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Mutter stillt ihr Baby
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Stillen: Vor- und Nachteile im Überblick 

Werdende Mütter kennen das Problem: Plötzlich möchte jeder wissen, ob Sie Ihr Baby stillen werden. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander, und jeder versucht Sie zu überzeugen. Ob Sie stillen möchten oder nicht, das ist Ihre ganz persönliche Entscheidung. Lassen Sie sich nicht von außen unter Druck setzen. Denn eine zufriedene, entspannte Mutter ist eine gute Mutter. Zu stillen oder nicht zu stillen hat damit nichts zu tun.

Stillen: Vor- und Nachteile

Die Natur hat gut für den Nachwuchs gesorgt. Muttermilch ist genau auf die Bedürfnisse eines Säuglings zugeschnitten und versorgt ihn mit allen für die gesunde Entwicklung wichtigen Stoffen. Um eine Entscheidung über das Stillen zu treffen, sollten Sie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ernährungsformen kennen. Nur dann können Sie die Wahl treffen, die zu Ihnen und Ihrem Leben passt.

Stillen: die Vorteile

  • Muttermilch ist ideal auf die Bedürfnisse Ihres Kindes abgestimmt.
  • Sie steht jederzeit in idealer Temperatur zur Verfügung.
  • Beim Stillen geben Sie nicht nur alle Nährstoffe an Ihr Baby weiter, Sie versorgen es auch mit wertvollen Abwehrstoffen gegen Infektionen.
  • Das Stillen fördert die Bindung von Mutter und Kind, gleichzeitig unterstützt das Bindungshormon Oxytocin die Rückbildung der Gebärmutter.
  • Die Ausbildung des noch unterentwickelten Unterkiefers beim Neugeborenen wird gefördert.

Stillen: die Nachteile

  • Die Mutter ist stark eingebunden und kann die Versorgung des Kindes nicht an andere abgeben, der Vater fühlt sich unter Umständen etwas ausgeschlossen.
  • Stillprobleme, wunde Brustwarzen, Milchstau oder Brustentzündungen können das Wohlbefinden beeinträchtigen.

Nicht Stillen: Vor- und Nachteile

Moderne Säuglingsnahrung stellt einen nahezu vollwertigen Ersatz für Muttermilch dar. Auch Flaschenkinder gedeihen gut und wachsen gesund heran. Nicht zu stillen ist keine Entscheidung, die das Wohl Ihres Babys gefährdet.

Nicht Stillen: die Vorteile

  • Die Mutter ist weniger gebunden und kann die Versorgung z. B. in der Nacht an den Vater abgeben.
  • Der Vater kann stärker in die Versorgung Ihres Babys einbezogen werden.
  • Stillprobleme, wunde Brustwarzen, Milchstau und Brustentzündungen sind ausgeschlossen.

Nicht Stillen: die Nachteile

  • Säuglingsnahrung sowie die nötige Ausstattung sind teuer.
  • Meldet sich Ihr Baby, dauert die Zubereitung eine Weile.
  • Der Aufwand für die Zubereitung der Milch sowie die Reinigung der Fläschchen ist hoch.
  • Unterwegs müssen Sie immer alles für die Versorgung des Kindes mitnehmen.

Stillen – eine ganze persönliche Entscheidung

Während der Schwangerschaft haben Sie viel Zeit zu entscheiden, wie Sie Ihr Baby ernähren möchten. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und treffen Sie die Wahl, mit der Sie sich wohlfühlen. Fragen zum Stillen oder Nicht-Stillen beantworten Ihr Frauenarzt oder Ihre Hebamme gern während der Schwangerenvorsorge. Auch bei der Geburtsvorbereitung ist das Stillen ein Thema. Dort lernen Sie zudem weitere Alternativen wie das Pump-Stillen kennen.