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Kinderkrankheiten: Symptome, die das Wohlbefinden von Baby und Kind beeinträchtigen 

Im herkömmlichen Sinne gehören Infektionserkrankungen mit anschließender Immunität, also dem Schutz vor einer Wiedererkrankung, zur Gruppe der Kinderkrankheiten. Die medizinische Vorsorge durch wirkungsvolle Impfprogramme konnte Erkrankungen wie Diphtherie, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Kinderlähmung erfolgreich zurückdrängen. Dennoch trägt Impfmüdigkeit immer wieder dazu bei, dass Kinderkrankheiten wiederaufflammen und die kindliche Entwicklung gefährden. Neben den klassischen Infektionskrankheiten macht kleinen Patienten altersabhängig eine Reihe weiterer gesundheitlicher Risiken zu schaffen.

Blähungen beim Baby

Zu den häufigsten Störungen des Wohlbefindens im Säuglingsalter zählen die gefürchteten Blähungen. Insbesondere in den ersten drei Monaten, wenn das Verdauungssystem des Babys seine Funktion noch einübt, kann es zu einer verstärkten Gasbildung im Magen-Darm-Trakt kommen. Verursacher der Beschwerden ist in vielen Fällen beim Trinken verschluckte Luft. Bei Stillkindern können sich darüber hinaus blähende Nahrungsmittel vom Speiseplan der Mutter bemerkbar machen.

Windeldermatitis im Wickelalter

Fast jedes Kind leidet im Wickelalter mindestens einmal unter den Symptomen einer Windeldermatitis. Etwa die Hälfte der Babys ist von wiederkehrenden Beschwerden betroffen. Ursache der entzündlichen Hauterkrankung rund um den Po ist das feuchtwarme Milieu in der Windelregion, das der zarten Babyhaut zusetzt. Reizungen durch anhaftende Stuhlreste und das mechanische Scheuern der Windel schädigen die Schutzmechanismen der Haut zusätzlich.

Drei-Tage-Fieber im frühkindlichen Alter

Das Drei-Tage-Fieber geht auf eine Infektion mit dem humanen Herpesvirus zurück und ist eine Erkrankung des Säuglings- und frühen Kleinkindalters. Als Symptom zeigt sich drei bis acht Tage anhaltendes hohes Fieber und bei nachlassender Temperatur ein feiner Hautausschlag an Nacken und Rumpf.

Grippaler Infekt, Magen-Darm-Grippe, Influenza

Bei Neugeborenen und gestillten Säuglingen kommt es durch die Übertragung mütterlicher Antikörper zu einem Nestschutz gegenüber Infektionskrankheiten. Ab dem vierten Lebensmonat lässt diese geliehene Immunität nach und das Kind ist auf das eigene, noch untrainierte Immunsystem angewiesen. Grippale Infekte (Erkältungen), Magen-Darm-Grippe und Influenza sind ansteckende Erkrankungen, mit denen Klein- und Kindergartenkinder immer wieder zu kämpfen haben, bis das Immunsystem eine verlässliche Keimabwehr aufgebaut hat. Bei Infektionserkrankungen, die meist mit Fieber und allgemeinem Unwohlsein einhergehen, legt der Arzt die Behandlung in Abhängigkeit vom beteiligten Erreger fest.

Allergien

Immer häufiger beeinträchtigen Allergien bereits im Kindesalter die Gesundheit und gehören in diesem Lebensabschnitt zwischenzeitlich zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Die Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Umweltreize äußert sich durch

  • Lebensmittelunverträglichkeiten und allergische Reaktionen auf Kuhmilch, Hühnereier, Fisch, Soja, Weizen oder Nüsse,
  • Heuschnupfen verursacht durch Pollen oder Hausstaub,
  • allergisches Asthma bronchiale,
  • Insektengiftallergie,
  • Kontaktallergie oder
  • Medikamentenallergie.

Zu den häufigsten Hauterkrankungen im Kindesalter zählt die Neurodermitis oder atopische Dermatitis, deren Ursachen nicht eindeutig geklärt sind. Der Ausschlag tritt schubweise auf und ist von starkem Juckreiz begleitet.

Kopfläuse und Oxyuriasis

Bei Klein- und Kindergartenkindern sowie jungen Schulkindern ist gelegentliche ein Parasitenbefall zu beklagen. Die Übeltäter sind meist die gefürchteten Kopfläuse, die sich in den Haaren einnisten und in Windeseile verbreiten. Daneben kommt gelegentlich die Oxyuriasis, eine Infektion mit dem Madenwurm Enterobius vermicularis, vor. Beide Parasitosen sind im Allgemeinen eher unangenehm als bedrohlich.

Bei Kinderkrankheiten Symptome ärztlich abklären lassen

Suchen Sie stets medizinischen Rat, wenn sich bei Ihrem Kind Krankheitszeichen bemerkbar machen. Der Arzt stellt die genaue Diagnose und legt die geeignete Therapie fest.