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Vitamine: unverzichtbar für unseren Körper 

Eine Fettzelle kann der menschliche Körper im Bedarfsfall noch in Energie umwandeln, wenn vorübergehend keine Nahrungsaufnahme stattfindet. Auch für Vitamine hat der Organismus ein Depot, auf das der menschliche Stoffwechsel notfalls zurückgreifen könnte. Allerdings gilt das nur für die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K und B12. Wenn die Depots überlastet sind, kann das sogar zu gesundheitlichen Problemen mit der Leberfunktion führen. Alle wasserlöslichen Vitamine der Gruppe C und B (mit Ausnahme von B12) schwemmt der Körper über die Nieren wieder aus, wenn ein Übermaß vorhanden ist. Wer gerne zu Vitaminpräparaten greift, sollte also wissen: Der Organismus verwertet nur genau die Menge an Vitaminen, die für den Stoffwechselprozess notwendig sind.

Vitaminmangel: bei ausgewogener Ernährung eher ausgeschlossen

Ernsthafter Vitaminmangel zeigt sich unter anderem in Symptomen wie Anfälligkeit für Infektionen, Konzentrationsstörungen und Verstimmungen. Aber auch schlecht heilende Wunden, Gelenkschmerzen und mangelnde Knochenfestigkeit, Zahnprobleme und Hautentzündungen deuten auf Vitaminmangel hin. Jede Vitamingruppe ist an bestimmten Stoffwechselvorgängen beteiligt. Entsprechend unterschiedlich sind die jeweiligen Mangelerscheinungen ausgeprägt, wenn eine bestimmte Vitamingruppe im Körper fehlt. Eigentlich sollte Vitaminmangel in einer Gesellschaft mit ausreichendem und vielfältigem Ernährungsangebot kein Thema mehr sein. Wer sich ausgewogen ernährt, sorgt fast automatisch für eine ausreichende Zufuhr aller Vitaminarten. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn bestimmte Nahrungsmittel pauschal als „ungesund“ verteufelt werden.

Was bewirken Vitamine im Körper?

Wie genau Vitamine ihre Aufgaben im Stoffwechselprozess verrichten, ist noch nicht vollständig erforscht. Was allerdings bekannt ist: Die verschiedenen Vitamingruppen übernehmen für den Stoffwechsel so etwas wie Lotsenfunktionen oder wirken wie Katalysatoren bei der Zerlegung von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten. Besonders die substanzerhaltenden Funktionen der Proteine sind ohne Unterstützung durch Vitamine nicht möglich. Denn nur durch sie werden die Proteine in wertvolle Aufbaustoffe für den Körper verwandelt.

So beugen Sie einem Vitaminmangel vor

Sehr viel sinnvoller, als Lebensmitteltabellen nach Vitaminen zu durchforsten, ist die Orientierung an der klassischen Ernährungspyramide. In den meisten Nahrungsmitteln sind mehrere Vitamine und Vitamingruppen gleichzeitig enthalten. Tipps zu einer verstärkten Aufnahme einer bestimmten Vitamingruppe können schnell in ganz andere gesundheitliche Sackgassen führen. Es ist bekannt, dass Obst und Gemüse wertvolle Vitaminspender sind. Vitamin C ist allerdings nicht nur in Zitrusfrüchten, sondern zum Beispiel auch Gemüsen wie Zwiebeln, Paprika oder Rosenkohl vorhanden. Gemüse sollte nie zerkocht, sondern immer bissfest genossen werden, da Vitamine unter Temperatureinfluss schnell zerfallen.

Vorsicht bei Diäten!

Die Gefahr eines Vitaminmangels besteht vor allem bei allen Diäten, die gänzlich auf Fett verzichten. Einen Salat ohne Speiseöl, Sahne oder Joghurt und nur mit Essig zu zubereiten, ist kontraproduktiv. Denn dann könnten nicht einmal die Vitamine der Salate in den Körper gelangen. Wer auf Fisch, Fleisch und sogar generell auf tierische Produkte verzichtet, sollte dann allerdings darauf achten, dass insbesondere die B-Vitamine durch andere Produkte wie Hülsenfrüchte, Bananen und Zubereitungen auf Soja-Basis ersetzt werden. Bei Diäten mit strengen Verzichtsregeln auf bestimmte Nährstoffe ist also auf ausreichende Vitaminzufuhr zu achten.