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Insbesondere wenn für einzelne Arbeitstage oder z. B. auch von Montag bis Freitag Erstattungen erfolgen, kann eine Begrenzung der Erstattung auf die kalendertägliche Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung für gutverdienende Arbeitnehmer zu Verwerfungen führen. Nunmehr ist vom GKV-Spitzenverband dazu folgendes festgelegt worden:

Das tatsächlich erzielte Arbeitsentgelt und die Entgeltfortzahlung werden nach dem Verhältnis ihrer Höhe so zueinander vermindert, dass sie zusammen höchstens die Beitragsbemessungsgrenze erreichen.

Beispiel

Entgeltfortzahlung richtet sich nach Arbeitstagen (hier: 21 Tage im betreffenden Monat). Für die Erstattung ist das Arbeitsentgelt nur bis zu einem Betrag in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze, in dem Beispiel zur Rentenversicherung West (mtl. 5.600EUR im Jahre 2012) zu berücksichtigen.

monatliches Arbeitsentgelt 6.720,00EUR
krankheitsbedingter Arbeitsausfall 5 Arbeitstage
Entgeltfortzahlung (6.720,00EUR : 21 x 5 =) 1.600,00EUR
Berücksichtigungsfähiges Arbeitsentgelt
(1.600,00EUR x 5.600EUR : 6.720EUR =) 1.333,33EUR
Erstattungsbetrag (1.333,33EUR x 80 % =) 1.066,66EUR

Zum Vergleich die (unzulässige) kalendertägliche Berechnung:

5/30 der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze würden nur ein berücksichtigungsfähiges Arbeitsentgelt von 933,33EUR bzw. eine Erstattung von 746,66EUR ergeben.