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Frühgeburt – So unterstützen Sie Ihr Baby 

Erblickt ein Baby zu früh das Licht der Welt, ist die Sorge der Eltern groß. Statistisch gesehen kommen in Deutschland 9 % aller Kinder vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt und gelten damit medizinisch als Frühgeburt. Generell gilt, jeder Tag im Mutterleib zählt. Je früher ein Frühchen geboren wird, desto größer sind die Einschränkungen in der Entwicklung.

Frühgeburt – keine Angst vor Technik

Der erste Besuch auf der Frühchenstation ist für die meisten Eltern ein Schock. Der umgangssprachlich als Brutkasten bezeichnete Inkubator, Kabel und Maschinen machen Angst. Das eigene Kind hilflos und umrahmt von Technik zu sehen, zerreißt das Herz. Aber nach wenigen Tagen haben Sie sich an die Atmosphäre dieser Station gewöhnt. Sie konzentrieren sich auf Ihr Kind und nehmen die Umgebung kaum noch als besonders wahr.

Frühchen: Entwicklung unterstützen

Wenn ein Kind den Körper der Mutter zu früh verlässt, ist nicht nur die fehlende Reife von Gehirn und Organen ein Problem. Wesentlich für die Frühchen-Entwicklung ist der enge Kontakt zu Menschen. Schließlich sollte es noch warm und geborgen im Bauch der Mutter liegen. Dort begleiten es ständige Wärme und der mütterliche Herzschlag. Aus diesem Grund ist Ihre Nähe das, was Ihrem früh geborenen Nachwuchs am meisten hilft. Mutter und Vater helfen dem Kind jedes Mal, wenn sie es mit einem warmen Tuch zugedeckt auf die nackte Brust nehmen. Der Körperkontakt, die Wärme und der Herzschlag sind wichtig für die Frühchen-Entwicklung. Diese als "Känguruhen" oder "Känguruhing" bezeichnete gemeinsame Zeit unterstützt ein Frühchen enorm. Die Wärme, Gerüche und Geräusche stimulieren die Sinne des Kindes, gleichzeitig legen Sie hier die Basis für eine Eltern-Kind-Beziehung. Singen oder Lesen Sie Ihrem Baby etwas vor, reden Sie mit ihm oder genießen Sie gemeinsam die Ruhe.

Frühgeburt vermeiden – Vorsorge hilft

Viele verschiedene Faktoren können eine Frühgeburt auslösen. Deshalb ist es essenziell, dass Sie die Termine für die Schwangerschaftsvorsorge wahrnehmen. Oft lassen sich Risiken für eine Frühgeburt während des Schwangerschaftsverlaufs erkennen und behandeln. Mittlerweile sind neben den medizinischen Möglichkeiten zur Versorgung von Frühchen auch die Möglichkeiten zur Vermeidung einer Frühgeburt weit entwickelt.