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Schalen mit asiatischem Essen
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Ernährungsformen: Alternativen für die Gestaltung des Speiseplans 

Nichts, so scheint es, ist selbstverständlicher als Essen und Trinken. Erst das bewusste Hinterfragen der alltäglichen Ernährungsgewohnheiten fördert die überraschende Vielfalt von Einflussfaktoren zutage, die bewusst oder unbewusst auf den täglichen Speiseplan einwirken. Regionale und kulturelle Eigenheiten, weltanschauliche und philosophische Überlegungen, gesundheitliche Aspekte und letztlich auch Trends geben im Alltag vor, was auf den Teller kommt. In vielen Fällen bestimmen die Vorschriften einer Ernährungsform die Auswahl von Lebensmitteln nur für kurze Zeit. Die Schonkost während und nach einer akuten Magen-Darm-Erkrankung, eine Fastenkur oder der Versuch, mit Steinzeit-, Low-Carb-, Alkaline-Diäten & Co. Gewicht zu verlieren, zählen zu den zielgerichteten Steuermaßnahmen. Ihre Regeln diktieren die tägliche Zusammenstellung der Mahlzeiten – zum Glück – nicht dauerhaft. Im Gegensatz dazu sind alternative Ernährungsformen auf eine anhaltende, ja sogar endgültige, Änderung der Essgewohnheiten ausgelegt.

Weltanschauung und Gesundheit: Gründe für eine dauerhafte Ernährungsumstellung

Eine bewusste und dauerhafte – meist lebenslange – Umstellung der Kost auf alternative Ernährungsformen geht im Allgemeinen auf weltanschauliche Betrachtungen und auf eine konsequente Gesundheitsorientierung zurück. Überlegungen zur Ganzheitlichkeit von Körper und Geist, Respekt vor dem Leben und Tierschutz zählen zu den Beweggründen, die die Entscheidung für eine alternative Ernährungsform rechtfertigen. Darüber hinaus spielt die Rücksicht auf den eigenen Körper und die Einsicht in die wichtige Funktion der Ernährung für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit eine entscheidende Rolle bei der bedachten Auswahl von Lebensmitteln. Unterschiedliche Motive haben zur Ausprägung verschiedener Arten von Ernährung beigetragen. Überwiegend weltanschaulich geprägt sind beispielsweise

  • vegane Ernährung,
  • vegetarische Ernährung,
  • Mazdaznan-Ernährung,
  • makrobiotische, ayurvedische oder anthroposophische Ernährung und
  • die Lebensmittelauswahl entsprechend der traditionellen chinesischen Medizin.

Ernährungsformen, die den Speiseplan vorwiegend mit Blick auf die Gesundheit festlegen, sind beispielsweise:

  • Mischkost oder Vollwert-Ernährung,
  • Trennkost,
  • Rohkost-Ernährung oder
  • vitalstoffreiche Vollwertkost.

Gemeinsamkeit alternativer Ernährungsformen: vorwiegend pflanzliche Ernährung

So unterschiedlich die einzelnen Arten alternativer Ernährung motiviert sind, so ähnlich sind die Kriterien, die über die Zusammensetzung des Speiseplans bestimmen. Übereinstimmende Rahmenbedingungen bei der Auswahl von Zutaten sind:

  • die Verwendung vorwiegend pflanzlicher Lebensmittel,
  • die bevorzugte Wahl von saisonalen, regional hergestellten Produkten und Rohstoffen aus ökologischem Anbau,
  • der Verzicht auf Lebensmittelzusatzstoffe sowie Verfahren der Gentechnik und der Konservierung,
  • die frische und schonende Zubereitung der Speisen und ein weitgehender Verzicht auf Fertiggerichte.

Als wichtigste Gemeinsamkeit alternativer Ernährungsformen gilt die schwerpunktmäßige Orientierung am Vegetarismus in jeweils unterschiedlichen Ausprägungen. Die eher gemäßigten Flexitarier legen Wert auf eine Misch- oder Vollwertlost, bemühen sich bei der Auswahl der Lebensmittel um Vielseitigkeit und empfehlen – bei eindeutigem Fokus auf pflanzliche Produkte – den Verzehr von Fisch und Fleisch in Maßen. Die ovo-lakto-vegetarische Kost verzichtet als großzügigste Form des Vegetarismus vollständig auf den Verzehr von Fleisch, erlaubt jedoch Ei- und Milchprodukte auf dem Speisezettel. Eine rigorose Position nimmt die vegane Ernährung ein, die jede Form von tierischen Erzeugnissen auf dem Teller ablehnt.

Als einer der zentralen Aspekte gesundheitlicher Vorsorge spielt die Ernährung eine wichtige Rolle für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.