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Vegetarier werden – viele Gründe sprechen dafür 

Bereits seit der Antike schätzen Menschen vor allem aus ethischen Gründen den fleischlosen Lebensstil. So gilt der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras als Pionier des Vegetarismus. Er setzte auf den Fleischverzicht, um Tieren Leid zu ersparen. Seit vielen Jahren wächst die Anzahl der Vegetarier hierzulande stetig. Nach seriösen Schätzungen liegt ihr Anteil mittlerweile bei zwischen fünf und acht Prozent der Gesamtbevölkerung. Dabei entscheiden sich deutlich mehr Frauen für die vegetarische Ernährung als Männer. Mit dieser Lebensweise sind zahlreiche Vorteile verbunden.

Moralische und ökologische Argumente für die vegetarische Ernährung

Wer die Entscheidung trifft, vegetarisch zu leben, leistet einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz. Er erspart Rindern, Schweinen und Geflügel die oft qualvolle Aufzucht in der Massentierhaltung und das Schlachten. Da auch Tiere das Leben genießen und in der Lage sind, wie der Mensch Schmerz zu empfinden, gilt der Verzicht auf Fleisch als ethisch wertvoll. Darüber hinaus erweist sich die vegetarische Ernährung als sinnvoll für den Schutz von Natur und Umwelt. Für die Herstellung pflanzlicher Nahrungsmittel beziehungsweise von Eiern und Milch werden zudem wesentlich weniger natürliche Ressourcen verbraucht als für die Fleischproduktion.

Gesundheitliche Aspekte des Vegetarismus

Der Verzehr von Fleisch und Wurst erhöht die Gefahr, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. In diesem Zusammenhang sprach die WHO eine Warnung vor dem Essen von Fleisch- und Wurstprodukten aus, weil sie direkt für die Entstehung von Darmkrebs verantwortlich sind. Der häufige Verzehr von Fleisch und Wurst begünstigt darüber hinaus zahlreiche andere Zivilisationskrankheiten, wie zum Beispiel Gicht, Arthrose und Bluthochdruck.

Die verschiedenen Vegetarier-Typen

Vegetarier ist nicht gleich Vegetarier. Im Wortsinn bedeutet Vegetarismus „Gemüseessen“ und impliziert damit den Verzicht auf Fleisch. Tatsächlich lassen sich heute unterschiedliche Formen der fleischlosen Ernährung unterscheiden:

  • Ovo-Vegetarier essen weder Fisch und Fleisch noch Milchprodukte, nehmen aber Eier zu sich
  • Ovo-Lakto-Vegetarier integrieren neben Eiern auch Milcherzeugnisse in ihren Speiseplan
  • Lakto-Vegetarier verzichten auf Eier, verzehren aber Milchprodukte

Veganer sind die strengsten Vegetarier, die alle tierischen Erzeugnisse strikt ablehnen. Sie verzichten dementsprechend auf Eier, Milchprodukte und sogar Honig.

Gesunde vegetarische Ernährung – auf die Auswahl kommt es an

Damit Ihre Gesundheit optimal von der Umstellung auf eine vegetarische Lebensweise profitiert, sollten möglichst viel frisches Obst und Gemüse auf Ihrem Speiseplan stehen. Dabei sind regionale und saisonale Sorten aus biologischem Anbau besonders empfehlenswert. Hülsenfrüchte übernehmen bei vegetarischer und vor allem bei veganer Ernährung die Funktion eines wichtigen Eiweißlieferanten. Aus diesem Grund sollten Schäl- und Kichererbsen, Bohnen und Linsen nach Möglichkeit mehrmals in der Woche auf den Tisch kommen. Auch Tofu kann, in Maßen verzehrt, einen wichtigen Beitrag zur Versorgung des Organismus mit hochwertigen Proteinen leisten. Vollkornprodukte, wie zum Beispiel Haferflocken, Schwarzbrot oder ungeschälter Reis, bilden eine weitere wichtige Komponente der fleischfreien Ernährung. Wertvolle Fette, insbesondere Oliven-, Raps- oder Leinöl und Nüsse aller Art, gehören ebenfalls zu einer ausgewogenen vegetarischen Ernährung. Auf Weißmehlerzeugnisse und zuckerhaltige Speisen sollten Sie hingegen weitgehend verzichten.

Hinweis: Sogenannte „Pudding-Vegetarier“ leben ungesund. Sie ersetzen Fleisch und Wurst bevorzugt durch fettreiche Milchprodukte, wie Sahne oder vollfetten Käse, sowie durch Süß- und Mehlspeisen. Diese Ernährungsform begünstigt Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.