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Glutenunverträglichkeit – so leben Sie mit Zöliakie 

Patienten, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, sind allergisch gegen das in Getreide enthaltene Klebereiweiß. Diese immunologische Erkrankung erfordert eine spezielle, lebenslange Diät. Wer sich an diese Ernährungsvorschriften hält, bleibt weitgehend beschwerdefrei.

Eine neue Volkskrankheit

Die Anzahl der Menschen, die von einer Glutenunverträglichkeit beziehungsweise Zöliakie betroffenen sind, steigt in der westlichen Welt rapide an. Besonders viele Skandinavier erkranken daran, während die Autoimmunkrankheit des Darms in Fernost und Afrika kaum auftritt. Hierzulande stellen Ärzte eine starke Zunahme von Glutenallergikern fest.

Die Ursachen der Zöliakie

Nur Menschen mit genetischer Prädisposition erkranken an einer Glutenallergie. Experten schätzen, dass rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung Erbgut besitzt, das die Entwicklung einer Zöliakie fördert. In vielen Fällen tritt sie in Verbindung mit anderen Erkrankungen auf, es sind dies insbesondere:

  • Down- und Turner-Syndrom
  • Diabetes Mellitus
  • Bestimmte autoimmunologische Schilddrüsenerkrankungen
  • Verschiedene Hautkrankheiten

Die Symptome der Glutenunverträglichkeit

Eine Zöliakie verursacht Beschwerden, die als Reaktion auf den Verzehr von Nahrungsmitteln oder Getränken auftreten, die Gluten enthalten. Bei diesem Stoff handelt es sich um das Klebereiweiß. Gluten erleichtert die Herstellung von Getreideprodukten. Aus diesem Grund sind in den letzten Jahrzehnten gerade Weizensorten mit sehr hohem Glutengehalt gefragt. Liegt eine Glutenallergie vor, stellen sich die folgenden Symptome ein:

  • Magenkrämpfe, Bauchschmerzen und Durchfall, oft begleitet von einem aufgeblähten Bauch
  • Starker Gewichtsverlust
  • Allgemeines Schwächegefühl
  • Anämie

Sicherheit darüber, ob eine Glutenunverträglichkeit vorliegt, bringt eine ärztliche Untersuchung. Sie umfasst die Analyse einer Blutprobe. Findet sich darin der Autoantikörper gegen Transglutaminase, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass tatsächlich eine Zöliakie besteht. Zusätzlich erfolgt eine ambulant entnommene Gewebeprobe aus der Dünndarmschleimhaut, um das Untersuchungsergebnis zu bestätigen.

Tipp: Da sich die Zöliakie häufig vererbt, sollten sich enge Verwandte ebenfalls darauf hin testen lassen.

Strikte Diät - die einzige Therapie gegen Zöliakie

Wenn Sie unter einer nachgewiesenen Glutenunverträglichkeit leiden, ist es unerlässlich, dass Sie stets peinlich genau darauf achten, keine glutenhaltigen Lebensmittel zu verzehren. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass sich Ihr Dünndarm regeneriert und es zu keinen chronischen Entzündungen mit schwerwiegenden Komplikationen kommt. Die folgenden Lebensmittel sind strikt zu meiden:

  • Alle Getreideprodukte, von Brot und Brötchen bis hin zu Keksen und salzigem Gebäck
  • Teigwaren, wie zum Beispiel Pizza und Nudeln
  • Bier und Malzkaffe

Besondere Vorsicht ist bei industriell verarbeiteten Produkten angesagt. Mittlerweile besteht zum Glück eine Kennzeichnungspflicht von Gluten bei diesen Erzeugnissen. Achten Sie darüber hinaus in Restaurants, Kantinen und ähnlichen Einrichtungen unbedingt darauf, dass Sie nicht unbemerkt glutenhaltige Speisen verzehren. Gluten befindet sich häufig in:

  • Soßen
  • gebundenen Suppen
  • Süßspeisen
  • Aufläufen

In Supermärkten und Reformhäusern finden Sie eine große Auswahl an glutenfreien Lebensmitteln, die als solche gekennzeichnet sind. Hier bekommen Sie zudem Mehl und Backwaren, die aus Reis, Mais und anderen glutenfreien Ersatzstoffen hergestellt sind. Sogar glutenfreies Bier gehört zum Sortiment.

Hinweis: Wenn Sie als Zöliakie-Kranker Kinder bekommen, ist es ratsam, dass Sie den Kinderarzt über Ihre Glutenallergie informieren. Er empfiehlt in der Regel, dem Nachwuchs erst spät glutenhaltige Nahrungsmittel anzubieten und überwacht den Gesundheitszustand Ihres Kindes genau, um eine eventuell auftretende Zöliakie frühzeitig zu erkennen.