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Drei junge Mädchen machen ein Selfie mit dem Smartphone
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Pubertät – aufregender Wechsel in das Leben der Erwachsenen 

Die Pubertät ist die Zeit, in der Kinder zu kleinen Werwölfen werden, die den Vollmond anheulen. Sie können sich weder für die Schule noch für gemeinsame Unternehmungen erwärmen. Eltern sind in dieser Zeit ohnehin nur nervig, ihre Ratschläge überflüssig. Drogen und Alkohol werden ausprobiert, Grenzen überschritten. Kurzum: Der durchschnittliche Teenager ist in dieser Zeit nur ganz schwer zu ertragen.

Pubertät bei Mädchen: Heftige Gefühlsschwankungen

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, rebellierend, impulsiv, unbeherrscht: Stimmungsschwankungen sind ein Leitsymptom der Pubertät. Sie äußern sich bei Mädchen anders als bei Jungen. Die Pubertät ist sowohl gekennzeichnet von großen körperlichen Veränderungen als auch von einer sich verändernden Psyche. Stimmungsschwankungen treten bei Mädchen in der Pubertät stärker auf als bei Jungen. Sie müssen sich mit einem ganzen Hormon-Cocktail auseinandersetzen, den Mutter Natur gemixt hat. Jungen in der Pubertät suchen Grenzerfahrungen, den ultimativen Kick und begehren oft offener gegen das Elternhaus auf.

Pubertät der Jungen: Gespräch von Mann zu Mann

Viele Eltern kämpfen vor allem damit, dass ihre Kinder ihnen nichts mehr erzählen, lieber das Gespräch mit der Freundin oder dem Freund suchen. Ein völlig normaler Prozess, so Familienexperten. Im Gespräch bleiben sollten Sie trotzdem. Das funktioniert am besten, wenn Sie wirkliches Interesse an den Sorgen und Nöten Ihres Kindes zeigen. Offene Gespräche, bei denen Sie genau zuhören, sind da hilfreicher, als sich mit stereotypen Fragen nach der letzten Physik-Arbeit zu erkundigen. Für Jungen in der Pubertät ist es jetzt besonders wichtig, dass der Vater, männliche Verwandte oder Freunde für ein Gespräch "von Mann zu Mann" zur Verfügung stehen.

Grenzen sind wichtig

Auch in der Pubertät, der Zeit des Auslotens und Überschreitens von Grenzen, ist es wichtig, den Jugendlichen klare Grenzmarkierungen zu setzen. Regeln, zum Beispiel über die Uhrzeit des Nach-Hause-Kommens, können mit dem Kind durchaus verhandelt werden. Konsequenz und eine klare Linie sind wichtig, damit Jugendliche die Grenzen anerkennen – und Ihre Autorität. Erziehungsberater sehen mittlerweile positive Bestärkung als erfolgsversprechender an als Strafen und Sanktionen. Wenn das Kind also immer pünktlich zu Hause ist, können Eltern dieses Verhalten bestärken, in dem sie diese Zeiten am Wochenende verlängern.

Lassen Sie Ihr Kind eigene Erfahrungen machen

Natürlich wird Ihr Kind in der Pubertät Dinge tun, die aus Erwachsenensicht weniger schlau, ungeschickt, gefährlich oder auch ein bisschen wahnsinnig sind. Erinnern Sie sich: Wie waren Sie in diesem Alter? Jugendliche müssen lernen, ihren eigenen Weg zu gehen, ihre eigenen Erfahrungen zu sammeln. Zu viel Kontrolle führt in diesem Alter nur zu heftiger Gegenwehr und kann zu einem Vertrauensbruch führen, wenn Sie Ihr Kind mehr als zuvor reglementieren. Wenn Sie Ihrem Kind den eigenen Weg zugestehen, zeugt das von Respekt, der mit Respekt erwidert wird.

Was Sie in der Pubertät nicht machen sollten:

  • Ihr Kind beleidigt anschweigen und es mit Nichtbeachtung und Liebesentzug bestrafen.
  • Lieb gewonnene Gegenstände und Kleidungsstücke Ihres Kindes verschenken oder weggeben, weil sie in Ihren Augen kaputt oder wertlos sind.
  • Ihr Kind kontinuierlich kritisieren.
  • Die Privatsphäre des Jugendlichen missachten und zum Beispiel heimlich das Tagebuch lesen.

Was Sie unbedingt machen müssen:

  • Bleiben Sie locker und: Lieben Sie Ihr Kind!