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Jugend und Gesundheit: Vorsorge für Heranwachsende 

In Deutschland stellt eine fortschrittliche Medizin umfangreiche Möglichkeiten der Vorsorge und Behandlung zur Verfügung, um jungen Menschen eine gesunde und sichere Zeit des Erwachsenwerdens zu bieten. Gleichzeitig gehen gerade mit den Gewohnheiten des modernen westlichen Lebensstils Gefährdungen für Jugend und Gesundheit einher. Bewegungsmangel, Ernährungsfehler, Suchtprobleme, einschließlich einer unkontrollierten Nutzung digitaler Medien, haben bedenkliche Auswirkungen auf die körperliche, geistige und seelische Entwicklung im Teenageralter. Ungünstigen Einflüssen im Alltag zu begegnen, ist vordringliche Aufgabe der Eltern, aber auch aller anderen Beteiligten im Lebensraum der Jugendlichen. Insbesondere Schulen erfüllen eine wichtige Funktion für die frühzeitige Entwicklung eines stabilen Verantwortungs- und Gesundheitsbewusstseins.

J1 und J2 – medizinische Begleitung in der Zeit des Heranwachsens

An die U-Vorsorgetermine in der Kindheit schließen sich die Jugendgesundheitsuntersuchungen J1 zwischen dem 12. und 14. sowie J2 im Alter von 16 bis 17 Jahren an. In einem für viele Heranwachsende anspruchsvollen Alter ist das vertrauliche Gespräch mit dem Arzt eine gute Gelegenheit, um über Gesundheit und die spürbaren körperlichen und seelischen Veränderungen in der Zeit der Pubertät zu sprechen.

J1 – wichtige Gesundheitsuntersuchung für Jugendliche

Zwischen dem 12. und vollendeten 14. Lebensjahr sind Jugendliche alt genug, um einen Untersuchungstermin beim vertrauten Kinder- und Jugendarzt alleine wahrzunehmen. Ermuntern Sie Ihr Kind dazu, ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu entwickeln und das Gespräch mit dem Arzt eigenverantwortlich zu führen. Zur medizinischen Vorsorge im Rahmen der Untersuchung gehören

  • die Überprüfung der Größe und des Gewichts,
  • die Klärung des Entwicklungsstandes sowie der Gesundheit von Organen und Bewegungsapparat,
  • die Überwachung der Organfunktionen anhand von Laborwerten des Blutes und des Urins,
  • die Prüfung der Sinnesfunktionen,
  • die Aktualisierung des Impfstatus.

Der Arzt wird insbesondere nach Entwicklungsstörungen forschen. Fehlhaltungen nach starken Wachstumsschüben, möglichen chronischen Erkrankungen, Hautproblemen oder Essstörungen gilt sein Hauptaugenmerk. Als Vertrauensperson geht der Arzt auf spezifische Themen von Jugend und Gesundheit ein und bespricht mit seinen jugendlichen Patienten Fragen zur Sexualität und Verhütung, die Gefahren von Drogenmissbrauch und Tabakkonsum sowie familiäre Probleme und Schwierigkeiten im sozialen Umfeld.

J2 – Gesundheits-Check-up für ältere Jugendliche

Die Gesundheitsuntersuchung für ältere Jugendliche folgt der J1 im Abstand von etwa zwei Jahren. Die zeitliche Abfolge der Vorsorgetermine sollte sich dem Rhythmus des regulären zweijährigen Check-ups für Erwachsene anpassen. Im Alter zwischen 16 und 17 Jahren können junge Menschen noch einmal ein vertrauliches Gespräch mit ihrem Arzt führen und Themen ansprechen, die sie zu Hause möglicherweise meiden. Der Jugendarzt wird sich ein Bild von der Pubertäts- und Sexualentwicklung machen. Er fahndet nach chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenfehlfunktionen und richtet sein Interesse ganz besonders auf die soziale Entwicklung.

Gesundheitsförderung in der Schule

Bildung ist ohne Gesundheitsförderung und -prävention nicht möglich. Schulen beteiligen sich insbesondere mit Bewegungs-, Ernährungs- und Stressbewältigungsprogrammen an der gesundheitlichen Vorsorge für junge Heranwachsende. Ihre IKK BB geht mit Projekten für eine gesunde Schule auf die spezifischen Anforderungen im schulischen Umfeld ein und unterstützt Aktivitäten zur Stärkung der körperlichen und geistigen Fitness. Darüber hinaus finden Sie auf den Seiten des Ratgebers umfangreiche Informationen rund um das Thema Erwachsenwerden.