten vor dem Aufstehen am Morgen im Bett Zwieback, Keks oder Banane essen
    - Viel trinken, in kleinen Schlucken
    - Stark gewürztes/fettiges Essen meiden
    - Ingwertee trinken.
  2. Sodbrennen
    - Ein halbes Glas Milch in kleinen Schlucken trinken
    - Haferflocken/trockenes Brot kauen
    - Nüsse kauen
    - Wasser trinken
    - Saure, fettige, stark gewürzte Mahlzeiten meiden
    - Nicht zu spät am Abend essen.

Für kleine und große Beschwerden: Schwangerschaftshausmittel

Zahlreiche weitere Beschwerden belasten viele Schwangere und sind oft gut mit Hausmitteln in der Schwangerschaft in den Griff zu bekommen:

  1. Verstopfung
    - Magnesium- und ballaststoffreiche Lebensmittel essen
    - Viel Bewegung und viel trinken
    - Getrocknete Pflaumen/Feigen/Leinsamen essen.
  2. Wassereinlagerungen
    - Viel Bewegung wie Schwimmen oder Spazierengehen
    - Viel trinken
    - Beine hochlegen
    - Wechselduschen.
  3. Kopfschmerzen
    - Viel trinken
    - Massage der Nackenmuskulatur
    - Kalte oder warme Umschläge.
  4. Wadenkrämpfe
    - Magnesiumreiche Lebensmittel essen wie Bananen, Nüsse, Spinat
    - Wechselduschen
    - Beine hochlegen; möglichst wenig sitzen
    - Genügend Elektrolyte aufnehmen, vor allem bei Übelkeit mit Erbrechen oder Schwitzen in der Schwangerschaft.