Sie sind hier: > Startseite > Gesundheit > Ernährung > Ernährungstrends > Paleo
Babyspinat mit Huhn
Kostenloses Servicetelefon
0800 - 88 33 244
Mo - Fr 8-19 Uhr


DE-Mail schicken

Paleo Ernährung: ursprünglicher essen und trinken 

Die Paleo Diät, häufig auch "Steinzeiternährung" genannt, gehört zu den Diäten, die lediglich auf einige Nahrungsmittelgruppen verzichtet und daher keine Gefahr von möglichen Mangelerscheinungen birgt. Anhänger von Paleo, als Begriff abgeleitet aus "Paläolithikum", dem griechischen Begriff für "Altsteinzeit", gehen davon aus, dass mit dem Ackerbau und der Viehzucht gleichzeitig Ernährungsgewohnheiten entstanden, die dem Menschen gesundheitlich eher abträglich sind. Befürworter der Paleo-Diät verweisen auf die Tatsache, dass Getreide, Hülsenfrüchte und Milchprodukte (für Erwachsene) als Nahrungsmittel in der langen Evolutionsgeschichte des Menschen zum heutigen Homo sapiens nie eine Rolle spielten. Deshalb habe sich der Mensch nicht an diese Nahrungsmittel angepasst und sollte auf sie verzichten.

Tierische Proteine und süßer Geschmack: ausdrücklich erlaubt

Die Richtung der Paleo Ernährung ist vergleichbar mit anderen Ernährungsformen, die vor allem auf die Zufuhr von Kohlenhydraten durch Getreideprodukte verzichten. Nach dem vagen Vorbild der altsteinzeitlichen Jäger und Sammler gehört ansonsten alles auf den Speiseplan, was in natürlicher Form zur Verfügung steht. Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte zählen in der Paleo Ernährung zu den wichtigen Proteinlieferanten, ebenso Eier. Fleisch sollte vom Wild stammen oder zumindest von freilaufendem Weidevieh oder Geflügel, keinesfalls als Produkt der Massentierhaltung. Darüber hinaus ist der vollkommene Verzicht auf industrielle Fertigprodukte sowie Rüben- und Rohrzucker zu beachten. Erlaubt sind hingegen Bienenhonig und Ahornsirup sowie die natürliche Fructose in Obst. Süßer Geschmack ist in der Paleo-Diät somit erlaubt, weshalb sie viele Anhänger hat, die vor allem die Ausgewogenheit des Ernährungsplans schätzen.

Paleo als Weg zu mehr Fitness und authentischem Genuss von Nahrungsmitteln

Anhänger der reinen Lehre, die gerne und freiwillig auch gewisse Rituale einer Schonkost kultivieren, kommen bei Paleo ohnehin auf ihre Kosten. Die Paleo Ernährung bietet jedoch auch denjenigen, die sich keinen allzu strengen Ernährungsregeln unterwerfen möchten, ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Die Steinzeiternährung ist auf jeden Fall eine gute Orientierungsbasis für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Die Einnahme lebensnotwendiger Fette ist durch die ungesättigten Fettsäuren in guten Pflanzenölen gewährleistet. Hülsenfrüchte können in Maßen ebenso genossen werden, gehören aber strenggenommen zu den Kulturpflanzen, die erst mit dem Beginn des Ackerbaus Verbreitung fanden. Im Zusammenhang mit den Theorien zur Ernährungsweise des altsteinzeitlichen Menschen bestätigen Wissenschaftler, dass die Natur lediglich auf den Erhalt der Fortpflanzungsfähigkeit, aber nicht auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Fauna ausgerichtet ist. Damit entspricht die Paleo-Ernährung dem Grundsatz, dass jeder Mensch für sich selbst entscheiden muss, welche Nahrungsmittel ihn fit und gesund halten.

Viel Wasser und Tee, kein Kaffee, null Alkohol

Die Glutenunverträglichkeit und Laktoseintoleranz vieler Menschen passt ins Bild der Paleo-Anhänger, die Milchprodukte und Erzeugnisse aus Getreide und Milchprodukte möglichst vermeiden. Die Menschen der Urzeit tranken Wasser, das sie in einigen Kulturen auch mit Kräutern und Blättern aufgossen. Aus Weidevieh gewonnene Milch und Milchprodukte gelten sogar heute noch im ostasiatischen Kulturkreis als eher ungewöhnlich. Dass Alkohol und Kaffee auf dem Speiseplan unserer Vorfahren keine Rolle spielten, versteht sich fast von selbst. Was bleibt, ist die Paleo-Diät als Möglichkeit, sich ursprünglicher und damit gesünder zu ernähren, wobei die Auswahl der Lebensmittel bezüglich ihrer natürlichen Herkunft und Beschaffenheit die Hauptrolle in der Paleo-Ernährung spielen.